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Socialcast: Microblogging im Unternehmen

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Falls ein Unternehmen auf öffentliche Twitter-Artikel lieber verzichten, aber gleichzeitig seine Innovationskraft verbessern will, sollte es sich dennoch das Microblogging näher anschauen. Eine effiziente interne Kommunikationsstruktur ist oftmals für den Businesserfolg ausschlaggebend. Nur wo geeignete Kommunikationskanäle vorhanden sind und auch im Alltag genutzt werden, ist genügend Raum für eine Ideenentwicklung und Innovationsprozesse. So kann ein Problem viel schneller gelöst werden, wenn man auf das Know-how der Kollegen zeitnah zugreifen kann. Dazu sollte das interne Social Networking gestärkt werden. Viele kennen Twitter und manche sogar Yammer – ein Enterprise Microblogging-System für eine geschlossene Nutzergruppe. Aber erst wenigen ist der Dienst Socialcast hierzulande bekannt. Dahinter verbirgt sich eine Mischung aus organisationsinternem Twitter bzw. Friendfeed

Zunächst legt ein Administrator eine Community bei Socialcast an und lädt weitere Nutzer ein. Für die ersten fünf Personen ist die Nutzung kostenlos, danach fallen pro weiterem Nutzer Kosten von bis zu 5 US-Dollar an, wobei der Preis pro Nutzer mit zunehmender Mitgliederzahl abnimmt. Im Gegensatz zum öffentlichen Ansatz von Twitter ist auf diese Weise dafür gesorgt, das interne Informationen (zumindest theoretisch) auch intern bleiben. Wer noch mehr Sicherheit benötigt, kann auch eine behind the firewall Lösung von Socialcast beziehen. 

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Via Socialcast können die Mitarbeiter entweder kurze Statusupdates verfassen ("bin in einem Meeting"), Ideen entwickeln oder Fragen stellen. Diese können bei Bedarf auch einer bestimmten Abteilung, etwa dem Marketing oder dem Vertrieb zugeordnet werden, um intern zielgerichteter zu kommunizieren. Andere User haben dann die Möglichkeit die Ideen zu bewerten, zu kommentieren, weiterzuentwickeln oder die Fragen zu beantworten. 

Außerdem kann jedes Socialcast-Mitglied interessante Links oder andere Webfundstücke seinen Kollegen teilen und somit einen Beitrag zum Wissensstand der Organisation leisten. Darüber hinaus ist es möglich, weitere Webanwendungen in Friendfeed-Manier zu aggregieren; also etwa sein Blog, Twitter oder seine Social Bookmarks im eigenen Content-Stream anzeigen zu lassen.
Abgebildet werden diese Beiträge – wie von Twitter bekannt – in einem Newsstream. Dabei kann der Nutzer auf seiner Startseite bereits sehen, was die Personen sagten, denen er als Leser folgt. 

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Dank der praktischen "Explore"-Funktion kann jeder Socialcaster schnell interessante Personen innerhalb seiner Organisation finden und erhält darüber hinaus potentiell wertvolle Kontakte empfohlen.
Abgerundet wird das Angebot durch Nutzerprofile, die die Mitarbeiter erstellen und mit Informationen füttern können. Angefangen von Kontaktdaten, aktuellen Projekten bis hin zu privaten Interessen kann hier alles eingetragen werden, was die Kollegen über einen wissen sollten. 

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Die Profilfragen können übrigens vom Administrator auf die Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens angepasst werden.
Somit scheint Socialcast ein ideales Kommunikationstool für Unternehmen oder Projektgruppen zu seine, die sich ganz im Sinne von Enterprise 2.0 auf den twitter-ähnlichen Arbeitsmodus einlassen können und wollen. 

Im Vergleich zu dem Business-Twitter Yammer ist es dank seiner Aggregationsfunktionen und der Möglichkeit der Ideen- und Fragepostings besser auf die Bedürfnisse einer Organisation abgestimmt. Auch das Geschäftsmodell wirkt vertrauenserweckender als bei der Konkurrenz. Yammer erlaubt es jedem Inhaber einer Geschäftsemailadresse sich anzumelden und dem entsprechendem Unternehmensnetzwerk beizutreten. Will das Unternehmen jedoch administrieren und kontrollieren können, was dort passiert, wird es zur Kasse gebeten.

>> Socialcast Blog

Klaus Eck