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PR Blogger RSS Guide (03): Google Reader

RSS kennen immer noch erst wenige Anwender: Deshalb stelle ich Ihnen nun im dritten Teil des PR Blogger RSS Guides den meistgenutzten RSS-Reader überhaupt vor: den Google Reader. Vielleicht kann ich Sie dadurch ein wenig neugierig auf ein Informationsmanagement via RSS machen. Falls Sie den Dienst zumindest testen wollen, benötigen Sie nur einen kostenfreien Google-Account,
mit dem Sie auch andere Google Services wie Gmail, Google Docs oder
iGoogle nutzen können.

Interface

Die Bedienung des Google Readers geht intuitiv von der Hand. In der linken Spalte finden Sie
die Liste ihrer abonnierten RSS-Feeds. Wahlweise werden dort all Ihre Feeds
angezeigt oder nur jene, die neue Einträge beinhalten. Bei der Ansicht
der einzelnen Beiträge können Sie sich entscheiden, ob Sie die
kompletten Einträge (erweiterte Ansicht) oder nur die jeweiligen Überschriften (Listenansicht) angezeigt erhalten wollen.

Der PR Blogger in der erweiterten Ansicht

Und in der Listenansicht

Neben der herkömmlichen Möglichkeit, einen Artikel oder kompletten Feed
per Mausklick als gelesen zu markieren, bietet der Google Reader ein
weiteres praktisches Feature: Sobald Sie in der erweiterten Ansicht an
das Ende eines Eintrags scrollen, wird dieser als gelesen markiert. Auf
Wunsch können Sie diese Funktion allerdings deaktivieren.

Feedverwaltung

Um Ordnung in Ihre Abonnements zu bringen, bietet Ihnen der Google
Reader einige Möglichkeiten. Zunächst können Sie beliebig viele Ordner
erstellen und Ihre Feeds entsprechend einsortieren. Desweiteren können
Sie jeden RSS-Feed und jeden einzelnen Eintrag mit Tags verschlagworten. Außerdem können Sie besonders interessante Artikel
oder solche, die Sie erst später in Ruhe lesen möchten, mit einem
Mausklick auf das kleine Sternchen am Ende jedes Eintrags markieren.
Diese gekennzeichneten Artikel sehen Sie dann, ähnlich wie in Gmail, entweder
in der Feedübersicht hervorgehoben oder gesammelt auf einer extra
Seite.

Zudem können Sie Ihre Feeds mit dem bekannten Googlealgorithmus
durchsuchen. Dabei haben Sie die Wahl, ob Sie alle Feeds durchforsten
möchten, nur einen bestimmten oder solche, die in einem gewissen Ordner
abgelegt oder mit einem speziellen Tag versehen sind. Die Suche
arbeitet schnell und fördert meist die gewünschten Treffer zu Tage.
Interessant ist auch, dass sogar solche Einträge eines Feeds gefunden
werden, die erschienen sind, bevor Sie den Feed abonniert haben. So
lassen sich auch ältere Einträge finden, die für Sie relevant sein
könnten.

Feeds abonnieren und teilen

Neben der manuellen Eingabe der Feed-URL stellt auch der Googlereader, so wie Bloglines, ein Bookmarklet an. Diesen kleinen Button

können Sie in die Lesezeichenleiste Ihre Browsers ziehen und den Feed der
grade besuchten Website bequem mit einem Klick abonnieren. Im Firefox
Browser haben Sie zudem die Option, den Google Reader als Standard
Feedreader einzustellen, um künftig jeden Feed mit einem Klick auf das
RSS-Symbol in der Adresszeile direkt mit dem Google Reader zu
abonnieren.

Um interessante Artikel mit anderen Personen zu teilen, bietet Ihnen
Google Reader mehrere Optionen. Zum einen können Sie jeden Artikel mit
einem Mausklick per E-Mail an Dritte weiterleiten. Dies ist besonders
bequem, wenn Sie parallel Gmail nutzen, denn der Reader kann dann auf
Ihr Adressbuch zugreifen, so dass Ihnen alle Kontakte von dort auch im
Reader zur Verfügung stehen. Daneben besteht auch die Möglichkeit eine persönliche Seite anzulegen.
Dies ist eine Website mit einer eigenen URL, die Sie anderen mitteilen
können. Wenn Sie künftig einen Artikel für lesenswert erachten, können
Sie ihn mit einem Knopfdruck auf empfehlen,
am Ende jedes Feedeintrags, auf ihre Seite stellen. Dort können dann
alle Leute, denen die URL bekannt ist, nachlesen, was Sie interessiert.

Weitere Features

Erwähnenswert ist außerdem das Trends-Feature
des Google Readers. Dort bekommen Sie eine statistische Übersicht samt
graphischer Aufbereitung über ihr Leseverhalten und den
Veröffentlichungsrhythmus der von Ihnen abonnierten Seiten. So lässt
sich einfach feststellen, welche Blogs etwa nicht mehr aktiv sind oder
welche Feeds Sie kaum bis gar nicht mehr lesen. Dies macht ein
regelmäßiges Überprüfen ihrer Abonnements wesentlich einfacher und spart mitunter viel Zeit.

Fazit

Der Google Reader stellt
ein gut konzipiertes Tool dar, mit dem Sie eine größere Zahl
RSS-Feeds strukturiert und übersichtlich verwalten können. Wer kein (Datenschutz-)Problem damit hat seine Feeds bei Google abzulegen, dem ist der Google Reader als sehr guter RSS-Service zu empfehlen.

>> PR Blogger: PR Blogger RSS Guide (02): Internet Explorer & Firefox
>> PR Blogger RSS Guide (01): Bloglines

Klaus Eck