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Video: Zeitgeist-Phänomen Selbstportraits in Social Media

Die Frisur und das Outfit sitzen und auch sonst ist das einfach der perfekte Moment? Dann nichts wie Kamera (oder Handy) gezückt und schnell alles festgehalten. Profilbilder auf Social Media zeigen uns, wie wir von der Welt gesehen werden wollen – Selbstinszenierung pur.

Laura Piantoni und Sabine Irrgang (Gofresh) haben genau dieses Phänomen der Selbstportraits als Mittel des Persönlichkeitsausdrucks bemerkt und Millionen von Profilbildern auf Facebook auf der Suche nach den „Perlen“ durchgeschaut.

Das Resultat ihrer Suche nach den Meistern der Selbstinszenierung kann im Bildband „Social Network Photography“ genauer unter die Lupe genommen werden. Identifikationsflächen für den eigenen Profilbild-Stil gibt es dort unzählige.

„Fotografieren ist so einfach wie nie und deshalb zu einer neuen Form der Kommunikation geworden, die es so vor fünf oder zehn Jahren noch nicht gegeben hat,“ fasst Piantoni, die von Haus aus Künstlerin ist, zusammen.

„Allerdings ist es wohl manchen Nutzern nicht so ganz bewusst, dass sich das Internet alles merkt,“ sagt Irrgang und spielt damit auf besonders freizügige Selbstportraits an.

PR-Blogger TV hat die beiden Fotoscouts für ein Videointerview getroffen und dabei unter anderem herausgefunden, was Profilfotos künstlerisch wertvoll macht, warum ein sonst so kurzlebiges Fragment wie ein Profilfoto in ein Buch gehört und wie Deutsche mit der Selbstinszenierung in Internet umgehen.

Wir sind neugierig: Wie halten Sie es mit Ihren Profilfotos? Professionell oder leger? Viele oder nur ein paar?