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30 Tipps zum erfolgreichen Twittern

Wer online bislang noch nicht so häufig gefunden wird, dem eröffnet sich mit Twitter eine spannende neue Möglichkeit, etwas für seine eigene digitale Reputation und das Social Networking zu tun. Denn es reichen auf dem Microblogging-Kanal oft schon Kleinstbeiträge in einer Länge von 140 Zeichen, um bei Google positive Reputationseffekte zu erzielen.

Die reale Welt rückt mit Twitter in Digitalien ein wenig näher. Inzwischen twittere ich seit März 2007 beinahe wochentäglich und gewinne immer mehr Freude daran. Wenn die eigenen persönliche Gespräche und Gedanken online verfügbar sind, entsteht eine neue Qualität in der Kommunikation. Das durfte ich mehr als einmal erleben. Auf der Next08 war das Twittern ein großes Thema. Es ist seltsam, so vielen Menschen auf einer Business-Veranstaltung zu begegnen, die das Twittern für sich entdeckt haben. Es sind vermutlich rund 200 Twitterer auf dem SinnerSchrader-Event dabei gewesen sein. Grund genug, jetzt einmal über das erfolgreiche Twittern nachzudenken. Im folgenden habe ich einige Tipps für Twitterer gesammelt, die dadurch Ihre Online Reputation aktiv verbessern wollen.

