Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

Google setzt bei Picasa auf Gesichtserkennung

1 Minuten Lesedauer

Bilder werden für die Online-Reputation immer wichtiger. Das zeigt sich jetzt auch daran, dass die Bildbearbeitungssoftware Google Picasa 3.0 in Fotos die Gesichter identifizieren und Namen für das Benennen der Bilder vorschlagen kann. Immer mehr Menschen stellen eine Menge Fotos in den Picasa Web Albums oder auf Flickr online, ohne sich dabei die Mühe zu machen, alle jeweils namentlich zu kennzeichnen. Das erscheint vielen Anwendern viel zu aufwändig zu sein und ist es bislang auch gewesen. Ich habe selbst einige Tausend Fotos auf Flickr abgelegt, ohne alle Bilder zu benennen.

Deshalb ist Picasas neues Angebot eines Gesichtserkennungsfeatures in der nächsten Fotobearbeitungsversion Picasa 3.0 durchaus spannend und macht Picasa Webalbum attraktiver. Schließlich erlaubt die Gesichtserkennungstechnologie den Picasa-Nutzern eine wesentlich schnellere Zuordnung der Personen zu den richtigen Namen. Ist erst einmal ein Gesicht benannt, schlägt Picasa weitere ähnliche Bilder vor, in denen ein Bild von derselben Person gefunden worden ist. Außerdem kann man die erkannten Gesichter mit dem Adressbuch verknüpfen und gefundene Bilder an die jeweiligen Kontakte verschicken.

Noch ist Googles Gesichtserkennungstechnologie sicher nicht perfekt. Sie arbeitet am besten, wenn eine Person direkt in die Kamera blickt, ansonsten kommt es zu zahlreichen unpassenden Vorschlägen. Dennoch zeigen Picasas Fortschritte, womit in Zukunft zu rechnen sein dürfte. Schon bald werden wir bei der Sichtung von Bildern noch leichter als bisher die Personen zuordnen und erkennen können. Anonyme Bilder könnten bald der Vergangenheit angehören.

Eine erste Folge des neuen Features wird sein, dass zumindest mit der Picasa-Technologie mehr Fotos namentlich gekennzeichnet werden und somit online leichter gefunden werden. Zudem fällt es leichter, die eigenen Freunde in den privaten Fotos zu taggen. Je mehr Fotos mit diesen Metadaten versorgt werden, desto besser wird gleichsam Googles Imagesuche und desto eher muss jeder damit rechnen, dass persönliche Fotos online immer häufiger gefunden werden und manchmal auch der eigene Online-Reputation schaden können.

Was halten Sie von Googles Gesichtserkennungstechnologie? Und wie gehen Sie mit Ihren Online-Alben auf den Fotoportalen um?

>> CNET Webware: Revamped Google Picasa site identifies photo faces

>> Golem: Google stellt Bildersoftware Picasa 3.0 vor

Klaus Eck

Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

4 Replies to “Google setzt bei Picasa auf Gesichtserkennung”

  1. Also die Gesichtserkennung bei Google ist für mich ziemlich abstrus… Ich meine, als eine rein benutzerfreundliche Funktion ist sie (imho) nur etwas zu übertrieben. Sie lohnt sich eher für die grosse Bilder-Namen-Datenbank-Mashups. Ich finde auch, alle abgebildeten Personen namentlich zu nennen, könnte u.U. gegen Privatsphäre verstossen (man denke an die unschuldigen Party-Fotos bei StudiVZ, die von Arbeitgebern aufmerksam studiert werden).
    Wenn das ganze aber auch noch automatisch laufen soll (wenn auch mit einer Ausschalt-Möglichkeit), das finde ich ziemlich bedenklich. Technisch möglich ist es ja schon, nur wenn man es realisiert… Dann freue ich mich zumindest, dass bei Street View die Gesichter nun verpixelt sind.

  2. Wir können die Möglichkeiten zwar abstrus nennen, aber aus der Welt sind sie damit noch nicht. Es gibt zahlreiche Picasa-Nutzer, die es verwenden werden. Und andere Betreiber wie Flickr werden vermutlich über kurz oder lang ebenfalls auf Gesichtserkennung setzen und damit die Online-Fotos sichtbarer machen.
    Gegen die Privatsphäre Dritter hat man schnell verstoßen, dazu reicht es oft schon aus ungefragt vermeintlich private Fotos online zu stellen.

  3. PR Blogger: Google setzt bei Picasa auf Gesichtserkennung

    Google weiß ab sofort auch noch, wie ich aussehe: Ab Picasa 3.0 wird Google eine automatische Gesichtserkennung unterstützen.

  4. Bei MyHeritage gibts seit letzer Woche übrigens eine ähnliche Funktion mit Gesichtserkennung, integriert mit Stammbaum und Familiennetzwerk.
    Das Konzept dabei ist allerdings offener. Man kann zum Beispiel Fotos von Flickr oder Picasa zu MyHeritage importieren. Noch diese Woche wird man nach dem semi-automatischen Beschriften (Taggen) von Personen diese Tags auch wieder zurück zu Flickr exportieren können.
    @Merzmensch: Ich denke ich kann Dich da beruhigen, eine komplett automatische Erkennung wird es in naher Zukunft bei keinem Dienst geben, alleine schon wegen möglicher rechtlicher Probleme. Allerdings arbeiten wir als auf Familien und Ahnenforschung fokussierter Dienst an einer „Suche nach Gesicht“ für verstorbene Personen.

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