buble arrow1

Stimmen zum zehnten PR-Blogger-Geburtstag

Zehn Jahre sind vergangen, seit Klaus Eck den PR-Blogger ins Leben gerufen hat. Zehn Jahre, in denen sich in der digitalen Welt viel entwickelt und gewandelt hat. Zum ersten runden Geburtstag, einem ganz besonderen Jubiläum, lassen wir (ehemalige) Autoren und Interviewpartner zu Wort kommen.

Anika Geisel

AnikaGeisel10 Jahre PR-Blogger – mein Glückwunsch an das Redaktionsteam und natürlich an den Menschen, der bereits vor zehn Jahren das Bloggen für eine ziemlich gute Idee hielt, nämlich Klaus Eck. Ich selbst habe zahlreiche Artikel dort veröffentlicht, und bin darüber mit vielen interessanten Menschen ins Gespräch gekommen. Außerdem durfte ich den optischen Relaunch im letzten Jahr begleiten. Für mich ist der PR-Blogger immer noch die erste Informationsquelle im Social Media-Umfeld – und eine feste Institution in der Branche. Viel Erfolg weiterhin!

Daniel Ackermann

DanielAckermannIch bin auf den PR-Blogger während meines Studiums aufmerksam geworden, spätestens ab dem 3. Semester war er dann meine erste Anlaufstelle zu Social Media im Unternehmenskontext. Ich verstehe den PR-Blogger nach wie vor als eine der besten deutschen Quellen für dieses Thema. Denn im Gegensatz zu „Newsticker“ Blogs findet hier eine intensivere Auseinandersetzung mit den Themen statt, wie das am aktuellen Beispiel Content-Marketing wieder zu beobachten ist.

Verena Schmunk

VerenaSchmunkDer PR Blogger war eine entscheidende Feder im Sprungbrett für meine Karriere in der digitalen Werbewelt. Durch meine Autorentätigkeit und die Mitarbeit als erste Praktikantin von Klaus konnte ich wertvolle Kontakte gewinnen, die mir bis zu meinem heutigen Job als Münchner Community Managerin bei Yelp von Nutzen sind. Klaus Eck hat mir par excellence gezeigt, dass „PR at home“ beginnt. Gratulation zum 10 Jährigen an dich lieber Klaus & dein gesamtes Team!

Stefanie Söhnchen

StefanieSöhnchenDer PR-Blogger ist für mich die erste Anlaufstelle, wenn es um strategische Digital Media Einsichten geht. Als Leserin schätze ich den professionellen Mix aus Sichtweisen und Kompetenzen, als Autorin schätze ich die Atmosphäre des Vordenkens und Pionierens. Deshalb: Happy Birthday, lieber PR-Blogger! Auf die nächsten 10 inspirierenden Jahre!

Christoph Bauer

ChristophBauerDem PR-Blogger habe ich vieles zu verdanken – zum einen, dass durch die frühe Beschäftigung mit dem Medium Blog und dem Themenkomplex Social Media meine berufliche Laufbahn maßgeblich geprägt wurde. Zum anderen bin ich sehr dankbar, dass ich als Praktikant schon die Möglichkeit bekam, mich in einem so reichweitenstarken Medium in innovativen Themenfeldern auszutoben und Lob als auch Häme zu spüren bekam. In diesem Sinne: Auf die nächsten 10 Jahre!

Heike Bedrich

HeikeBedrichTalismanHappy Birthday, lieber PR-Blogger! Ich kann mich noch gut an die ersten „Geburtsmomente“ erinnern, wie Klaus seine ersten Beiträge schrieb und wie Doris, Kira und ich alle staunend das neue Magazin im Internet betrachteten. Bloggen, es war damals ja so aufregend (und ist es heute immer noch!). Kurze Zeit später, ich glaube es war im Frühjahr 2005, startete ich ebenfalls mit meinen ersten Posts. Ich schrieb fünf Jahre lang für den PR-Blogger, vor allem zu den Themen PR & Marketing, Big Data und Social Media. Ich kann mich noch gut an die Beiträge zum PR-Mitarbeiter 2.0 erinnern. Auf diese Beiträge haben so viele Menschen kommentiert, das war unglaublich. Der PR-Blogger hat sowieso die Branche und besonders bloggende PR-ler in den letzten Jahren auf eine ganz besondere Weise miteinander verbunden. 10 Jahre, was für eine Erfolgsgeschichte!

