„Wir möchten gerne etwas mit Influencern machen“, mit dieser Aussage sind wir bei Kundengesprächen immer öfter konfrontiert. Wenn es um Reichweite, Glaubwürdigkeit und Authentizität geht, ist das auch sicher zur Zeit der richtige Ansatz. Welche Grundvoraussetzungen es für gutes Influencer Marketing und nachhaltige Influencer Relations braucht, lesen Sie im folgenden Artikel.
Immer weniger Sichtbarkeit für Markeninhalte
Gerade nach der letzten Ankündigung von Facebook, Inhalte von Freunden noch stärker im Newsfeed hervorzuheben und Markeninhalten weniger Sichtbarkeit zu geben, ist es sicher auch sinnvoll, über Influencer nachzudenken. Sie werden von ihren Fans oft als eine Art Freundin oder Freund wahrgenommen. Als eine Person, der man vertraut. Vermitteln sie doch durch ihre starke Präsenz ein Gefühl der Nahbarkeit. Doch bevor ein Unternehmen mit Influencer Marketing und Relations anfängt, sollte es gewisse Hausaufgaben machen.
„Alle“ ist keine Zielgruppe
Wen möchte ich überhaupt mit Influencer Marketing und Relations erreichen – wer ist meine Zielgruppe? Je genauer ich das definieren kann, desto leichter fällt es, die richtigen Influencer und Kanäle zu finden. Mit was beschäftigt sich die Zielgruppe, wo hält sie sich primär auf, wo und womit kann ich sie abholen, vor welchen Problemen steht sie und wie kann ich diese Probleme lösen? Wie sieht meine aktuelle Käuferschicht aus und stimmt die Käuferschicht überhaupt mit meiner gewünschten Zielgruppe überein? Möchte ich vielleicht neue Zielgruppen erschließen? „Alle“ ist einfach keine Zielgruppen-Definition!
Worum geht es mir überhaupt?
Was möchte ich mit einer Kampagne oder Influencer Relations erreichen – was sind meine Ziele? Geht es um Aufmerksamkeit, Interaktion, Leads? Auch diese Entscheidung nimmt Einfluss auf die Wahl der Influencer. Und wenn die Ziele nicht klar definiert sind, wie soll dann überwacht werden, ob ich meine Ressourcen sinnvoll eingesetzt habe? Überwachen Sie regelmäßig Ihre Ziele, passen Sie sie an neue Gegebenheiten an
Influencer Marketing nachhaltig gestalten
Geht es mir um einen kurzfristigen Peak oder möchte ich langfristig meine Position stärken? Prinzipiell sollte es eigentlich immer um langfristige Beziehungen gehen und wenn diese Nachhaltigkeit vernünftig geplant wird, braucht es dafür auch nicht ein riesen Budget. Einfach mal überlegen, was die eigene Marke außer Geld noch zu bieten hat, wie z.B. spezielle Events, Experten oder natürlich auch Produkte. Und schließen Sie sich nicht in Ihrem Büro ein, gehen Sie auf Events, auf denen auch Ihre Influencer sind, zeigen Sie sich, vernetzen Sie sich offline. Beweisen Sie Kompetenz: Eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe funktioniert einfach besser!
Und wer kümmert sich jetzt darum?
Welche Ressourcen habe ich? Selbst wenn die Hausaufgaben gemacht wurden, ist es nicht damit getan, den Influencern Geld in die Hand zu drücken und zu sagen: Macht mal! Sie sollten als Partner und nicht als Litfaßsäule gesehen werden. Und Partner brauchen Aufmerksamkeit und Pflege. Es sollte eine persönliche Anlaufstelle für sie da sein und diese sollte ihre Bedürfnisse und Wünsche verstehen. Genauso, wie Social Media an sich, ist auch das keine Praktikantenstelle!
Influencer nicht nur als pures Werbemittel sehen
Viele wollen derzeit von „diesen Influencern“ profitieren, die in aller Munde sind. Nur wenige machen sich aber Gedanken, wie sie Influencer Marketing und Influencer Relations strategisch angehen und damit auch nachhaltig gestalten können. Ein wichtiger Punkt ist, dass Influencer nicht einfach als Ersatz für Plakatwände, Onlinebanner oder Anzeigen gesehen werden dürfen. Der richtige Einsatz von Influencern hilft Marken, Botschaften glaubwürdiger zu kommunizieren (bzw. kommunizieren zu lassen) und gleichzeitig von der Authentizität, der Autorität und auch vom Image des Influencers zu profitieren.