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Morgenwelt 95: Verpixelte Nachbarn

Foto by Sign Language Ltd Nun ist es also so weit: „Streetview auch in Ihrer Stadt“. Naja – zumindest, wenn Sie in einer der auserwählten 20 Städte leben. Aber auch in denen scheint es keine lückenlose Abdeckung zu geben. Durch welche Städte Sie jetzt virtuell schlendern können, was der Aldigator für ein Tier ist und warum die Schloßallee auf einmal Facebook heißt, lesen Sie in der heutigen Morgenwelt.

Pixelstadt: Googles Streetview ist nun auch offiziell in 20 deutschen Städten gestartet. Wer also in Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt/Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart oder Wuppertal lebt, kann jetzt seine Nachbarschaft erkunden. Und natürlich auch schauen, welcher Nachbar lieber nicht zu sehen sein will. Die Oberstaufener konnten das ja schon ein bisschen früher. Allerdings scheinen die Städte nicht wirklich komplett abgebildet zu sein. Meine alte Heimatstraße haben sie zum Beispiel ausgelassen. Warum auch immer…

Morgenwelt95_qrcode Pixelbild: Ab und zu lässt sich ein QR-Code auf einem Plakat, einer Visitenkarte oder gar einer Website finden. Wirklich durchgesetzt hat sich der Service (bis jetzt) aber nicht wirklich. Vielleicht kommt die Zeit der QR-Codes ja noch. Wer dafür vorsorgen und sich seinen eigenen Code erstellen will, dem hilft goQR.me weiter. Hier können Sie per Pixelbild sowohl Textnachrichten hinterlegen, Links verbreiten, vorgefertigte SMS-Nachrichten verschicken oder gar Anrufe initiieren.

Nikolaus: Die Panorama Hotels Hamburg beglücken über Facebook Hamburgs Kindergartenkinder. Für jeden neuen Nutzer, der bis zum 04. Dezember Fan auf Facebook wird, überrascht die Hotelkette ein Kind mit einem Nikolausgeschenk. Wer Hamburgs Kinderaugen strahlen sehen will, sollte also schnell auf „gefällt mir“ klicken.

Kürzer: Mit „twi.si“ gibt es einen neuen URL-Shortener, „der speziell für Twitter entwickelt wurde“, wie Tweetnews schreibt. Nach der Anmeldung via Twitter lässt sich die Adresse verkürzen, mit einem Kommentar versehen und gleich tweeten. Für Menschen, die noch ganz „oldschool“ direkt übers Web twittern, sicher eine nützliche Seite, um Links einfach zu teilen.

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FB-Mail: Mark Zuckerberg kündigt einen eigenen Mail-Dienst an und erst einmal geht ein Aufschrei durch das Web-Land. Dann stellt sich heraus: Doch nicht so ein großes Ding, wie es vorher über diverse Medien verbreitet wurde, „kein GMail-Killer“. Also kein Angriff auf Google. Oder doch? Die Art der Kommunikation soll sich mit „Facebook Messages“ auf jeden Fall ändern, sagt Zuckerberg. Naja, schauen wir mal. Ein Invite kann auf jeden Fall bereits „beantragt“ werden.

Meme: Letztes Wochenende freute sich die Twittergemeinde über gleich zwei „Events“. Auf der einen Seite machte der Politiker „Axel E. Fischer“ auf sich aufmerksam, als er ein „Vermummungsverbot im Internet“ forderte. Daraufhin kam es zu kreativen Vorschlägen der Community, was er denn noch so alles fordern könnte. Eine kleine Übersicht über die lustigsten Ideen hat netzpolitik verbloggt, eine etwas ausführlichere Liste gibt es bei Norbert Hense. Zusätzlich tauchten plötzlich „Einbuchstabentiere“ auf. Was es neben „Aldigator“, „BILDschwein“ oder auch „Paninchen (sammelt Bilder)“ noch so gab, hat Mathias Roskos versucht zusammenzufassen.

Bewertung: Auch Google hat einen neuen Service gestartet. Mit Hotpot sollen User Geschäfte und Orte bewerten und diese Bewertungen dann mit anderen teilen. Eine Kampfansage an Dienste wie Qype, Yelp und Co. Hotpot lernt bei stetiger Benutzung dazu und liefert dann für den User relevante Orte in der Nähe. Außerdem kann sich der Nutzer mit seinen Freunden vernetzen und sich deren Empfehlungen anschauen. Netzwertig sieht darin allerdings nur einen weiteren Versuch, „einen Webservice zu etablieren, der sukzessive ein soziales Netzwerk zwischen den Usern spinnen soll“ und sieht Parallelen zu „erfolglosen Projekten“ wie Orkut, Wave oder Buzz.

Social Game: Flowtown hat sich gedacht, es wäre an der Zeit für eine „Social Media-Ausgabe“ vom beliebten Brettspiel Monopoly. Parkstraße und Schloßallee werden zum Beispiel von YouTube und Facebook repräsentiert und anstatt ins Gefängnis geht es in „The Real World“. Lustige Idee, wir hoffen auf baldige Umsetzung!

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Geheim: Ja, auch Twitter arbeitet mit einem Bewertungstool, mit dem zum Beispiel die „Who to follow“-Empfehlungen generiert werden. Eine kleine Gruppe von Usern wurde bereits zum Test der Analyse-Software eingeladen. Mashable gehört zu den ersten Auserwählten und stellt das Tool seinen Lesern vor. Die große Masse soll laut TechCrunch wohl Ende des Jahres in den Genuss kommen.

Unser Tweet der Woche:

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Jochen Hencke (@schneeengel)

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Bildquelle: Flickr (CC-Lizenz, Foto by Sign Language Ltd), Flowtown

  • Interessantes Monopoly… Nur Myspace mehr wert als WordPress?
    Ich hätte da noch ein paar Ideen für Aktionskarten:
    „Sie verlieren 50 Plätze im Google-Ranking und rücken vor auf Facebook, um dort Werbung für 1.000.000 € zu schalten.“

  • Klasse, das Monopoly-Design, wäre es schon im Handel oder käme es tatsächlich raus, dann könnte ich es mir als ideales (Weihnachts-)geschenk für so manchen Social-Media-Fan vorstellen!
    Obwohl, in meinem Verwandten- und Bekanntenkreis, den es zu beschenken gilt, gäbe es nicht mal eine Handvoll Leute, die die Namen der Firmen kennen und die Anspielungen verstehen 🙁