buble arrow3

Blog-Inseln scheitern schnell

MEX-Blogger Robert Basic befürchtet, dass sich ein falsches Blog-Ethos unter den kommerziell orientierten Neu-Bloggern breitmachen könnte und gibt deshalb einige sinnvolle Ratschläge. Er legt neuen Corporate Blogger wärmstens ans Herz, dass

  • sie ihre Blog-Inspirationsquellen auch benennen sollten
  • diese verlinken sollten
  • ihre Ideen und Erfahrungen nicht verstecken, sondern via Blog publizieren
  • ihre gehortetes Wissen "armselig im Vergleich zur Schwarmintelligenz der Blogs" sei
  • sie sich eine Bloggerethik aneignen und diese veröffentlichen sollten

So richtig die Aussagen auch sein mögen, klingt es dennoch ein wenig naiv. Denn es ist fragwürdig, ob sich durch eine kleine Portion Cluetrain und wohlwollende Ratschläge tatsächlich geschäftstüchtige SEO’s von neuen Geschäftsmodellen abhalten lassen. Es wird sich in Zukunft zeigen, ob die Spam-Gefahr auch in Blogs überhand nimmt oder ob sich nur die Blogs im Google-Ranking-Spiel durchsetzen, die wirklich spannende und nutzwertige Inhalte anbieten.

Warum mit einer kleinen (Blog-)Insel drohen, auf der man einsam (linklos) verhungere, weil kein anderer Blogger davon Notiz nimmt, was im neuen Corporate Blog geschieht… Letztlich scheint es somit doch durchaus funktionierende Kräfte in der Blogsphäre zu geben. Wer gut schreibt, der bleibt. Wer hingegen 08/15-Inhalte produziert, dessen Blog verschwindet innerhalb der attrakiveren Vielfalt anderer Blogs.