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Der virtuelle Blog-Talk (Teil 13): Selektiv twittern

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241 Follower klingt nach viel zu vielen Kanälen, die ich via Twitter abonniert habe, das stimmt schon, Jochen Mai, doch in der Kommunikationsbranche lernt man es zum Glück schnell, Wichtiges vom Unwichtigem zu trennen und nur den für einen persönlich relevanten Informationen "zuzuhören". Natürlich lese/ scanne ich die Feeds meiner abonnierten Twitterati nicht alle. Aber ich lese auch nicht eine ganze Ausgabe des Handelsblatts oder der Wirtschaftswoche in Gänze durch, sondern wähle jeweils aus. Warum sollte das bei den auf Twitter aggregierten Infohäppchen anders sein?

Mein persönliches Twitterverhalten hat sich erst seit kurzem ein wenig gewandelt. Unser Thema lautet "Zuhören statt (nur) reden". Deshalb habe ich inzwischen mit Hilfe von Tweetscan ein einfaches Twittermonitoring aufgesetzt, um keine Fragen und Gesprächsfäden mehr zu verfassen. Jede Information, die sich als Reply an @klauseck richtet, erreicht mich neuerdings direkt via RSS-Feed in meinem RSS-Reader. Ich verpasse dank Quotably und Tweetscan keine konkreten Anreden mehr und kann aufmerksamer auf meine Twitterati-Anfragen reagieren.

Zuvor war es leider wirklich so, Jochen, dass ich nur sporadisch und oberflächlich den Twitter-Newsfeed wahrgenommen und auf einzelne Ansprachen reagiert habe. Doch das ändert sich gerade. Seit einigen Tagen habe ich zudem Thwirl im Einsatz und verpasse dadurch (theoretisch) keine einzige Micro-Botschaft mehr. Angesichts des regen Informationsflusses schaue ich mir die Tweets nur schnell an und entscheide, von wem ich was lese. Das geschieht in kürzester Zeit und orientiert sich an Personen und deren Glaubwürdigkeit: Manchen höre ich einfach lieber zu als anderen, weil sie mich mit guten Informationen & Links auf den Laufenden halten, was Trends und Ideen angeht.

Doch selbst scheinbare sinnfreie Infofeeds (siehe Sascha Lobo) können unterhaltsam sein und sind für mich die Beimischung, die das Twittern reizvoll machen. Neben dem Nutzwert, der vielen Menschen erst einmal nicht unbedingt deutlich wird, geht es bei Twitter auch um die emotionale Ebene. Ist es nicht so, dass wir die Menschen über Twitter viel besser kennenlernen, weil wir Ihnen über längere Zeiträume zuhören und dadurch ein Stück weit an ihrem alltäglichen Leben teilhaben, Jochen?

Das sagte der Vorredner | Hier geht’s weiter

Dieser Beitrag ist Teil einer “virtuellen Podiumsdiskussion” zwischen Jochen Mai (Karrierebibel), Thomas Knüwer (Indiskretion Ehrensache), Klaus Eck (PR-Blogger) und Florian Steglich (imgriff.com) – hier mehr zum Hintergrund.
Und so funktioniert der Blog-Talk: Am Ende jedes Beitrags stehen zwei
Links. Der Erste führt zum vorherigen Beitrag, der Zweite zum nächsten.
Ihr selbst, liebe Leser, könnt die einzelnen Beiträge jederzeit
kommentieren, wobei wir auf den ein oder anderen Kommentar im Verlauf
der Debatte gerne eingehen. Auch die Kommentierung durch einen eigenen
Beitrag (inkl. Trackback) ist natürlich möglich. Bitte habt aber
Verständnis dafür, dass wir die virtuelle Talkrunde nicht erweitern
können, da der Verlauf der Debatte sonst völlig chaotisch und kaum noch
verfolgbar werden könnte.

Klaus Eck