buble arrow5

10. Nachgebloggt – Ulrich Nies, Presi al dente für die DPRG

Ulrich Nies hat heute sein Weblog "Presi al dente" gestartet, bei dem ich ihm beratend zur Seite stehen durfte. Auf der DPRG-Mitgliederversammlung in Mainz tritt er am Samstag als Präsidentschaftskandidat an. Jetzt nutzt er die Gelegenheit, einige Tage vor der Entscheidung für sich in einem eigenen Weblog zu werben. Dabei ist er selbst neugierig auf die Reaktionen und freut sich auf Feedback.

UlrichniesMit dem Thema Blogs setzt sich Ulrich Nies auch in einer weiteren Funktion auseinander, die er inne hat. Er ist Leiter der Einheit „Information Coordination“ in der Zentralabteilung
Unternehmenskommunikation der BASF Aktiengesellschaft, Ludwigshafen, und verantwortet das News und Issues Management, die
Kommunikations- und Reputationsforschung, koordiniert die
Marktkommunikation des Unternehmens sowie die Branchenkommunikation
Automotive Industry.

>> Wie sind Sie zum Bloggen gekommen? Was reizt Sie daran?

Wenn mich einmal eine neue Kommunikationsmöglichkeit nicht mehr reizen
sollte, bitte ich um einstweilige Erschießung (Ersatzweise Frühpensionierung
und Eröffnung eines Tretbootverleihs an der Costa Brava). Mich reizt die
Offenheit, die Direktheit und die niedrige Einstiegsschwelle. Und jetzt bin
ich einfach gespannt, was passiert, wie ich reagiere und was ich lernen
kann.

>> Vermutlich starten Sie mit Ihrem Blog "Presi al dente" den ersten
Online-Wahlkampf innerhalb der DPRG? Was versprechen Sie sich davon?

Vom gedruckten Programm-Folder über die Rundreise zu den Landesverbänden
bis zum Blog – für mich das ein Symbol für die Spannweite, mit der wir in
der DPRG kommunizieren sollten. Und natürlich verspreche ich mir, dass
mindestens 200 Mitglieder mehr nach Mainz kommen und mein Team (sowie
mich) wählen.  Zufrieden bin ich aber auch schon, wenn bei den Leuten in
der DPRG und in der Branche ankommt, dass wir ein Verband im Aufbruch ist.

>> Was wollen Sie Ihrem Blog-Namen ausdrücken?

Bissfest, zur richtigen Zeit auf dem Tisch und bekömmlich – so sollten
Pastas und Präsidenten sein.

>> Mit welchen Themen beschäftigen Sie sich in Ihrem Weblog?

Bis zur Wahl möchte ich natürlich transportieren, wofür unser Team steht,
warum es jetzt auf einen starken Impuls aus den Unternehmen ankommt, kurz
warum wir um das Vertrauen und einen Auftrag für die nächsten drei Jahre
bitten. Nach der Wahl würde ich diesen Blog gerne weiterentwickelt zur
direkten Kommunikation mit den Mitgliedern und der Branche nutzen. (Wählen
Sie mich und Sie werden es erleben!)

>> Wie schätzen Sie die Rolle der Blogs in der Unternehmenskommunikation
generell ein? Glauben Sie daran, dass es immer mehr Corporate
Blogs geben wird?

Blogs sind in der Unternehmenskommunikation auf zwei Ebenen interessant.
Zum einen im Sinne des News- und Issuesmanagement zur Früherkennung von
Themen im vormedialen Raum sowie zum anderen als Kommunikationsmedium.
Besonders spannend finde ich es, dass die Grenzen zwischen interner und
externer Kommunikation verschwimmen. Mitarbeiter bloggen zu
Unternehmensthemen, kommunizieren direkt, authentisch und glaubwürdig mit
unseren Stakeholdern. Damit gewinnt die interne Kommunikation und
Motivation enorm an Bedeutung.

Ganz sicher werden die Unternehmen an der
"Bloggitis" teilnehmen. Davon wird auch die Kommunikationskultur in den
Unternehmen beeinflußt werden. Natürlich wird nach dem Hype die
Ernüchterung kommen, wie es auch z.B., beim Business TV war. Blogging wird
sicher auch einmal totgesagt. Gleichwohl glaube ich, dass wer sich eine zum
Unternehmen passende Strategie für Blogs entwickelt seine
Unternehmenskommunikation und damit auch den Erfolg am Markt nachhaltig
verbessern wird.