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Froschradio – eine wunderbare Begegnung

Endlich Ferien! Für die meisten Berufstätigen ist der Schulferienbeginn in Bayern gleichzusetzen mit sechs Wochen Stillstand im Land. Zumindest in München. Die Münchner „fliegen“ aus, meistens nach Italien. Laut neuester Statistik auch in diesem Jahr der beliebteste Ferienort der Deutschen. Doch bei aller Freude, stellt sich bei manch Reiselustigen auch Panik ein, besonders wenn es um die Musikauswahl für sechs Wochen geht: Welche Musik nehme ich mit, wenn es gen Süden geht? Patti Smith oder Rolling Stones? Wagner oder Mozart? Die Toten Hosen oder doch lieber Silbermond? Dank iPod kann man ja heutzutage Musik in Hülle und Fülle mitnehmen, vorausgesetzt man hat sie vor dem Urlaub  noch auf den Rechner geladen. Dennoch  kann ein Titel oder Künstler fehlen, an den man nicht mehr gedacht hat, der nicht auf der Festplatte verewigt ist oder der doch gar nicht zu seinem Profil passt. Die Lösung des Problems ist bei mir seit gestern in greifbare Nähe gerückt: Das Froschradio!

Froschradio
Ein kleines grünes Plastikteil mit lustigen Kulleraugen für das Suchen des Senders und für die Regulierung der Lautstärke, Made in Germany, daher spritzwasserfest und mit acht Schrauben verschraubt. Jawohl! Ein kleines grünes Ding, ein „Zufallsgenerator zum Glücklichsein!“. Dieses Zitat stammt nicht von mir, sondern vom beneidenswerten Besitzer des Geräts. Er hatte übrigens noch ein paar tiefsinnige Worte für das kleine grüne Ding mit Schwimmring parat: „In diesem Gerät befindet sich Musik für ein ganzes Leben, ohne sich Gedanken machen zu müssen, was man gerade hören möchte.“ Der Trick lautet: leistungsstarke Batterien rein (laut Besitzer reichen die locker für ein Jahr), einfach an den lustigen Kulleraugen drehen (dabei verändert man zugleich auch den Gesichtsausdruck des Kleinen) und schwupp, kann man lauschen und glücklich sein, bei einem Lied, das man zum Beispiel seit ewiger Zeit nicht mehr gehört hat, oder aber ein neuer Titel erwärmt das Herz. Mittendrin. Einfach so, tatsächlich ein Zufallsgenerator zum Glücklichsein, von einer Sekunde auf die andere. Und nun frage ich mich ernsthaft: Wer möchte jetzt eigentlich das Radio noch wegdiskutieren? (Diese Frage richtet sich besonders an Herrn Knüwer) Weiter so, liebe Radiomacher! Wir zappen uns durch Eure Sender und singen lautstark mit: daheim unter der Dusche (wenn man zum Beispiel nicht wegfahren kann) oder am schönen Strand in Italien. Schöne Ferien!

Heike Bedrich, Talisman