Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

Blogreisen: Corporate Blogs im Finanzsektor

1 Minuten Lesedauer

Auf dem Weg in die Bankenmetropole Frankfurt, in der wir an diesem Dienstag passenderweise über die Bedeutung von Corporate Blogs für die Finanzwelt diskutieren werden. Dort wird morgen früh ab 08:30 Uhr Frank Hamm über seine Erfahrungen mit dem Financial Blogging berichten. Mit dem Thema Corporate Blogging beschäftigt sich die Bankenwelt schon länger, dennoch gibt es erst wenige Beispiele aus diesem Sektor. Woran liegt das?

Schon im Jahre 2005 wurde das Thema in der Finanzbranche diskutiert. Die Deutsche Bank Research fragt in einer Analyse: "Blogs? ein neues Zaubermittel der Unternehmenskommunikation?" (PDF) In der Kurzstudie heißt es, dass der Einsatzbereich von Corporate
Blogs eher begrenzt sei. Gleichzeitig werden jedoch schon damals die Chancen
für die Kundenkommunikation erkannt und angemessen aufbereitet. Das DB Research Management zog das Fazit, dass beim Einsatz eines Corporate Blogs die Unternehmen zunächst einmal ihre Hausaufgaben machen müssen: Die Entscheider sollten bereits in der Planungsphase darüber nachdenken, ob ein "Blog zu den Zielen und der Kultur des Unternehmens"
passt.

"Wenn unsere Kunden über uns bloggen, wenn Mitarbeiter anfangen zu bloggen, wenn die Öffentlichkeit und nicht mehr allein die traditionellen Medien uns aufspießen, was wird uns dann alles blühen? Wie werden wir die so losgelassenen Geister wieder los? Oder wie beherrschen wir sie? Nette Fragen. Falsche Fragen. Unlösbare Fragen. Stattdessen: Ohne Erfahrung im Blogschwarm werden wir nichts ausrichten. Ohne virtuos mit den Möglichkeiten und sorgsam mit den Gefahren des neuen Mediums umzugehen, verlieren wir. Es gilt Blog-Kultur zu entwickeln (übrigens ebenso wie E-Mail Kultur und Handy-Kultur, weil es auch hieran massiv fehlt!).

Wir brauchen alle kreativen Geister zur Entwicklung und zum Marketing unserer ständig erneuerten Produkte – nach innen wie nach außen. Die Feedbackkultur muss uns zur Natur werden. Dabei gilt es Recht und Gesetz, Wünsche und Gefühle zu achten. Gute Beispiele sind dabei ebenso wichtig wie ein Corporate Blogging-Leitfaden. Let’s blog forward!" (Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank)

Somit war das Bewußtsein recht früh entwickelt. Es fehlen allein die Taten. Immerhin gibt es im Medienbereich zahlreiche renommierte Finanzblogger, die zeigen, wie sich gute Blogs entwickeln lassen:

>> Das Börsen Weblog
>> FTD Chefökonom
>> FTD Gästeblock
>> Zeit Herdentrieb
>> FAZ Netzökonom

Falls Sie mögen, nehmen Sie doch einfach morgen an unserem Social Web Breakfast teil und diskutieren gemeinsam mit uns über die Zukunft des Corporate Bloggings in den einzelnen Branchen. Ich würde mich sehr darüber freuen.

>> PR Blogger: Financial Times-Leser finden Wirtschaftswunder
>> Xing-Einladung plus ausführliche Erläuterung zu Ort, Zeit und Kosten

Klaus Eck

Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

3 Replies to “Blogreisen: Corporate Blogs im Finanzsektor”

  1. Als ehemaliger Mitarbeiter verschiedener Bankinstitute glaube ich, dass es die Finanzbranche schwer haben wird, das Bloggen 1) zu begreifen, 2) sich dazu zu entschließen, 3) einem identifizierbaren Mitarbeiter dieses Medium anzuvertrauen und 4) diesen Mitarbeiter bloggen zu lassen. Kennt man die bankinternen Macht- und Kontrollmechanismen, so wird sich eine Bank höchstens zu einem Corporate Blog auf Kommunikationsabteilungsebene entschließen können, samt Genehmigungspflicht durch Abteilungsleiter oder sogar Vorstand. Das Ergebnis ist dann eigentlich die klassische „News“-Seite. Banken besetzen nach meiner Erfahrung eher Funktionen, als dass sie Menschen beschäftigen. Diese Philosophie müsste sich zuerst ändern. Eine Aufwertung des Individuums und der Wandel vom Apparat zum lebendigen Organismus stünde einer modernen Bank jedoch sehr gut zu Gesicht.

  2. … wäre interessant, aber Frankfurt liegt für mich nicht gerade am Weg. Morgen denke ich in meinem Finanzblog insofern an Frankfurt, da der Aficionado, der morgen erwähnt wird, seine «Maria» von einem bekannten Frankfurter erhalten hat. Als Geschenk, nicht weil er am heutigen Beitrag schuld ist (siehe Link). Dieser Beitrag dürfte einigen Frankfurtern etwas Kopfweh bescheren.

  3. Hallo Herr Eck,
    die Studie „Blogs? ein neues Zaubermittel der Unternehmenskommunikation?“ hat einige interessante Ansätze, vor allem, wenn man bedenkt, wie alt sie eigentlich schon ist! Diese Studie kannte ich nicht und habe einige spannende Ideen gefunden. Vor allem die „Ghostwriter“ gehen mir nun nihct mehr aus dem Kopf… Vielen Dank für diesen Hinweis.
    PS: Der Link („PDF“ führt leider nicht zum PDF sondern zu dem Artikel „Einladung zum Social Web Breakfast in Frankfurt: Corporate Blogging im Finanzbereich“. Das PDF gibt es hier:
    http://www.dbresearch.com/PROD/DBR_INTERNET_EN-PROD/PROD0000000000190744.pdf
    – falls ich das richtige erwischt habe.

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