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Morgenwelt 55: Twitter-Echtzeit-Suche bald bei Google und Bing

Das Suchen wird schneller und besser, glaubt man den Ankündigungen von Google und Microsoft. Wie glaubwürdig Printmedien im Vergleich zu ihren digitalen Vettern sind, darauf gibt es einige Antworten in dieser Morgenwelt. Zudem erfahren Sie, warum es den 5 Milliardensten Tweet gab, aber nun nicht mehr gibt und können sich gleich doppelt für das kreative Schaffen inspirieren lassen.

Realtime-Web: Die Echtzeitsuche wird sehr viel wichtiger. Das ist noch einmal durch die Kooperationen von Microsoft (Bing) und Google mit Twitter deutlich geworden. 

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Beide Konzerne haben gestern eine entsprechende Zusammenarbeit bestätigt. Am meisten profitieren dürfte von den neuen Koalitionen Twitter selbst, dass damit vermutlich erste relevante Einnahmen erzielen wird. Für die Suchenden heißt das in erster Linie, dass Sie in Kürze nicht nur häufiger auf Twitter-Artikel treffen könnten, sondern zudem von den menschlichen Filtern profitieren werden. Schon jetzt können Sie auf Twazzup sehen, wie die auf Twitter gesetzten Links sich sinnvoll auswerten und den Suchmaschinenergebnissen hinzugefügt werden könnten. Auf Bing ist es bereits möglich, Twitter direkt zu durchsuchen. Allerdings ist es dabei notwendig, auf Bing USA zu wechseln.

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1600 Social Media Beispiele: Wer auf der Suche nach Inspiration ist oder sich einen Überblick darüber verschaffen will, welche Unternehmen Social Media in irgendeiner Form nutzen, der wird Gefallen am Wiki für Social Media Marketing Beispiele finden. Über 1600 Beispiele sind dort mittlerweile zusammengekommen und stellen einen guten Ausgangspunkt für diverse Recherchen dar.

Medien & Vertrauen: Laut einer neuen TNS-Emnid Studie zum "Informationsverhalten 2.0" ändert sich – wenig überraschend – die Bedeutung der Printmedien. Ein wichtiger Aspekt der Medienrezeption ist das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit, die das jeweilige Medium besitzt. Die Studie zeigt in dieser Hinsicht einen deutlichen Wandel. Denn während bei den über 50-Jährigen 63 Prozent Informationen aus Print generell glaubwürdiger bewerten, als solche aus dem Netz, können 70 Prozent der unter 30-Jährigen diese Einstellung nicht mehr nachvollziehen. Von TNS-Emnid heißt es dazu: 

"Der Vergleich nach Altersgruppen in Bezug auf die Vertrauenswürdigkeit klassischer Medien gleicht einer Chronologie des Bedeutungsverlusts."

Kreativwelle: Während sich manch einer fragt, wozu Googles neuester Streich "Wave" eigentlich gut sein soll, schaffen kreative Youtuber Fakten. Problemlos stellen sie unter Beweis: Wave ist ganz großes Kino!

Tweet-Destruktion: Am 19. Oktober schrieb Robin Sloan Twitterupdate Nummer 5.000.000.000. "Oh Lord.", lautete der Jubiläumstweet. Doch schon am Dienstag entschloss sich Sloan, ihn wieder zu löschen und inszeniert daraus ein Minispektakel. Er schreibt: 

"The only thing more awesome than the creation of THE PENTAGIGATWEET is its destruction. So, on Tuesday night I will delete tweet 5×10^9 thus releasing the power of THE NECROPENTAGIGATWEET. Horrifying details to come. #digital #occult"

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Werber-Lifestyle: Die W&V kündigt mit W&V Society ein eigenes Lifestlyeformat an und steht schon in der Kritik, obwohl das erste Heft noch gar nicht im Laden steht. Eine simple Googlesuche genügt, um ausreichend negatives Feedback aufzutun. Konkret lautet der Vorwurf, das Konzept sei abgekupfert von Clap

Engagement: Procter & Gamble führt ein neues System der Werbebezahlung ein, das auf Engagement basiert. Das Konzept sieht vor, den Publishern mehr Geld zu bezahlen, wenn ein Kunde nicht nur auf eine Anzeige klickt, sondern darüber hinaus zusätzliche Konversionsziele erfüllt, die Engagement ausdrücken. Dies kann Beispiel die Anmeldung für einen Newsletter, das Spielen eines Flashgames oder ähnliches sein.

Virtuelle Welten: Der einstige Hype um Second Life ist lange vorüber, doch als Nische existiert die virtuelle Welt weiter. Laut eigener Aussage sogar profitabel. Nun will Linden Labs zielgerichteter als bisher Business-Kunden ansprechen und die Plattform verstärkt als Konkurrenz zur realen Konferenz positionieren. Ab November wird es Unternehmen möglich sein, Konferenzräume in geschützten Bereichen hinter der eigenen Firewall einzurichten. In Zeiten der allgemeinen Einsparungen könnte das Konzept durchaus aufgehen, aber vom Mainstream ist es weit entfernt.

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Klaus Eck

  • http://profile.typepad.com/6p0120a669bb70970c Ragnar Heil

    http://www.bing.com/twitter ist seit gestern online. man muss jedoch noch Bing auf “USA” rechts oben umschalten.