Thomas Pleil

ThomasPleilZehn Jahre PR-Blogger – was für eine Ewigkeit im Netz! Im Rückblick auf diese zehn Jahre nehme ich einen persönlichen Widerpruch wahr: Es ist ja in der Onlinekommunikation in dieser Zeit so unglaublich viel passiert: Facebook wurde erst langsam zum blauen Riesen, Youtube brachte auf breiter Front Bewegtbild ins Netz und dieses anfangs so seltsam wirkende Twitter wurde auch was Großes – während Podcasting, mit dem wir in schönster Brecht’scher Manier höchste Erwartungen hegten, denn doch ein Nischenthema geblieben ist. Doch trotz all dieser und vieler anderer Entwicklungen im Netz: Blogs sind mir irgendwie noch immer besonders wertvoll und mein Anker im Social Web.

Und an dieser Wahrnehmung haben auch der PR-Blogger und Klaus Eck einen Anteil. Denn als ich im Sommer 2004 meinen ersten wissenschaftlichen Artikel zur Bedeutung des Web 2.0 für die PR geschrieben habe, sind mir Klaus und eine Handvoll andere ständig begegnet. Das Besondere: Klaus war bei den ersten, die mir zunächst nur digital – eben in und durch Blogs – begegnet ist. Ich habe Klaus damals regelmäßig gelesen, mit ihm in den Kommentaren diskutiert, und irgendwann kam sein Vorschlag, ich könne doch auch im PR-Blogger schreiben – getroffen hatten wir uns bis dahin noch immer nicht. Ab Herbst 2004 war ich also Autor in einem Blog – ein Status, der fast 50 Posts lang anhielt, bis eigene Blogprojekte und andere Aufgaben mir dazu leider keine Zeit mehr ließen.

Doch durch das Schreiben im PR-Blogger habe ich mehreres gelernt: Natürlich, dass Bloggen Spaß macht – viel mehr aber, wie wertvoll es ist, Informationen zu teilen und aktuelle Themen mit Bekannten und Unbekannten, aber mit dem selben fachlichen Interesse, zu diskutieren. Und ganz ehrlich: Ohne das Bloggen hätte ich viele Menschen, die mir heute wichtig sind, nicht kennen gelernt, und ich hätte vieles, das für mich in der Lehre längst selbstverständlich ist, so nicht gewusst. Insofern gratuliere ich Klaus Eck an dieser Stelle nicht nur zu zehn Jahren PR-Blogger, sondern verbinde dies mit einem dicken „Dankeschön“ – auch im Namen meiner Studierenden!

Petra Sammer

PetraSammerZehn Jahre? Aber das kann doch gar nicht sein. Ich sehe mich noch im Löwenbräukeller mit Klaus Eck am Biertisch sitzen und über eNewsletter diskutieren, jenen Anfängen von eCommerce und eMarketing und damit auch den Anfängen des PR Bloggers. Im Gegensatz zu einem bayerischen Biergarten, der sich eigentlich nie verändert, hat sich die digitale Welt massiv gewandelt. Damals ging es um – aus heutiger Sicht – antik anmutende Tools wie Newsletter und Online-Abonmenten. Später kamen dann Corporate-Blogs dazu und heute ist die Palette an Tools und Taktiken, über die man sich auf dem PR-Blogger informieren kann schier unendlich.

Doch aus all den Ereignissen seither, muss ich eine kleine Geschichte hier loswerden, die mir für immer mit dem PR-Blogger in Erinnerung bleiben wird: Es gab eine Zeit, als Marketing und PR sich wie wild auf das Social Game „SecondLife“ stürzten. Und ich hatte zusammen mit dem Kollegen Lukas Adda gerade einen Award für die beste Online-Kampagne des Jahres gewonnen. Mit einem SecondLife-Projekt. Ja, ohne Witz! Grund genug für Klaus Eck und den PR-Blogger mich zu einer Blogparade zum Thema SecondLife einzuladen – obwohl man das früher nicht Blogparade nannte. „Kein Problem,“ sagte ich und versicherte meine Teilnahme. Kein Problem wäre es auch gewesen bis … ja bis ich nach einem Bild von mir gefragt wurde.

