Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

Ungewollt als Testimonial für Facebook arbeiten

42 Sekunden Lesedauer

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Zurzeit recherchiere ich für einen Computerwoche-Artikel zum Thema "Online Reputation Management". Was liegt also näher, als seinen eigenen Namen im Zuge des Ego-Googelns in die Suchmaschine einzugeben. Überraschenderweise entdeckte ich hierbei einige Google Adwords oben rechts bei meinen Suchergebnissen. Das Social Network Facebook wirbt mit mir als Testimonial für: "Klaus Eck ist auf Facebook. Melde dich jetzt an!" Dabei hatte ich niemals (bewusst) meine Zustimmung dafür erteilt, dass das mir zugegebenermaßen sympathische Network mit meinen Namen in dieser offensiven Weise neue Mitglieder wirbt. Dass get abstract mit einer Anzeige für mein Buch "Corporate Blogs" wirbt, ist natürlich in meinem Sinne.

Aber mir stellt sich tatsächlich die Frage, ob ich nicht gegen Facebook aus Prinzip rechtlich vorgehen sollte. Schließlich können Unternehmen nicht einfach so ohne Gegenleistung mit meinem Namen werben. Ansonsten muss ich vielleicht sogar damit rechnen, dass demnächst noch andere Communities und Markenunternehmen mit mir als Testimonial werben. Glücklicherweise habe ich sofort einen Screenshot gemacht. Inzwischen gibt es noch eine weitere Klaus-Eck-Anzeige, die mich beinahe sprachlos macht:

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Wem ist Ähnliches widerfahren? Und wer kennt einen deutschen Ansprechpartner von Facebook?

Klaus Eck

Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

35 Replies to “Ungewollt als Testimonial für Facebook arbeiten”

  1. Hallo Klaus,
    selbst bei Nicht-Promis wie mir scheint das zu funktionieren…
    http://www.google.de/search?hl=de&q=thomas+kilian&meta=
    Ich gehe mal davon aus, dass es sich bei den Adwords um dieses Feature handelt, bei dem der Anzeigentext automatisch aus dem Suchbegriff gebildet wird. Vermutlich haben die einfach jegliche Vor- und Nachnamen als potentielle Keywords angegeben. Denn ich habe nicht mal einen Account bei FB…
    Schönes Wochenende, Thomas#

  2. Hallo Klaus,
    Andreas Kramer (Geschäftsführer von s.Oliver) hat das gleiche Problem.
    Hab’s heute morgen bei entdeckt.
    Beste Grüße aus Hamburg,
    Bastian

  3. @Ingo Müller: Nun ja, bis zu dieser Testimonial-Kampagne habe ich sicherlich dem einen oder anderen Facebook empfohlen. Das werde ich vermutlich weiterhin, weil ich die Vielfalt des Networks schätze. Andererseits muss ich ja nicht eine solche Kampagne gutheißen. Dafür hält sich in der Tat meine Sympathie in Grenzen.
    Hierbei interessiert mich gar nicht so sehr mein konkreter Fall, sondern das Grundsätzliche. In wie weit darf eine Community in der Eigenwerbung auf die Profile ihrer Mitglieder setzen?

  4. Hallo Klaus,
    vielen Dank für Deinen Hinweis. Ich habe es mal mit ein paar Namen von Freunden versucht, wo denen ich weiß dass sie entweder explizit nicht oder explizit angemeldet sind.
    Alle Namen die ich ausprobiert habe und bei Facebook angemeldet sind, erschienen als Anzeige.

  5. Hallo Klaus,
    auch beim mir funktioniert die Suche + AdWord Anzeige „Wunderbar“ … schon komisch… was sich Facebook dabei gedacht hat ?

  6. Das ist tatsächlich eine Frechheit. Danke für den Hinweis. Hinzu kommt, dass de.facebook.com kein Impressum hat. Ich denke, das ist höchst abmahnfähig.
    Da ich das Ding eh nicht genutzt habe, werde ich meinen Accout deaktivieren. Auch bei Facebook gibts die üble Sitte, dass man seinen Account nicht komplett kündigen kann.
    Fazit: Facebook ist ein weiterer Web 2.0-Dienst, der die Spielregeln von Web 2.0 nicht verstanden hat.

