Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

Blog-Inseln scheitern schnell

44 Sekunden Lesedauer

MEX-Blogger Robert Basic befürchtet, dass sich ein falsches Blog-Ethos unter den kommerziell orientierten Neu-Bloggern breitmachen könnte und gibt deshalb einige sinnvolle Ratschläge. Er legt neuen Corporate Blogger wärmstens ans Herz, dass

  • sie ihre Blog-Inspirationsquellen auch benennen sollten
  • diese verlinken sollten
  • ihre Ideen und Erfahrungen nicht verstecken, sondern via Blog publizieren
  • ihre gehortetes Wissen "armselig im Vergleich zur Schwarmintelligenz der Blogs" sei
  • sie sich eine Bloggerethik aneignen und diese veröffentlichen sollten

So richtig die Aussagen auch sein mögen, klingt es dennoch ein wenig naiv. Denn es ist fragwürdig, ob sich durch eine kleine Portion Cluetrain und wohlwollende Ratschläge tatsächlich geschäftstüchtige SEO’s von neuen Geschäftsmodellen abhalten lassen. Es wird sich in Zukunft zeigen, ob die Spam-Gefahr auch in Blogs überhand nimmt oder ob sich nur die Blogs im Google-Ranking-Spiel durchsetzen, die wirklich spannende und nutzwertige Inhalte anbieten.

Warum mit einer kleinen (Blog-)Insel drohen, auf der man einsam (linklos) verhungere, weil kein anderer Blogger davon Notiz nimmt, was im neuen Corporate Blog geschieht… Letztlich scheint es somit doch durchaus funktionierende Kräfte in der Blogsphäre zu geben. Wer gut schreibt, der bleibt. Wer hingegen 08/15-Inhalte produziert, dessen Blog verschwindet innerhalb der attrakiveren Vielfalt anderer Blogs.

Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

3 Replies to “Blog-Inseln scheitern schnell”

  1. es wird spannend sein zu beobachten, wann auch Du inhaltlich kopiert wirst, ohne daß Du von Kopie sprechen kannst. Da ein anderer PR Konkurrent eben nicht die Ideen hat, was er schreiben soll und sich die Themenanregungen von Dir holt, stetig, das mit seinen eigenen Worten etwas schmückt und fertig. Link zu Dir? Von wegen. Er schmarotzt quasi. Momentan sind solche Denkklau Tendenzen stärker zu beobachten, so klein auch die deutsche Blogosphere ist, so mehren sich bei mir die Klagen bestimmter Blogger, was man denn tun könnte dagegen. Nicht falsch verstehen: Gegen Ideenanregung und Inspiration wendet niemand was ein. Doch Themen von konkurrenznahen Blog ständig sehr eng aufzugreifen, spricht nicht für eine gute Ethik.
    Ob nun SEO Spammer das so oder so aufgreifen, ist ein zweites Thema. Das ist aber zu trennen von der Thematik „Themenklau“.
    Ein weiteres Ding wird auch noch kommen: Was, wenn sich einer auch PR Blogger nennt? Du selbst wirst vermehrt nicht als Klaus Eck oder Econcon wahrgenommen, sondern als PR Blogger. Was hindert mich daran, PR Blogger zu verwenden und auf Deiner Welle zu reiten? Diese Bloglabels werden wahnsinnig unterschätzt mE.

  2. Interessanter Punkt, der dem Ganzen noch eine neue Richtung gibt. Inwieweit bilden Blogs schon eigene Marken?
    Von Schmarotzer und Denkklau würde ich gar nicht einmal sprechen… Ich glaube noch nicht einmal, dass Wissenträger ihr Know-how preisgeben, wenn sie es veröffentlichen. Ideen lassen sich deshalb kaum „kopieren“.
    Etwas mehr Transparenz tut uns allen gut. Sollen sie doch kopieren…, entscheidend ist doch die Wahrnehmung von außen. Außerdem gibt es noch das Urheberrecht und entsprechende Mittel gegen den Contentklau.

  3. „… eine kleine Portion Cluetrain …“
    Auf das Cluetrain-Manifesto wird ja momentan so oft hingewiesen, daß ich es mir endlich werde kaufen müssen (auch wenn man es online kostenlos lesen kann). Ein Buch ist ein Buch und eine Website kann ich nicht ins Regal stellen 🙂

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