Nun, ein Portraitfoto hätte ich sofort zur Hand gehabt, aber ich wurde stattdessen um ein Foto meines Avatars in SecondLife gebeten. Wer in SecondLife mitspielen wollte, musste sich eine Spielfigur geben, einen Avatar. Dazu gab es ein Standardrepertoire, aus dem man auswählen konnte. Für Damen gab es zum Beispiel „Good Girl“ mit blonden Zöpfen oder „Bad Girl“ mit Tanktop dunklen Haaren. Da ich mich weder mit „Good“ noch „Bad“ anfreunden konnte, wählt ich eine Tierfigur. Einen lächerlichen Hoppelhasen. Nicht ahnend, dass ich aufgefordert werden könnte, mich mit diesem Avatar auf einer öffentlichen Plattform wie dem PR-Blogger zu outen. Das durfte auf keinen Fall passieren! Also versuchte ich schnell noch, meinen Avatar zu optimieren, um mich wenigsten ein bisschen seriös zu präsentieren.

Nach sechs Stunden und unendlicher Versuche, meinen Avatar irgendwie anzupassen und aufzuhübschen, gab ich schließlich verzweifelt auf und musste das Bild eines glatzköpfigen Hasen schicken, dem die Ohren abgefallen waren. Zumindest konnte ich das unvermeindliche Puscheschwänzchen loswerden. Klaus verzichtete dann netterweise auf die Abbildung dieser unwürdigen Kreatur. Doch seither hängt mein Avatar in dieser Unvollendung irgendwo rum – im SecondLife. Seither hat sich die digitale Welt weitergedreht. Gott sei Dank.

Doch Klaus Eck ist wie schon vor 10 Jahren mit dem gleichen Eifer und Vision – jetzt mit einem schlagkräftigen Team – in diesen Welten unterwegs. Und für mich ist es immer wieder ein Wunder, wo sie diese Ausgeglichenheit und Geduld hernehmen, um den nicht-enden-wollenden Fragen immer wieder Antwort zu geben. Es würde mich nicht wundern, wenn Klaus Eck und Team in den zahlreichen Workshops und Trainings dann einfach mal sagen: „Lesen Sie es doch selbst auf www.pr-blogger.de nach.“ Und Recht hätten sie. Ganz herzliche Gratulation zum 10!

Heinz Wittenbrink

HeinzWittenbrinkKlaus Eck hat mich 2011 gefragt, ob ich für den PR-Blogger schreiben möchte. Ich habe damals kurz gezögert, weil ich es nicht einmal schaffte, mein eigenes Blog einigermaßen regelmäßig fortzusetzen. Warum sollte ich da für den PR-Blogger schreiben, dessen Themen sich dazu noch mit meinen überlappen?

Ich habe dann festgestellt, dass ich für den PR-Blogger ganz anders schreibe als für mein eigenes Blog. Ein Blog ist nicht nur Ausdruck einer Person oder einer Gruppe. Wenn es gut ist, hat es seine eigene Logik, man könnte sagen: eine _Bloglinie_, so wie Magazine eine Blattlinie haben. Für mich ist der PR-Blogger ein Beispiel für ein Blog mit Linie. Diese Linie ergibt sich beim Schreiben. Sie ist nicht eine Regel, an die man sich hält oder halten muss.

Der _PR Blogger_ – das war für mich in seinen ersten Jahren sein Gründer, Klaus Eck. Inzwischen steht der Name für ein merkwürdiges Kollektiv, für einen Autor, oder für eine Autorin, die von ihrem Blog produziert wird, und auch für dieses Blog selbst. Das war vielleicht nicht so beabsichtigt, und es ist sicher nicht bei vielen Blogs gelungen. Der PR-Blogger ist, obwohl so viele bei ihm mitschreiben, ein Blog geblieben, ein immer improvisiertes, schnelles Produkt. Das ist wohl nur möglich, weil er einen Ton, eine Stimme gefunden hat, die man wiederkennt, und die auch die Autoren wiedererkennen und wiederfinden.

Aber sorry – ich philosophiere jetzt schon zu angestrengt über dieses Blog. Es ist unpathetisch und pragmatisch. Den größten Gefallen tut man ihm wohl, wenn man an ihm weiterschreibt. Und das verspreche ich
zu tun – öfter als in den letzten Jahren.

 

Bildnachweis: Daniel Ackermann, Verena Schmunk, Stefanie Söhnchen, Christoph Bauer, Heike Bedrich, Thomas Pleil, Petra Sammer, Heinz Wittenbrink, Shutterstock