  7. Facebook-Nutzungsbedingungen: „Mit dem Posten von Benutzerinhalt auf einem beliebigen Teil der Site erteilst du dem Unternehmen automatisch eine unwiderrufliche, zeitlich unbegrenzte, nicht ausschließliche, übertragbare, vollständig bezahlte, weltweite Lizenz (mit dem Recht zur Vergabe von Unterlizenzen) für das Verwenden, Kopieren, öffentliche Aufführen, öffentliche Darstellen, Umformatieren, Übersetzen, Anfertigen von Auszügen (vollständig oder teilweise) und Weitergeben solcher Benutzerinhalte für kommerzielle, Werbe- oder sonstige Zwecke auf oder in Verbindung mit der Site oder mit dem Marketing für die Site, für das Erstellen abgeleiteter Werke oder die Einarbeitung solcher Benutzerinhalte in andere Werke und für das Vergeben und Autorisieren von Unterlizenzen zu Vorstehendem.“
    Marker: Nutzungsbedingungen wieder vorher lesen.

  8. Da Menschen im Web 2.0 schnell mal zur Marke werden, ist das Thema wirklich recht(lich) spannend.
    Da Marken nicht nur durch Eintragung, sondern auch durch Gebrauch entstehen, solltest Du mal schauen, ob du nicht eine Marke bist und Markenschutz geniesst. Das würde dann auch nicht unter die Nutzungsbestimmungen von FB fallen. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie das weitergeht…

  9. Hallo Klaus,
    Du hast wenigstens die Chance das rauszubekommen mit Deinem Namen bei Thomas Koch ist das schon schwieriger, dass man gemeint ist 😉
    Mit einem solchen Allerweltsnamen ändert sich aber auch das Reputation Management, da man schauen muss, dass kein Thomas Koch in der Welt einen Blödsinn verzapft der dann fälschlich noch auf einen selber zurückfällt.
    Im Ernst: Es ändert sich sehr, da der Name dann immer mit etwas bekanntem gekoppelt werden muss wie z.B. dem Firmennamen.

  10. @Alexander: Danke dass du dir da die Mühe genommen hast – wenn ich in den Kommentaren nichts diesbezügliches gefunden hätte hätt ich doch glatt selbst bei FaceBook die Nutzungsbestimmungen suchen müssen 🙂
    Dem Image gut tut es (im Schnitt zumindest) auf jeden Fall, schliesslich sehen anzunehmenderweise mehr Leute die Anzeige als diesen Artikel hier…

  11. Klaus, hast Du Dich in die Seite http://www.fsb24.com/ eingetragen. Dann läge nahe, dass Google das ausschlachtet.
    Wobei ich mich am meisten über ein Jointventure facebook + Google wunderte.
    Eine zielgerichtete Vermarktung erfolgte doch eher über Microsoft? Unkenruf oder Spekulation, aber vielleicht soll da der Spott den Schaden provozieren? Rufmord als Kampagne? Und im Ziel eben nicht Eck und Koch und die anderen, sondern facebook? Nur eine Hypothese.

  12. Es geht mir weniger um Rufmord und dergleichen, sondern um die prinzipielle Frage, wie Unternehmen in der Werbung mit Personenmarken umgehen dürfen. Und in diesem Falle trifft es zahlreiche Facebook-Mitglieder. Mit den Bloggern hat das weniger zu tun.

  13. @Alexander:
    In die Nutzungsbedingungen schreiben Unternehmen bekanntlich sehr vieles rein, das einer rechtlichen Prüfung oft nicht Stand hält. Insbesondere ist mehr als fraglich, ob man gerade sein Namensrecht durch schlichte Zustimmung zu AGB für Werbezwecke abtreten kann. Ich würde da auf jeden Fall meinen Rechtsanwalt kontaktieren.

  14. „Alles über mich im Internet“ – Werbung mit meinem Namen

    Als ich heute Morgen meinen eigenen Namen googelte, staunte ich nicht schlecht über die Anzeige neben den Suchergebnissen: „Ralf Zosel – Alles über mich im Internet: Kontaktdaten, Bilder, Videos uvm.! – http://www.123people.de“ (siehe unten).
    Die Werbung h…

  15. Ungewollt als facebook Testimonial

    So kann es einem ergehen! Erst hatte ich nach der Lektre des Beitrags Ungewollt als Testimonial fr Facebook arbeiten bei PR Blogger den Gedanken:
    Na ja, da hat die Reichweite des PR Blogger ausgereicht damit facbook auf den Zug auf…

  16. Das nennt man dynamische Anzeigen. Der Werbende gibt ein Schlüsselwort an, welcher dann bei der Darstellung der Anzeige durch den Suchbegriff des Benutzers ersetzt wird.

