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US-Wahlkampf III: CNN-Youtube Debatte

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Der US-Wahlkampf wird immer experimentierfreudiger. So konnten gestern die US-Bürger erstmals die Präsidentschaftskandidaten der Demokraten via selbstgemachter Youtube-Videoclip befragen. Außer den Favoriten Hillary Clinton und Barack Obama stellten sich auch noch Joseph Biden, Bill Richardson, Chris Dodd sowie John Edwards, Mike Gravel und Dennis Kucinich 39 von CNN ausgewählten Fragen der YouTube-Videomacher, die vom TV-Sender CNN übertragen worden ist. Insgesamt erhielt CNN seit Juni 2007 weit über 3.000 Videos eingespielt, die sich jeder auch auf Youtube ansehen kann.

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Auch wenn noch nicht ganz klar ist, wer die Debatte in der Universität von South Carolina für sich entschieden hat, ist jetzt schon klar, dass das innovative TV-Internet-Format punkten konnte. So meinte laut Spiegel Online auch der frühere Präsidentenberater David Gergen: "Klarer Gewinner
(der Debatte) war das Format." Schließlich seien die Fragen für die Kandidaten schwer vorauszuberechnen
gewesen, so dass sich diese kaum darauf vorbereiten konnten. Letztlich ist es überhaupt schon ein großer Erfolg für das Medium Internet, dass die Präsidentschaftskandidaten sich auf die CNN-YouTube-Debatte eingelassen haben. Natürlich spielt hierbei das Entertainment eine weit größere Rolle als die Informationen. CNN und Youtube hatten die US-Bürger bewusst dazu aufgerufen, besonders kreativ zu sein. Deshalb fanden auch Kermit – der Frosch und Schneemänner ihren Weg unter die Fragesteller.

Am 17. September 2007 wollen sich die Präsidentschaftsbewerber der Republikaner ebenfalls den Bürger-Fragen der YouTube-Gemeinde stellen.

>> Spiegel Online: YOUTUBE-FRAGEN IM US-WAHLKAMPF. "Klarer Gewinner war das Format"
>> Netzpolitik.org: US-Wahlkampf: TV-Event mixt Fernsehen und Youtube
>> Handelsblatt: Wahlkampf 2.0
>> Youtube Blog Citizentube
>> Aufforderung zum Einstellen eigener Youtube Fragen (Video)
>> Alle Fragen und Antworten in der CNN-Sendung

Klaus Eck