Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

Studie: Werbung oft zu unpersönlich

1 Minuten Lesedauer

Für das Online-Marketing werden die Verbraucher immer wichtiger. Im Kontakt zum Kunden werden vor allem Online-Foren,
Kommentarfunktionen, Votings und Blogs eingesetzt. Das ist eines der Ergebnisse der Studie „Alternative Werbeformen 2007“, die von der GfK im Auftrag der Agenturgruppe Robert & Horst nun bereits zum dritten Mal erstellt worden ist.

Der einzelne Kunde rückt zunehmend in den Fokus des Marketing. So nennen dieses Jahr erstmals 17,6% der befragten Marketing- und Vertriebsentscheider die Unpersönlichkeit der Werbung als deren größtes Problem. In der Gruppe derer, die mehr als 10% ihres Budgets in alternative Werbeformen investieren, sind es sogar 25%, die von professioneller Kommunikation künftig eine verstärkt individualisierte Ansprache erwarten.

Dies spiegelt sich auch in einem veränderten Bild vom Verbraucher wider, dem in Zeiten des Web 2.0 generell höheres Gewicht beigemessen wird. Die Mehrheit der Befragten hält ihn für immer anspruchsvoller (80%), will ihn künftig verstärkt in die Markenkommunikation einbinden (70%) und sieht ebenso sein gefährliches Potential, Marke und Unternehmen mehr zu schaden als noch vor fünf Jahren.

Diesen mündigen Konsumenten für sich zu gewinnen, wird also eine Kernaufgabe kommender Kommunikationsbemühungen darstellen. Dabei spielt auch das Internet eine immer wichtigere Rolle. Während klassische Werbeformen im Marketingmix Federn lassen mussten, konnten virale Konzepte und Word-of-Mouth zulegen. Und immerhin 37,4% sprechen User Generated Content große Bedeutung als Kommunikationsmittel zu, 12,3% sogar sehr große. Die Top 5 der tatsächlich genutzten User Generated Content-Instrumente sieht wie folgt aus:

1. Foren (32,2%)
2. Kommentarfunktionen (29,5%)
3. Votings (24,2%)
4. Blogs (23,6%)
5. Mediasharing-Plattformen (17,5%)

Auch Social Communities werden künftig eine wichtigere Rolle spielen: 16% betreiben bereits eine Community und weitere 14,1% planen dahingehend.

An anderen Zahlen wird jedoch auch deutlich, dass deutsche Unternehmen nach wie vor großen Nachholbedarf haben, wenn es um die adäquate Nutzung des Internets in Kommunikationsbelangen geht. Dass 58% der Befragten Podcast- und Videoportalen keinerlei Relevanz fürs Marketing beimessen, ist ebenso erschreckend, wie die Erkenntnis, dass fast 24% mit dem Begriff User Generated Content erst gar nichts anfangen können.

>> Direkter Download der Studie "Alternative Werbeformen" (PDF)

Klaus Eck

Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

4 Replies to “Studie: Werbung oft zu unpersönlich”

  1. …eines der viralen Konzepte hat mich heute daran erinnert, dass du Geburstag hast: Alles Gute aus Hamburg für dich, Klaus!
    Liebe Grüße,
    Daniela

  2. Ja, der Kontakt zum Kunden wird immer wichtiger. Das Münchner Marktforschungsunternehmen PbS AG hat in einer repräsentativen Online-Studie eine psychologisch und bedürfnisorientierte Typologie der Web 2.0 Anwender erstellt. Man wollte herausfinden, was das eigentlich für Menschen sind, die Web 2.0 Applikationen nutzen. Was treibt sie? Auf welcher Basis treffen sie Entscheidungen und auf welche Botschaften sprechen sie an?
    Die erste Erkenntnis: Nicht Alter, Geschlecht, Bildung oder Einkommen steuern das Online-Verhalten der Nutzer, sondern Motive, Persönlichkeitsmerkmale und grundsätzliche Einstellungen.
    Die zweite Erkenntnis: Über 40 Prozent aller deutschen Onliner nutzen in hohem Maße Web 2.0 Anwendungen wie Blogs, Chats und Community-Plattformen. Der gemeinsame Treiber für dieses Verhalten ist primär das Bedürfnis nach Kommunikation und zwar online wie offline.
    Die PbS AG unterscheidet dabei u.a. nach folgenden Typen:
    „Die Sehnsüchtigen“ – Kontaktsuchende Mitläufer
    Diese eher bescheidenen Menschen suchen harmonische Beziehungen auf Plattformen wie Single.de und in Video-Communities (10 Prozent aller Onliner).
    „Die Denkenden“ – Anspruchsvolle Strategen
    Ehrgeizig und analytisch interessieren sie sich für Websites wie Bildblog und kommunizieren in Communities wie StudiVZ und Feierabend.de (7 Prozent).
    „Die Fühlenden“ – Emotionale Optimisten
    Sie besuchen Empfehlungsplattformen, treffen sich am liebsten mit Freunden und gehen Shoppen, wo sie sehr intuitiv entscheiden (5 Prozent).
    Diese extrem kommunikative Gruppe, die als Multiplikator sowohl online wie offline funktioniert, nutzt Foren, je nach Typ zwischen 82% und 91%, Weblogs, zwischen 45% und 55% sowie Social Networking Plattformen zwischen 41% und 52%.
    Insofern sind Marketers sehr gut beraten, diese Web 2.0 Anwendungen bei der Verbreitung ihrer Botschaften sehr stark, aber auch authentisch zu berücksichtigen.

  3. Werbung zu unpersönlich?

    Es scheint so zu sein, dass der Werbekunde immer anspruchsvoller wird. Jedenfalls will eine Studie herausgefunden haben, dass 80 Prozent der befragten Marketing- und Werbeverantwortlichen von einem immer anspruchsvolleren Kunden, ach so „Verbraucher“, …

  4. Dem können wir nur zustimmen – als erste Hotelgruppe in Südtirol sind wir mit unserem Blog gestartet. Und kaum ein halbes Jahr dabei, finden sich Nachahmer – da gibt uns der Erfolg Recht …!
    Auf alle Fälle authentisch, das ist unser Credo! Sonnige Grüße aus Südtirol!

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