  17. facebook: nicht in mit meinem Namen

    Facebook macht Adsense Werbung mit Mitgliedernamen, wie ich gerade via twitter von Mario Sixtus erfahre. Und siehe da, auch mit meinem.
    Das ist womöglich juristisch relevant, eben weil de.facebook.com, also Facebook Deutschland damit wirbt, mindesten…

  18. Facebook wirbt mit Benutzernamen auf Google

    Facebook wirbt (vermutlich) ohne Zustimmung seiner Benutzer mit deren Namen bei Google. Das ist nicht nur ziemlich dreist und – aus meiner Sicht – in Deutschland rechtlich nicht zulässig. Betroffen ist unter anderem Erik Hauth, der daher eine Facebook-G…

  19. Habe gerade hier in den Kommentaren entdeckt, dass es auch Promis betrifft – wobei es sich bei denen dann wohl nicht um den echten Promi sondern um einen Namensvetter handelt. Mein Name ist zumindest ziemlich unique. Da ich selbst auch betroffen bin, wollen wir doch mal schauen, was mein Anwalt dazu meint. 🙂

  20. Blogistan Panoptikum KW16 2008

    Schon wieder eine Woche wie keine andere – langsam wird mir die Sache mit den Rckblicken wirklich selbst unheimlich. Oder besser gesagt: unentbehrlich.

  21. Akuter Facebook Faux-Pas

    Facebook ist jetzt auf eine ziemlich dreiste Art der Mitgliederwerbung gekommen: bestehende Accounts werden verwendet, um bei Google-Personensuchen darauf hinzuweisen, dass die gesuchte Person Mitglied bei Facebook ist. Entdeckt habe ich das, weil Erik…

  22. Nur so als Idee, *keinesfalls* als Aufforderung *g*: was wenn man die Anzeige jedes mal klickt, so man sie sieht? (Für mich wirbt neben Facebook übrigens auch Namyz, aber ich meine sogar, die hätten gefragt 😉 )
    Und irgend ein Profilendlager mit Z(?) hat das meine ich nach Genehmigung auch gemacht. Aber eben: Sie haben gefragt.

  23. [Kommentar wohl nicht angekommen]
    Was würde – als reines Gedankenexperiment – passieren, wenn sehr viele Facebookmitglieder die Ads als ‚Eingang‘ zu den profilen benutzen würden?
    Klaus: Deine Ad scheint schon wieder weg zu sein. Aber GetAbstract wirbt wohl auch fpür eine Zusammenfassung deines Buches…?

  24. hallo klaus,
    ich habe jetzt auch das problem… :S
    bei dir wird es ja nicht mehr angezeigt.
    hast du die lösung für das problem?
    gruß aus hamburg,
    bastian

  25. @oliver: Gegen eine Buchwerbung ist nichts einzuwenden, insofern gar kein Problem, aber Facebook hat bei mir schon vor einigen Tagen sehr positiv reagiert. Somit hat das Unternehmen die Reaktionen in der hiesigen Blogosphäre bereits wahrgenommen.

  26. Ich habe inzwischen mit Carsten Ulbricht telefoniert. Er wird das ganze mal rechtlich durchleuchten und dann voraussichtlich in meinem Namen ein freundliches Schreiben an FaceBook richten.

  27. @Alexander:
    die Nutzungsbedingungen helfen da gar nichts, weil es dabei nicht um die persönlichen Daten geht, sondern um das, was ich sonst bei Facebook poste (Forenbeiträge, Bilder etc.).
    Beim Namen handelt es sich hingegen um ein personenbezogenes Datum (als Einzahl von Daten). Bei der Frage der Benutzung kommt es im Wesentlichen auf die Datenschutzbestimmungen an und ob ich mit der Zustimmung zu denselbigen auch einer bestimmten Nutzung meines Namens zugestimmt habe.
    Im konkreten Fall reicht das wohl nicht.
    Siehe auch hierzu auch meinen bescheidenen Beitrag unter http://www.rechtzweinull.de/index.php?/archives/69-Facebook-Aktuelle-Werbestrategie-und-der-Datenschutz.html

  28. Facebook und die geklauten Werbeikonen

    Das Thema des Tages nimmt weiter fahrt auf. Weitere reichweitenstarke Blogs und deren Betreiber haben beim Ego-Googlen entdecken müssen, dass mit Ihrem guten Namen im Namen von Facebook bei Google Werbung für die deutsche Ausgabe von Facebook (nein, …

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