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Auch Corporate Blogger kündigen

Wenn renommierte Corporate Blogger das Unternehmen verlassen, leidet darunter mitunter die Performance eines Blogs. Schließlich tragen immer Personen ein gutes Corporate Blog. Unternehmen selbst können als abstrakte Organisation gar nicht wirklich bloggen. Erst der persönliche Zugang eines Mitarbeiters macht das Blog in der Regel lesenswert. Deshalb geraten Unternehmen in Schwierigkeiten, wenn ihre besten Blogger ihren Job wechseln. Es stellt sich hierbei die Frage, wie sie mit dem Verlust einer eingeführten Personenmarke (als Blogger) umgehen sollen und wie sich dieser ausgleichen lässt. In der Vergangenheit sind hierzulande einige Corporate Blogs daran gescheitert, dass die tragenden Kräfte sich von den bloggenden Firmen verabschiedet haben, ohne dass diese ersetzt werden konnten. Konsequenterweise wurden diese Blogs dann nicht weiterbetrieben. Ohne deutliche Verankerung in der Unternehmenskultur haben sie ohnehin keine großen Chancen auf den Erfolg.

Aber es stelle sich weitere Fragen nach dem Verlust eines Mitarbeiters: Wie soll das Unternehmen mit den Inhalten des Ex-Angestellten umgehen? Soll es diese löschen oder einfach weiter nutzen? Für den Jobwechsel wie für das Unternehmen ist es aus meiner Sicht besser, wenn der Content nicht ausgetauscht wird. Für den  Ehemaligen ist es  eine gute Referenz, die etwas über seine Blog-Professionalität verrät, und das Unternehmen profitiert auch nach dem Abschied es Mitarbeiters von dessen Kompetenz.

Falls sich ein Arbeitgeber dennoch dazu entscheiden sollte, alle Blogartikel des ehemaligen Mitarbeiters zu entfernen, bleibt dem Arbeitnehmer immer noch das Internet-Archiv. Unter WaybackMachine können Sie Ihre alten Inhalte meistens wiederfinden, wenn Sie deren URL eingeben. Ausgedruckt eignen sich die Blogartikel immer noch als Referenzen für Ihre nächsten Karriereschritte. Besser ist es natürlich, wenn Sie (noch angestellt) frühzeitig dafür Sorge tragen, dass Sie all Ihre Blogartikel selbst online aktiv archivieren.

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Klaus Eck