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11 Twitter-Tipps: Warum ich nicht jedem auf Twitter folge

Angenommen jeder meiner Twitter-Friends schreibt im Durchschnitt rund 10 Tweets am Tag, dann erhalte ich rund 13.000 Microblogging-Nachrichten. Das ist eine ganze Menge und eine kolossale Überforderung im Medienkonsum – vor allem während der Arbeitszeit. Aus diesem Grunde lese ich natürlich nur eine kleine Auswahl, nutze die Directmessages auf Twitter intensiv und achte vor allem auf spannende Influencer, die meine mir vertrauten menschlichen Filter sind und mir viele Suchen ersparen. Dazu gruppiere ich viele meiner Follower nach Themen und entscheide aufgrund meines vorhandenen Zeitbudgets, wem ich wann wie viel Aufmerksamkeit schenke. 

Zum Glück verpasse ich dank Twazzup – aber auch Friendfeed – wenig. Beide Aggregatoren und Suchmaschinen zeigen mir sehr schnell und übersichtlich die spannendsten Online-Diskussionen. Trotz allem führt mit der Zeit kein Weg daran vorbei, hin und wieder die abonnierten Tweets zu hinterfragen; denn es gibt immer wieder neue tolle Twitterer, denen ich gerne followe. Ansonsten steigt die Zahl der potentiell zu lesenden Tweets ins Unermessliche.

Am besten sollten Sie es daher nie persönlich nehmen, wenn jemand nicht mehr Ihren Tweets vertraut und Sie unfollowed. Es kann viele Gründe geben, den eigenen Twitterkonsum einzuschränken; nennen wir es Arbeit. Oder es liegt einfach daran, dass wir interessegeleitet Twitterabonnements eingehen. Je privater viele Inhalte werden, desto eher wirken Sie auf mich persönlich abschreckend. Denn wie viele persönliche Informationen ertragen Sie wirklich? Schon wenn Sie einigen 100 Twitterern folgen, wird das Gezwitscher schnell zu „laut“.

1. Wenn jemand mir auf Twitter folgt und dieses mir mehrmals mitteilt, ist das noch längst kein Grund, demjenigen zu followen. Es erhöht eher den Spam-Verdacht. Allzu schnell verliere ich ansonsten den Überblick im Twitterversum.

2. Selbst die Ansprache über ein @klauseck erhöht vielleicht Ihre Wahrnehmung, weil ich daraufhin Sie als Twitterer wahrnehmen kann, doch verführt mich das noch nicht zum Abonnieren Ihrer Tweets.

3. Viel wichtiger sind die Inhalte, die Sie in Ihren Tweets anzubieten haben. Wer allzu persönlich twittert, hält mich eher davon ab, seinen Tweets zu folgen, weil das nicht mehr kurzweilig zu lesen ist, sondern eher zu meinem Information Overload beitragen würde. Entscheidend für die Wahrnehmung sind immer Ihre letzten 3 bis 5 Twitter-Beiträge, sie sind gut sichtbar und werden von neuen Followern oder zumindest von mir angeschaut, bevor ich jemanden abonniere.

4. Selbst guten Bekannten und Freunden followe ich nicht unbedingt, wenn diese nicht über meine Themenwelten twittern, sondern lieber über persönliche Dinge schreiben. 

5. Oprah und Kutcher mögen viele Follower haben, ergehen sich in ihren Tweets dennoch eher in Banalitäten. Da ich nicht ihr Fan bin, stellt der sehr persönliche Input der Promis für mich (in diesen Fällen) keinen wirklichen Mehrwert da.

6. Derzeit entdecken zahlreiche Parteipolitiker das Twittern für sich. Das ist angesichts der vielen Wahlkämpfe sehr spannend, verführt mich aber dennoch nicht zum ständigen Polit-Abo, weil viele nur Allgemeinplätze und Selfpromotion zu bieten haben. Einzelnen folge ich testweise, um einen Einblick in deren Twittersphäre zu erhalte. 

7. Aus Forschungszwecken folge ich anfangs vielen aus Neugierde, die etwas prominenter sind oder mich angesprochen haben, um sie nach einiger Zeit wieder unzufollowen, wenn die Inhalte der Twitterer nicht mit meinen Interessen übereinstimmen.

8. Einige Support- oder Kundenservice-Twitterer schätze ich sehr, weil ich darüber bspw. erfahre, wann ich wieder auf mein Online-Präsentationstool Prezi oder auf meine E-Mails auf Gmail zugreifen kann. Die schnelle persönliche Information schafft sehr viel Vertrauen.

9. Influencern wie Journalisten und bekannten Bloggern folge ich gerne, weil ich auf deren Expertise vertraue oder mit ihnen gerne auch außerhalb von Twitter diskutiere.

10. Zu einigen Menschen habe ich gerne eine gewisse digitale Nähe, weil ich darüber leichter mit ihnen ins Gespräch kommen und selbiges mit mehr Vertrauen vertiefen kann. Da verstetigt das Social Networking sehr gut und macht es leichter, Geschäftsbeziehungen und Online Relations insgesamt auszubauen.

11. Jeder aktive Twitterer, dem ich followe, erhält von mir ein wenig Lesezeit: Nur leider wird diese immer begrenzt bleiben. Daher ist eine gewisse Auswahl bei der Followerschaft immer notwendig, ansonsten ist man gar nicht mehr in der Lage den Tweets der wichtigen Kontakte zu folgen.

Kennen Sie noch weitere Gründe, jemanden nicht zu folgen? Oder welche Kriterieren sind Ihnen bei einem Ihrer Twitter-Abonnements wichtig?

Klaus Eck