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Insolvent und sprachlos

Still und leise stellten sie ihren Insolvenzantrag, so liest man nun über das IT-Unternehmen Media Professionals in den einschlägigen Medien. Vorab vermittelten uns einige Blogger einen ersten  Eindruck von der Krise eines der bekannteren Münchner New Economy Unternehmen. Wo sind nun aber all die Verantwortlichen, wer stellt sich den Journalisten und Interessierten für Fragen zur Verfügung?

Im Rausch des New-Economy-Booms war das Unternehmen gestartet, um der
Medienbranche erstklassige Infrastruktur für ihre Auftritte im Web
zu bieten:

"Media Professionals stellt hierfür ausgewählte
Spitzentechnologie bereit, die unabhängig von Plattformen und
Netzwerk-Infrastrukturen höchste Performance bietet und gleichzeitig
Investitionsrisiken mindert", war bis vor kurzem auf der Homepage der
AG zu lesen. Dass sich diese Versprechungen als Luftblasen
herausstellen, bekommen einige ihrer Kunden offensichtlich schmerzhaft zu spüren.

Keiner ist mehr da, keiner weiß etwas. Ich habe selbst lange Zeit als Dienstleister für Media
Professionals gearbeitet, mir tut es deshalb um das Unternehmen sehr Leid. Aber
was nun gespielt wird, ist für mich als frühere PR-Verantwortliche
nicht mehr nachvollziehbar. Glauben die Verantwortlichen im Ernst
daran, dass sich keiner für die Insolvenz interessiert? Wie wollen sie
weiterabeiten können, wenn sie nicht zu Krisen stehen können? Wieso nutzen Unternehmen wie Media Professionals in der Krise keine Experten für die Krisen-Kommunikation? Ist es wirklich so einfach, zu gehen und nichts weiter zu sagen?  Fragen über Fragen, die keiner mehr beantworten kann, denn es ist ja keiner mehr da bei MP, die Lichter sind aus.

>> Heise: Verlags-Provider Media Professionals pleite