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Facebook führt externe Fanboxen ein

Facebook Fanseiten stellen ein oftmals unterschätztes Tool zum Dialog mit interessierten Nutzern innerhalb des Freundesnetzwerks dar. Ob man die Seiten für Organisationen, Musiker oder Produkte wie Coca Cola nutzt ist dabei unerheblich. Die Möglichkeit für Fans, auf der Fanpage mit Inhalten und anderen Fans in Kontakt zu treten, sowie sie zu bewerten und zu teilen, wird besonders bei Social Media Kampagnen, wie wir sie zur Zeit bei dem Film "Brüno" erleben, exzessiv genutzt. Mit einem Klick wird man "Fan" einer Seite und bekommt wichtige Neuigkeiten direkt an die virtuelle Türschwelle geliefert. Eine Art "Following-System" im Netzwerk wird somit ermöglicht und bietet großes Potential Fans und Kunden stetig am Laufenden zu halten.

Durch die Einführung der Facebook Fan Box werden diese Funktionalitäten auch außerhalb von Facebook integrierbar gemacht: In einem Blogpost auf dem Facebook Blog wurde die Neuerung vor kurzem vorgestellt. Durch die Implementation einer "Facebook Fan Box" wird es möglich auf externen Webseiten die Streams und Updates der verschiedensten Fanseiten darzustellen. Sei es der Fan, der die verehrte Rockband im Blog unterbringt oder die Firma, die die neuesten Firmennachrichten auf diese Weise auf die Webseite bringt. Populäre Beispiele, wie zum Beispiel der WWF, Coca-Cola oder die Band "Kings of Leon" haben schon von der neuen Möglichkeit gebrauch gemacht:

Der Sinn dahinter ist eindeutig: Man bringt die vormals Facebook-exklusiven Inhalte auf Webseiten, die nichts mit dem Social Network zu tun haben. Man distribuiert Content nun auch außerhalb des eigenen Dunstkreises und kann damit sehr viel gezielter Interessenten ansprechen. Und dadurch, dass man mit einem Klick Fan werden kann, entdeckt man beim Surfen eventuell viele kleine Fangruppen und Inhalte, von denen man sonst nie gehört hätte.

Einen kleinen Haken hat das Ganze allerdings: Man kann den Code, der nötig ist, um die Fanboxen auf Webseiten einzubinden, nur als Administrator oder Moderator einer Fangruppe beziehen – Fans können also nicht selber zur Tat schreiten und wild drauf los distribuieren. Für mich keine plausible Entscheidung von Seiten Facebook.

Wir werden in der Zukunft noch viele solcher Schritte sehen – Facebook hat verstanden, dass Plattformexklusivität nicht immer der Schlüssel zum Erfolg ist, sondern dass eine bloße Co-Präsenz oftmals schon ausreicht um die Leute früher oder später auf die eigene Plattform zu ziehen – sofern sie Mehrwert bietet.

Christoph Bauer

>> Facebook Blog: Get Updates on Your Favorite Celebs and Organizations Across the Web
>> Facebook Developers Blog: Turning Website Visitors into Facebook Fans with the Fan Box