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Morgenwelt 140: Freie Fahrt für die Bahn?

Gerade jetzt zu Weihnachten werden wir wieder überall daran erinnert: ‘Sharing is caring’. Ganz in diesem Sinne teilt die Deutsche Bahn jetzt wieder Informationen auf Facebook. Apps teilen sich in Zukunft Android und iOS, die schottischen Siri-Nutzer teilen der Welt in ihrem Akzent mit, warum sie sauer sind. Diese und andere Informationen teilt Ihnen die heutige Morgenwelt mit. Please share!

Die Bahn baut ihr Social Media-Streckennetz aus und ist ab heute wieder auf Facebook vertreten. Nach der misslungenen Kampagnen-Page für das Chef-Ticket, wird das seit sechs Monaten aktive Twitter-Team auch die Kommunikation auf Facebook betreuen. Mit den bisher gemachten Erfahrungen und monatelanger Planung für den neuen Facebook-Auftritt, fühlt sich die Bahn bereit für einen Dialog mit der breiten Masse.

Die Feuertaufe ist vorprogrammiert: Neben einem neuen Winterfahrplan wird die Bahn am Wochenende die Preise erhöhen. Doch die Bahn hat sich gewappnet: Das Team wurde auf 13 Mitarbeiter aufgestockt, bereits vorhandene sowie geplante Facebook-Apps sollen einen Teil der Anfragen von der Pinnwand abziehen und eine klar formulierte Netiquette gibt allzu unsachlichen Kommentaren die Freigabe zur Löschung. Mit der App Weihnachtswichtel soll die neue Präsenz beworben werden: Bis zum 24. Dezember können Fans täglich 5 Lose ziehen und damit ihre Freunde beschenken. Der Gewinn ist ein 30 Euro Ticket-Gutschein. Die Präsenz wird Mo-Fr von 6 bis 22 Uhr betreut, am Wochenende von 10 bis 22 Uhr. An den übrigen Zeiten steht eine Notbesetzung parat, falls “etwas Gravierendes passiert”, so Matthias Hüske auf der Website der Bahn.

Duell der Netzwerke: Die  Ergebnisse einer Befragung von 3.200 Facebook und Google+ Nutzern zeigt ein klares Bild, was das Verständnis für die beiden Social Networks angeht: Facebook wird mit besseren Chat-Funktionen und mit mehr Spaß an der Nutzung bewertet, auch sei es “Trendiger” als Google+. Der Konkurrent kann mit besseren Privatsphäre-Einstellungen, übersichtlicher Gestaltung, einer höheren Eignung für Geschäftliches und mit der als besser empfundenen Benutzerführung punkten. Fasst man die Ergebnisse zusammen, lassen sie sich grob in “Fun vs. Usability” bezeichnen, wie es der Studien-Ersteller Fittkau & Maaß getan hat. Angesichts der zuvor bestehenden Dominanz von Facebook ist auch ein weiteres Ergebnis erstaunlich: Bei der Nennung des favorisierten Netzwerks herrscht nahezu Gleichstand. Es sieht so aus, als hätten sich die offiziell ausgeschriebenen Usability-Tests von Google bezahlt gemacht. Letztendlich wird es aber darauf ankommen, ob zu den Social Media Enthusiasten, Techies und Marketers, auch die breite Masse einen Wechsel wagt – und die fühlt sich bei Facebook offensichtlich noch ziemlich gut aufgehoben.

Bildschön: Instragram, das etwas andere social photosharing Programm soll es bald auch für Android-Handys geben. Damit sind die Zeiten, in denen iPhone-Besitzer das Social-Snapshot Monopol hatten, vorbei.

Abonniert: Seit September 2011 haben User die Möglichkeit Facebook-Updates von Prominenten, Journalisten und anderen Personen in ihren Stream zu integrieren, indem sie sie ‚abonnieren‘. Jetzt plant Facebook den ‚Abonnieren‘-Button für Webseiten zu launchen. Das hieße: Firmen, die auf Facebook vertreten sind, könnten direkt auf ihrer Unternehmenswebsite den Button integrieren und User müssten sie so nicht mehr auf Facebook direkt suchen. Also quasi wie ein Facebook-RSS-Feed.

Ausgesprochen: Siri, die Spracherkennungssoftware im neuen iPhone 4S, hat die Technologie-Welt in Erstaunen versetzt, ja, sogar digitale Hochzeitsanträge bekommen. Doch jetzt ist klar: Siri kommuniziert nicht einfach so mit jedem. Inzwischen gibt es eine Bandbreite an schottischen Siri-Frustrierten, die ihrem Unmut in YouTube-Videos Luft machen, denn Siri versteht ihren Akzent nicht. Sogar BBC Schottland hat das schon humoristisch aufgearbeitet – mit der Hoffnung auf Dialogbereitschaft in der Zukunft.

Going viral: Wann wird Web-Content als „viral“ bezeichnet? In erster Linie dann, wenn er massiv von den Onlinern verbreitet wird. Was sind die Voraussetzungen dafür? Und weshalb teilen wir virale Inhalte mit unseren Kontakten? Antworten darauf gibt die folgende Infografik von ProBlogger:

Bildquellen: Shutterstock, Deutsche Bahn, Fittkau & Maaß, MashableProBlogger