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Wir leben in digitalen Lebenswelten

Das Bedienen eines Computers soll demnächst so einfach werden, wie das Aufdrehen eines Wasserhahns. Am Wochenende habe ich viel Zeit mit unserer Internet-Anbindung und dem neuen Einrichten von Firewalls
und Antivirentools verbracht. Nichts geht von selbst. Und sogar IT-Experten scheitern oft an kleinen Fragen.

Auf einfache Lösungen warten alle Anwender schon seit Jahrzehnten, versprochen wurde das oft, doch jetzt gibt es wenigstens ein schönes neues Schlagwort dafür: "Ubiquitous Computing". Ob es einfacher wird, das wage ich zu bezweifeln. Allerdings wird das Digitale noch viel stärker als bisher in unsere Lebenswelten eindringen.

"In Zukunft wird jeder alles über mich wissen. Die
Gesellschaft wird sehr transparent sein, ob uns das gefällt oder
nicht." sagte George Colony, Chef des Marktforschungsinstituts
Forrester Research, auf dem Seoul Digital Forum. (CIO)

Dabei bezieht sich der zitierte CIO-Beitrag vor allem auf die RFID-Chips. Mindestens genauso spannend dürfte es sein, zu beobachten, welche kulturellen Veränderungen die Fotohandies und das Bloggen mit sich bringen werden. Schließlich wird es immer einfacher, das eigene Leben online in Teilbereichen abzubilden: Privat richtet man sich ein Personal Presence Blog für den Alltag und die Freunde ein. Im Foto-Handy Blog stellt man sofort seine Bilder online und im Corporate Blog zeigt man seine beruflichen Kompetenzen und sucht Business-Kontakte. Auf diese Weise hinterlässt der Blogger zahlreiche Spuren im Netz, die via Suchmaschinen und Montoring-Tools gefunden werden können. Es wird immer schwieriger, hierbei das Private vom Beruflichen zu trennen. Deshalb könnten einige kleine Blogger-Regeln künftig wie folgt lauten:

1. Blamiere Dich nicht.
2. Blamiere Deine Kunden nicht.
3. Blamiere Dein Unternehmen nicht.

>> CIO: Allgegenwärtiges Internet ­ Visionen vom Seoul Digital Forum
>> cyDome: Bernd Reder: Mit Funketiketten Waren und Kunden auf der Spur