buble arrow7

Eine kleine Geschichte der Kommunikation

So leicht wie der Frühlingsgesang einer Meise: Twitter. Auf deutsch: Zwitschern oder Schnattern, je nach Geschmack. Was das ist? Hier ist die ganze kurze Version: In 140 Zeichen um die Welt. (Für Kommunikationsleute: Cluetrain zum Anfassen)

Abgesehen davon, dass ich mit Schnatterinchen aufgewachsen bin, hat dieses Schnattern wenig typisch Deutsches an sich, am ehesten vergleichbar mit einer Plauderei im Cafe.
Twittern ist wie Smalltalk, irgendwie amerikanisch und das ist fast schon wieder global. 140 Zeichen für eine Aussage. So oft man mag. Jeder darf ein bischen. Zuviel ist unangenehm. Wie im Cafe. Zu "schwer" ist auch nicht gut. Dafür gibt es Bücher. Dazu heisst es auf Wikipedia:

"Twitter ist ein soziales Netzwerk und ein Mikro-Blogging Dienst."

Das macht es schwierig. Denn wie ein Weblog, kann Twitter für ganz verschiedene Dinge eingesetzt werden und was ein "soziales Netzwerk" ist, hängt vor allem von den Mitgliedern ab.

Das Schönste an Twitter ist wahrscheinlich, dass es kaum einer "einsetzt". Twittern macht Spass. Das wäre die erste wichtige Erkenntnis, denn alles was Spass macht, ist gut. Egal, wie gut es ist. Ich denke da an das iPhone. Oder Web 2.0. Wozu lange definieren, was man einfach ausprobieren kann.

Ein Frage stellt sich kaum: ist es beruflich oder privat? Twittern ist beides, weshalb ich Twitter- Bomben von Zeitungen nicht mag, denn da steckt kein Mensch dahinter.
Wie heisst es so schön: Arbeit und Leben (oder anders herum) wachsen immer mehr zusammen. So gesehen, kann Zwitschern auch Arbeit sein.
Kennt man ja aus der Ecke mit der Kaffemaschine oder aus der (kalten) Ecke mit den Rauchern. Die wichtigsten Informationen kommen von dort, wo man ungezwungen reden kann. Twitter sollte mit "Plaudern" übersetzt werden.

Am Einfachsten verstehe ich es so: eine Familie, nicht am selben Ort lebend, twittert. So weiss jeder ständig, was mit dem Anderen ist. Man spart viel AbstimmungsZeit am Telefon und weiss immer, worüber man reden soll.

Natürlich geht das auch für Unternehmen. Jedenfalls, wenn plaudern erlaubt ist. Der Werbeblogger kennt 17 sinnvolle Anwendungen für Twitter, von denen man diese herausstellen kann: Micro-Management on the fly. Das umfasst faktisch alles andere: der schnelle, einfache Austausch aktueller Informationen in Gruppen.
Bei Twitter anmelden, den Link weitergeben, auf "Follow" klicken und alle haben den gleichen Informationsstand. Dabei ist Twitter furchtbar effektiv, weil die Mitarbeiter jetzt auch Ihre Pausen nutzen.

Fast schon revolutionär hat Twitter das Handy und den Computer miteinander verbunden, denn über beides lässt sich twittern. In jedem Fall hat Twitter einiges richtig gemacht und wächst und wächst und wächst.

Ich liebe Cafes und arbeite gerne dort. Während der Arbeit zu twittern, kostet kaum Zeit. Dank Twitter sitze ich wie in einem großes virtuellem Kaffeehaus und erfahre ständig, was in meiner Welt so passiert, als ob wir alle beisammen sitzen. Nützliches und Unnützes, Unterhaltsames und Belangloses. Arbeit, die Spass macht. Geben Sie sich einen Ruck, probieren Sie es aus: www.twitter.com

Was wir denken und was wir machen, hängt von den Gedanken und Handlungen anderer Menschen ab. Dank Twitter rücken wir noch ein wenig enger zusammen. Was machen Sie gerade?

>> Wikipedia: Twitter
>> Werbeblogger: 17 Anwendungen für Twitter
>> PR Blogger: 10 Thesen zu
Twitter

>> Twittervision: Einmal live um die Erde
>> Dittes: Warum Twitter erfolgreich ist
>> Twitterposter: die wichtigsten Twitterati

Michael Domsalla, KMTO, Folgen Sie mir auf Twitter