Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

Medien-Trendmonitor 2010: Journalismus in einem neuen Informationszeitalter

1 Minuten Lesedauer

Haben Sie schon einmal versucht, via Twitter oder Facebook einen Journalisten zu erreichen? In manchen Fällen könnte das sogar schon funktionieren. Aber bisher ist es sicherlich immer noch mit der klassischen Pressemitteilung leichter. Aber das dürfte sich in Zukunft radikal ändern. Zumindest sollten Sie auch an die PR 2.0 denken und damit experimentieren.

Immerhin setzt schon mehr als jeder zweite Journalist bei der redaktionellen Arbeit auf Social Media Informationen. Das ergab die Umfrage "Medien-Trendmonitor 2010 – Journalismus in einem neuen Informationszeitalter" der dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor, an der sich knapp 2.700 Journalisten beteiligt haben. 

Relevanz - social media
Journalisten gestehen Social Media demnach inzwischen eine "hohe" (47 Prozent) oder gar "sehr hohe" Relevanz (acht Prozent) für die redaktionelle Arbeit zu. Trotzdem dürfen Sie nicht vergessen, dass es auch viele Skeptiker in den Redaktionen gibt. So schreibt ein gutes Drittel schreibt Twitter, Facebook & Co nur eine "geringe" (32 Prozent) oder sogar "gar keine" (drei Prozent) Relevanz zu. Doch das könnte ein Übergangsproblem bei der Einführung neuer Kommunikationsinstrumente sein. Denn beim journalistischen Nachwuchs zeigt sich, dass drei Viertel der Volontäre den Social Networks eine "hohe" oder sogar "sehr hohe" Relevanz einräumen ("hohe" 53 Prozent; "sehr hohe" 20 Prozent). Online-Journalisten arbeiten am meisten mit Twitter (56 Prozent). Sie sind gut bei Facebook vertreten (52 Prozent) und auf XING (49 Prozent) aktiv. 

Interessanterweise kam die Studie zu dem Ergebnis, dass selbst Journalisten, die bei Zeitschriften arbeiten und daher vermutlich eher konservativ sind, Twitter für sich nutzen (19 Prozent). Diese Zahl hat mich am meisten überrascht. 

Wie schätzen Sie die weitere Entwicklung ein? Können wir in Zukunft auch Journalisten sehr gut über Twitter und Facebook erreichen? Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?

via slideshare.net

>> news aktuell Blog: Journalisten brauchen Social Media, No future for Paid Content

Klaus Eck

Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

2 Replies to “Medien-Trendmonitor 2010: Journalismus in einem neuen Informationszeitalter”

  1. Als Journalist kann ich sagen: Vorsicht mit Twitter! Da wird viel geschrieben, behauptet und berichtet, was so nicht stimmt. Twitter taugt in meinen Augen nur dazu, dem Journalisten einen Eindruck von der Brisanz und Beliebhtheit eines Themas zu verschaffen und ein Gefühl für die öffentliche Meinung zu diesem Thema zu bekommen.

  2. Was ist Social Media? Ein individueller, unorganisierter Informationsfluss in mehr oder weniger abgegrenzten oder offenen Gruppen, der in der Regel nicht aus journalistisch bearbeiteten und professionell ausgewählten Inhalten besteht.
    Für Journalisten, die sich ihre Informationen schon immer aus dem sozialen Rauschen holten, interessantes Basismaterial, das durchaus Trends etc. erkennen lässt. Bei dem einen oder anderen Ereignis sind die neuen Social Medien auch schneller als die klassischen Kanäle, doch wer verlässliche und recherchierte Nachrichten möchte, will diese aus professioneller Hand. Hier liegt wie bisher auch künftig die Chance des Journalismus.
    Tatsächlich ist auch nicht der Journalismus in der Krise, sondern die bisherigen Verbreitungswege und Geschäftsmodelle. Es kann nicht der Weg sein, hochwertigen Content weiterhin auf lange Sicht inflationär kostenlos zu verschleudern als hätte er keinen Wert.

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