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Lieber Social Media als E-Mail

Die E-Mail-Kommunikation wird immer unwichtiger, heißt es in einer aktuell veröffentlichten Studie des Nielsen Instituts mit dem Namen „Global Faces and Networked Places“. Die Marktforscher setzen sich darin mit der Entwicklung und Verbreitung von sozialen Netzwerken auseinander, die zurzeit ein enormes Wachstum verzeichnen. Anscheinend löst das Social Networking "die klassische "alte" E-Mail-Kommunikation ab. So haben die Social Networks und Blogs mit einer Reichweite von 66,8 Prozent die E-Mail vom Platz 4 der populärsten Bereiche im Web verdrängt. 

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Am schnellsten wächst das Social Network Facebook. Es scheint so, als wenn immer mehr Menschen auf Social Media als Alternative zur E-Mail setzen und damit eine persönlichere Kommunikaton wählen. Der schnelle Austausch kann längst über Instant Messenger, Twitter und Social Networks erfolgen. Dafür ist der formale Charakter einer E-Mail nicht mehr unbedingt notwendig.

Die Funktionsvielfalt der Social-Media-Plattformen ermöglicht einen sehr viel differenzierteren Umgang mit der Online-Kommunikation. E-Mail ist nicht immer ein Must, auch wenn offizielle Business-Informationen sicherlich weiterhin noch per E-Mail verschickt werden. Schließlich gibt es (unverständlicherweise) auch noch das FAX in der Kommunikation. Doch wenn man sich online schnell austauschen will oder nur den ersten Kontakt aufnehmen, dann reicht Xing, Facebook und co. völlig aus. 

Geburtstagsgrüße lassen sich über Twitter, Xing-Nachricht oder Pinboard-Eintrag auf Facebook mitteilen. Dafür bedarf es längst keiner (wichtigen) E-Mail mehr. Mit dem Alter der Onliner hat das Nutzerverhalten immer weniger zu tun, betrachtet man die Entwicklung beispielsweise auf Facebook. Die Internet-Anwender werden auch in den Social Networks älter:

Facebook

Die Gründe für die langsame Abkehr von der E-Mail sind naheliegend. Schließlich ist das Spam-Problem nach wie vor ein großes Defizit in der E-Mail-Kommunikation. Der Maschinenspam lässt sich vielleicht noch filtern, aber wie ist mit den nicht verifizierten Kontakten, die Sie mit ihren vielen E-Mails nerven? In einem Social Network können Sie oftmals festlegen, ob und wer Sie anschreiben kann. Selbst die Privatsphäre lässt sich dort einigermaßen verwalten. Und per Twitter und Facebook sind Sie ohnehin leichter erreichbar, weil man sieht, ob Sie am Schreibtisch sitzen und selbst aktiv an Ihrem Livestream arbeiten. In jedem Falle haben Sie in der Social-Network-Kommunikation eine größere Sicherheit und können damit rechnen, Ihren Adressaten direkt zu erreichen, selbst wenn es in den Social Networks natürlich auch eine große Gefahr für die Verzettelung gibt. Oder  schauen Sie in jedem Ihrer (zahlreichen?) Netzwerke rein und lesen Ihre Post innerhalb von 24 Stunden?

Wie stark nutzen Sie eigentlich Ihre Social Networks für die direkte Kundenkommunikation?

>> Direktlink zum .pdf der Nielsen-Studie "Global Faces and Networked Places"
>> Blogpost zur Studie von Nielsen Wire
>> Briansolis.com – Social Networks Now More Popular than Email; Facebook Surpasses MySpace 
>> Mashable.com – Social Networking More Popular Than Email 
>> Crossmediale Kommunikation – Wachstum bei Social Networks und Blogs
>> The Guardian -Social networking and blogs now more popular than email, says Nielsen
>> Netzökonom – Web 2.0 auf der Überholspur im Internet

Klaus Eck