Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

Bitte lesen Sie schneller!

56 Sekunden Lesedauer

Vorsicht! Wenn Sie diesen Blogeintrag lesen, könnten Sie tatsächlich etwas von Ihrer kostbaren Zeit verlieren. Doch jetzt hat der Chef der New Yorker Trendforschungs- und Vermarktungsfima Renegade eine Lösung für alle Web 2.0-Nutzer gefunden, die von der täglich über sie hereinbrechenden Informationsflut erschlagen werden. Einerseits lobt er die tollen Möglichkeiten, in der neuen Kommunikationswelt zu werben, auch wenn er Twitter für "völlige Zeitverschendung" hält. Doch dann rückte er laut "Zeit" (Print vom 11. Oktober 2007) mit seiner privaten Meinung heraus. Je mehr Informationen wir aufnehmen, desto stärker werden wir überfordert. Selbst GTD-Tools helfen hierbei nur wenig. Deshalb meinte der Trendforscher Drew Neisser:

"Wenn die nächste Generation nicht lernt, schneller zu lesen, bekommt sie große Probleme."

Zwar glaube ich auch, dass die jüngeren Generationen eine bessere Medienkompetenz entwickeln werden und sich dadurch in der Web 2.0 sehr viel schneller orientieren. Doch Schnelligkeit allein ist – mit Verlaub gesagt – nun wirklich keine Lösung des Informationoverloads. Vielleicht folgen dann die Schnellschreibkurse, damit wir noch mehr Informationen verbreiten können.

Es geht doch vielmehr darum, den eigenen Informationszugang zu überdenken und gezielt die eingehenden Informationen zu filtern, damit wir nur noch das wahrnehmen und lesen, was wir wirklich in unserem Informationspool lesen wollen. Alles andere ist wirklich reine Zeitschwendung. Hierzu bieten Wikis, Blogs, Social Bookmarking-Tools und RSS wirklich adäquate Lösungsansätze. Wer hierzu Fragen hat, kann sich gerne an mich wenden.

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Klaus Eck

Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

8 Replies to “Bitte lesen Sie schneller!”

  1. Zwei Dinge erleichtern das tägliche Informationsarbeiten schon enorm: a) Die Fertigkeit, Dinge querlesen zu können (und dabei das Wichtige zu erfassen) und b) 10-Finger-Schreiben.
    Eine Strategie gegen die Informationsflut ist das aber tatsächlich nicht. Schließlich ändert sich durch diese Fertigkeiten nichts am Problem. Auch wenn sie nützlich sind, genauso wie spezielle Werkzeuge.
    Wichtig ist IMHO zu wissen, was man will und daraus ableitet, welche Informationskanäle und Informationen dafür die wichtigen und richtigen sind. Und dass man über die praktische Kenntnis der individuell geeigneten Methoden verfügt und sich darauf aufbauend den richtigen Werkzeugkasten zulegt.

  2. Schnell und vor allem gründlich. Mir fällt auf, dass von den Unmengen an Infos aus RSS Feeds am Tag kaum fundiertes übrig bleibt. Bei mir momentan ca. 300 am Tag die mehr oder weniger überflogen werden:/

  3. Schnell und vor allem gründlich. Mir fällt auf, dass von den Unmengen an Infos aus RSS Feeds am Tag kaum fundiertes übrig bleibt. Bei mir momentan ca. 300 am Tag die mehr oder weniger überflogen werden:/

  4. Es kommt m.E. nicht auf die Menge der aufgenommenen und verarbeiteten Information an, sondern auf deren Qualität. Weit wichtiger als eine größere Prozessgeschwindigkeit bei der Rezeption („schneller lesen“) wird die Fähigkeit zu entscheiden, welche Information(squelle) glaubwürdig, plausibel, nützlich ist und einen Erkenntniszuwachs bedeutet; dass wir unterscheiden (lernen), was ist Meinung, was Wiedergekautes, was genuiner Wissenszuwachs.
    Nicht schneller „arbeiten“ (rezipieren), sondern schneller und besser „managen“ (entscheiden).

  5. Das ist interessant. In gewisser Weise läuft diese Empfehlung darauf hinaus, eine „rosarote Brille“ als notwendig und verordnet aufzusetzen. Man soll also in voller Absicht und bei vollem Bewusstsein nur noch das wahrnehmen, was „nützlich“ ist. Mit anderen Worten: Nur noch das, was die eigene Meinung bestätigt.
    Ich gebe Dir vollkommen Recht, was die Informationsüberflutung angeht. Und dass wir irgendwelche Methoden brauchen, um mit dieser Überflutung irgendwie klar zu kommen, dürfte ausser Frage stehen. Dummerweise habe ich auch keine bessere Idee als eben strikte Filterung. Mir schwant allerdings Übles, wenn man derartig filtert.

  6. Da jeder selber entscheidet, was für ihn (oder sie) „nützlich“ ist, sehe ich darin kein Problem. Nützlich kann auch das Ergebnis eines Fußballspieles sein (z.B. ein 0:3 gegen Tschechien), wenn man glaubt, dass es zur Erweiterung des Bildes beiträgt, das man von der Welt hat.

  7. Constant Multitasking Craziness – Der KommunikationsOverkill

    Mich beschäftigt gerade ein Artikel aus der letzten Ausgabe von brand eins (7/2007) Sie haben Ablenkung
    Durch immer mehr Kommunikationsmittel / -wege wird unser Alltag zunehmend durch Informations-Pings unterbrochen. Das hÃ…

  8. Vom Glück des Nicht-Wissens

    Aufmerksamkeit ist ein knappes Gut. Deshalb stehen viele Wissensarbeiter vor der Frage: Wie mit der Informationsflut fertig werden? Einige sehen im immer-schneller-Lesen einen Ausweg, was über kurz oder lang zu Burnout-Erscheinungen führen dürfte. Der Slo

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