30 Twitter-Tipps für das erfolgreiche Twittern

  1. Twitter-Start: Am besten lesen Sie am Anfang andere Twitter-Artikel von Bekannten und halten sich etwas zurück, bis Sie das Prinzip des Microbloggings grundsätzlich verstanden haben.
  2. Twitter-Name: Wenn Sie das Kommunikationsinstrument zum Reputationsaufbau- bzw. verstärker nutzen wollen, sollten Sie unter Ihrem Klarnamen schreiben und auf Abkürzungen oder Pseudonyme verzichten. Allerdings können lange Namen Ihre 140 Zeichen kürzen. Deshalb ist es in diesem Falle sinnvoll, zu einem Nicknamen oder einer gekürzten Variante als Twitter-Namen zu greifen.
  3. Twitter-Branding: Überlegen Sie sich genau, unter welcher Marke Sie twittern wollen. Es gibt neben dem persönlichen Twitter-Account die Möglichkeit, eine Medienmarke, eine Produktmarke oder das Unternehmen selbst twittern zu lassen und dadurch die Marken online sichtbarer und aktiver zu machen.
  4. Twitter-Profil: Ohne Bild werden Sie nicht wirklich wahrgenommen. Zudem sollten Sie einen Link auf Ihr Profil oder Blog setzen.
  5. Twitter-Hintergrund: Binden Sie ein Hintergrundbild ein, um sich von anderen Twitterern deutlich abzuheben und beachten Sie gegebenenfalls Ihre Corporate Design.
  6. Interessen: Abonnieren Sie die Inhalte anderer Nutzer, die ihnen gefallen bzw. von Personen, die Sie persönlich kennen. Es gibt einige Monitoring-Tools wie Tweetscan oder Summize, mit denen Sie Gleichgesinnte auf Twitter sofort finden und dann abonnieren können.
  7. Privatsphäre: Denken Sie daran, jeder kann Ihre öffentlichen Twitterbeiträge mitlesen und das auch noch viele Jahre später. Deshalb sollten Sie keine privaten Dinge ausplaudern, die Sie nicht auch als Zeitungsschlagzeile ertragen könnten.
  8. Google: Jeder Twitterbeitrag erhält eine eigene URL und wird von den Suchmaschinen indiziert. Twitter-Account werden relativ weit oben in den Fundstellen angezeigt, wenn aktiv getwittert wird.
  9. Social Media: Falls Sie andere Online-Profile haben, sollten Sie dort Ihren Twitter-Account aktiv verlinken.
  10. E-Mail: Fügen Sie Twitter Ihrer E-Mail-Signatur hinzu und machen Sie sich dadurch erreichbar.
  11. Abonnenten gewinnen: Immer an die Leser denken. In Ihren Twitter-Beiträgen sollten Sie über spannende Themen schreiben und einen unterhaltsamen oder informativen Mehrwert schaffen. Dann werden andere Ihre Inhalte lesen und abonnieren.
  12. Frequenz: Je aktiver Sie twittern, desto besser werden Sie online wahrgenommen. Denn jeder Beitrag erscheint in der ganzen Twitterwelt und kann Ihnen neue Leser hinzufügen. Allerdings sollen Sie mit Ihren vielfältigen Gedanken auch nicht alle Rezipienten überfordern und nicht über alles und jedes schreiben.
  13. Banalitäten: Sollten Sie jedoch nichts zu sagen haben, lassen Sie lieber das Twittern, ansonsten verlieren Sie Ihre Leser.
  14. Timing: Wenn Sie viele Menschen erreichen wollen, sollten Sie die Peak-Zeiten Ihrer Nutzer kennen und nutzen.
  15. Linkbaiting: Setzen Sie Links zu spannenden Inhalten auf Ihren eigenen und fremden Webseiten und zeigen Sie damit Twitter-Kompetenz. Die Links können Sie mit TinyURl oder 2big.at verkürzen, damit Sie weiterhin mit 140 Zeichen gut auskommen.
  16. Aufmerksamkeit: Anfangs kennt niemand Ihren Twitter-Account. Wenn Sie jemanden als neuen Kontakt hinzufügen, überprüfen viele, ob Sie ebenfalls lesenswerte Inhalte haben und fügen Sie gegebenenfalls als Twitterer hinzu.
  17. Twitter-Spam: Aber nicht jeder Kontakt, der Ihnen folgt, ist wirklich ein Verehrer oder Leser. Es gibt auch Spam-Follower, die sich in der eigenen Liste mit Ihrem Namen schmücken und darauf hoffen, dass Sie das Abonnement erwidern.
  18. Twitter-Promotion: Außerdem müssen Sie zunächst dafür werben, indem Sie die Twitterinhalte in Ihren anderen Social-Media-Accounts (Facebook, Blogs etc.) einbinden.
  19. Kommunikation: Falls jemand Ihnen noch nicht folgt, können Sie seine Aufmerksamkeit mit @nutzername erhalten, indem Sie seine Fragen beantworten.
  20. Transparenz: Am besten schauen Sie sich die Twitter-Dialoge anderer Nutzer an. Dazu geben sowohl Rivva.de wie auch quotably.com einen guten Überblick.
  21. Themen: Langweilen Sie Ihre Leser nicht zu sehr damit, dass Sie Kaffee trinken, gerade Essen oder derlei alltägliche Dinge tun. Informieren und unterhalten Sie lieber Ihre Community.
  22. Partizipation: Je mehr Sie selbst Teil der Online-Kommunikation werden, desto mehr Menschen mit gleichen Interessen werden Ihnen als Twitterer folgen.
  23. Fragen: Nutzen Sie Ihre Community für die Beantwortung von offenen Fragen und suchen Sie gemeinsame Lösungen.
  24. Selfpromotion: Natürlich können Sie via Twitter ein wenig für Ihre Leistungen oder Blogaktivitäten werben, aber übertreiben sollten Sie dieses nicht, ansonsten enttäuschen Sie schnell Ihre Leser.
  25. Kontinuität: Nutzen Sie Ihren Twitter-Account regelmäßig, ansonsten verlieren Sie auf Dauer Ihre Leser wieder.
  26. Technologie: Wer Twitter im Web intensiv nutzen will, sollte einen Client wie Thwirl auf seinem Rechner installieren. Dadurch ist es wesentlich leichter, den eigenen Kontakten zu folgen und zu twittern.
  27. RSS: Abonnieren Sie Ihren Twitter-Nutzernamen als RSS-Feed, damit Sie keine Anfragen verpassen, die sich an Sie wendet. Dazu müssen Sie nur eine Suche bei Tweetscan starten und die Ergebnisse als RSS abonnieren. Auf diese Weise verpassen Sie keinen Kontaktversuch und erfahren zudem, was andere über Sie schreiben.
  28. Zeit-Management: Wer Twitter für sich entdeckt und es intensiv nutzt, verliert sich schnell in den unendlichen Dialogen der Twitterwelt. Es scheint ein einziger Chat zu sein. Deshalb sollten Sie sich zeitlich beschränken, um nicht vor lauter Ablenkung komplett die Arbeit aus dem Sichtfeld zu verlieren.
  29. Handy: Sie können alle Twittermeldungen direkt über Ihr Handy/ Smartphone abwickeln, sollten dazu aber nicht zu viele Kontakte pflegen. Ansonsten erhalten Sie unendlich viele Nachrichten per SMS zugeschickt.
  30. Kontaktpflege: Twittern kann Ihr Social Networking stärken wie schwächen. Deshalb sollten Sie sich genau überlegen, wen Sie als Kontakt hinzufügen und wen nicht. Zudem empfiehlt es sich, immer mal wieder alle Twitterer hinsichtlich der persönlichen Relevanz zu überprüfen und einige aus der persönlichen Liste zu entfernen. Ansonsten verlieren Sie schnell den Überblick.

Es gibt sicherlich noch viele weitere Ideen für das erfolgreiche Twittern. Falls Sie dazu noch ergänzende Vorschläge und weitere Ideen haben, freue ich mich auf Ihre Kommentare.

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Klaus Eck