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Soll man auf Blogangriffe aktiv reagieren?

Wer sich von Bloggern verunglimpft fühlt, muss sich das nicht unbedingt gefallen lassen, meint Joachim Graf, iBusiness-Herausgeber und Autor des lesenswerten iblogs. Er vertritt die Ansicht, dass sich bei einer Verleumdung oder Beleidigung durchaus die Gepflogenheiten aus dem Medienbereich übertragen lassen. Ideal sei es demnach: 

  • "Erstens: Auf der eigenen Seite die Vorwürfe richtig zu stellen
  • Zweitens: Jeden Blogger, der Falschinformationen verbreitet, höflich aufzufordern, diese zu empfehlen (entfernen)
  • Drittens: Gegendarstellungsrecht in Anspruch zu nehmen
  • Viertens: Einen Anwalt einzustellen" (Joachim Graf im iBlog – das Blog zu interaktivem Business)

Eine nicht ganz unerhebliche Rolle dürfte allerdings dabei der
Charakter eines Weblogs spielen. Zudem könnte eine juristische Maßnahme
auch eine unerwünschte öffentliche Wirkung entfalten und einer
Verunglimpfung noch mehr Aufmerksamkeit verleihen, zumal darauf einige
Blogger sofort reagieren dürften. Dennoch teile ich die Ansicht, dass
die vier Punkte im Fall der Fälle durchaus überlegenswert sind und
zumindest geprüft werden sollten.

Der Münchner Rechtsanwalt Arne Trautmann meinte vor einiger Zeit im PR Blogger, dass Unternehmen eine Abmahnung
mit der Aufforderung zur Beseitigung der
Texte und einer künftigen Unterlassung jederzeit stellen können.
Fraglich sei es jedoch, ob sich diese immer juristisch durchsetzen
lasse. Das hänge letztlich davon ab, wie sorgfältig ein
Blogger zuvor recherchiert habe. Im anderen Falle drohen Bloggern
durchaus hohe Strafen.

>> Arne Trautmann im PR-Blogger-Interview:  Juristische Lehren aus dem Fall Jamba