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Den Xing-Antworten vertrauen

Wer Mitglied im Businessnetzwerk XING ist, kann ab sofort seine Fragen direkt an sein persönliches Netzwerk stellen und Xing-News bewerten und kommentieren. Viele Nutzer probieren die neuen Funktionen aus, sodass Sie sich über folgende Ansicht in "Neues aus Ihrem Netzwerk" nicht wundern sollten:

1709-Mit den Neuerungen geht Xing stärker in Richtung Social Media und reagiert endlich auf die veränderten Nutzergewohnheiten des Web 2.0. Die Plattform unterstützt ab sofort Applikationen, die auf der OpenSocial-Schnittstelle basieren. Hierbei profitiert Xing von Socialmedian, das Anfang des Jahres Teil des deutschstämmigen Netzwerkes wurde. Damit erhält auch Xing einen neuen ständigen Strom an Informationen, die twitterähnlich deutlich machen, womit sich Xing-Mitglieder zurzeit beschäftigen. Selbst eine Anbindung von Twitter wird von Xing in Zukunft nicht mehr ganz ausgeschlossen.

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Mit den beiden neuen Anwendungen reagiert Xing auf das moderner wirkende Facebook mit seinen rund 200 Millionen Mitgliedern. Eine News-Applikation steigert die Interaktion im Netzwerk. „XING News“. Sie ermöglicht es, Nachrichten nach der Relevanz im eigenen Kontaktnetz zu sortieren oder aber die beliebtesten Artikel auf Xing generell anzuzeigen. Eine Kommentar- und Weiterleitungsfunktion sowie zahlreiche mögliche Kategorisierungen runden die Applikation ab. Die Xing-Applikationen können Sie direkt auf Ihrer Xing-Startseite integrieren.

Bei der zweiten Innovation handelt es sich um „XING-Mitglieder fragen“. Diese Anwendung soll es möglich machen, Stimmungsbilder zu bestimmten Themen innerhalb der Xing-Community zu erhalten – ein netzwerkinternes Crowdsourcing-Tool sozusagen.

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Bei den Einstellungen der Xing-Applikationen können Sie festlegen, ob Ihre Kontakte über Ihre Fragen und Antworten informiert werden oder nicht. Standardmäßig ist alles angekreuzt, weil die Interaktivität auf Xing gefördert werden soll.

Ich bin gespannt, wie die "Xing Mitglieder Fragen" insgesamt angenommen wird. Großes Potential bietet die Funktionalität in jedem Falle, weil sie es vielen Xinglern erspart, sich durch die Gruppen/Foren durchzuarbeiten. Stattdessen kann jeder Nutzer seine Frage gezielt an seine Kontakte (oder auch breit gestreut) stellen und auf hochwertige Antworten hoffen. Anfangs werden viele mit den Xing-Applikationen spielerisch umgehen, um sie auf deren Nutzwert zu testen. Doch je mehr Fragen wir erhalten, desto schneller könnte das ermüden. Deshalb kommt es auch auf die jeweilige Fragestellung und den Fragesteller an. 

Sehr schnell kann sich Ihr neuer Xing-Input auf Ihre Online-Reputation auswirken, deshalb verschonen Sie lieber Ihr persönliches Netzwerk mit nervigen, aber lustig gemeinten Anfragen und konzentrieren Sie sich auf Ihr Business. Ansonsten verärgern Sie alle anderen. Letztlich ist das Internet immer noch weitgehend ironiefrei. Missverständnisse entstehen allzu schnell.

Zudem müssen Sie nach einer Frage auch mit Antworten rechnen, die alle in Ihren Xing-Mail-Account auflaufen und verwaltet werden müssen. Das macht den Informationoverload sicher nicht geringer, wenn die Relevanz fehlen sollte.

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Andererseits werden Sie genau darauf achten, wer mit welcher Glaubwürdigkeit antwortet. Schließlich vertrauen Sie den Antworten Ihrer Kontakte mehr als einem Unbekannten. Anonymen Hotelbewertungen hingegen werden Sie vermutlich weniger Glauben schenken als Ihren Freunden oder guten Bekannten, die Sie über Xing erreichen können.

Die neuen Applikationen sind einfach gehalten und bieten nur Basisfunktionalitäten – auch mit den Ladezeiten scheint es derzeit noch zu hapern. Doch dürfte sich nach der Betaphase verbessern. Letztlich wird Xing genausowie Facebook und LinkedIN von den Social Applications profitieren, auch wenn es anfangs für viele Xing-Mitglieder verwirrend sein dürfte. 

Was halten Sie von den neuen Xing-Applikationen?

Klaus Eck