buble arrow4

Kann mir meine digitale Identität egal sein?

Es ist irgendwie selbstverständlich in unserer Zivilisation, dass wir uns morgens auf den Tag vorbereiten, uns waschen, frühstücken und ankleiden. Auf  die Pflege ihres Äußeren legen die meisten Menschen sehr viel wert. Schließlich möchte jedermann eine gewisse (meistens positive) Wirkung auf sein privates und berufliches Umfeld nehmen.

Obwohl das Erscheinungsbild in der realen Welt einen wichtigen Stellenwert hat, vernachlässigen viele ihr digitales Ich. Manche haben Angst davor, sich im Netz zu präsentieren, weil sie sich noch zu wenig auskennen und unsicher sind. Andere kümmern sich aus mangelndem Interesse gar nicht darum.

Gehört Ihnen überhaupt Ihre digitale Identität? Falls Sie sich noch nie darum gesorgt haben, könnte es längst zu einer digitalen Verwahrlosung gekommen sein, die sich in den Fundstellen der Suchmachinen niederschlägt. Am besten googeln Sie einfach einmal Ihren Namen und schauen sich an, wer in Ihrem Namen online aktiv ist?

Unternehmen haben sich selbstverständlich ihre Webadressen gesichert, das ist bei Privatpersonen längst nicht immer der Fall.

  • Gehört Ihnen Ihr Name als Webadresse?
  • Haben Sie Ihren Namen bei Twitter gesichert?
  • Oder bei Flickr, Friendfeed und Youtube?

Falls nein, sollten Sie sich tunlichst darum bemühen, sich die entsprechenden Webadressen zu sichern, in denen Ihr Name enthalten ist. Allzu teuer ist es nicht, sich seine Domains anzumelden. Ansonsten verzichten Sie auf Ihr wichtigstes Asset online: Ihren eigenen Namen und damit auf Ihr Personal Branding.

Bei jeder Personensuche werden Sie Ihre digitale Askese unmittelbar negativ zu spüren bekommen. Ganz abgesehen davon, kann natürlich jederzeit jemand anderes in Ihrem Namen online aktiv werden. Solange Sie nicht selbst mit einem Social Media Profil auf www.name.de vertreten sind, nehmen Sie billigend in Kauf, dass andere Ihren Namen für sich nutzen, weil sie ebenfalls so heißen. Dabei haben Sie dann keinerlei Gewähr, in welcher Weise dieses geschieht und können in der Regel keinen Einfluß mehr darauf nehmen. Manchmal führt das zu bösen Überraschungen und Verwechselungen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Ihren Namensvettern gemacht? Oder warum wollen Sie sich online lieber nicht mit Ihrem Klarnamen zeigen?

Klaus Eck