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Pressesprecher bewerten Journalisten

"Dürfen Pressesprecher Journalisten bewerten?" So lautet die Überschrift eines Interviews auf journalismus.com mit dem Präsidenten des Bundesverbands deutscher Pressesprecher (BdP), Lars Großkurth. Denn heute abend vergibt der Verband auf dem Kommunikationskongress zwei neue Journalistenpreise, berichtet journalismus.com:

"Während mit dem Preis "Goldener Apfel" eine "Glanzleistung des Journalismus" ausgezeichnet werden soll, droht dem Preisträger des "Faulen Apfel" die öffentliche Brandmarkung als einer "Fehlleistung des Journalismus ": Den Faulen Apfel bekommt, "wer unsauber recherchiert, bewusst falsch gemeldet und unfundiert berichtet", so der BdP."

Irgendwie seltsam. Sicher, ein Preis für besonders gute Berichte kann motivieren, und Journalistenpreise gelten oftmals als eigenes PR-Instrument – sprich: Wer einen solchen auslobt erhofft sich natürlich, vom Glanz der guten Leistung zu profitieren. Doch wie ist das mit einem Negativ-Preis? Wenn diese Imageübertragung tatsächlich so funktioniert, überträgt sich dann auch das schlechte Image eines Negativ-Preises? Nominiert für den "Faulen Apfel" sind übrigens Beiträge von Redakteuren der Zeit, der FAZ und der BamS. Ob sich die PR-Branche damit einen Gefallen tut?