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PR-Trendmonitor & Kommunikation 2.0

News aktuell hat den neuen PR-Trendmonitor für Herbst 2006 herausgegeben und sich dabei unter anderem auch mit der "Bedeutung der sog. Web 2.0 Tools" auseinandergesetzt. Dabei kam heraus, dass Pressestellen zu 19,6 Prozent den Weblogs eine mittlere bis hohe Bedeutung beimessen. Sogar 33,4 Prozent der PR Agenturen sind derselben Ansicht.

Damit unterscheiden sich die Zahlen kaum von einer news aktuell-Umfrage von Juli 2005. Damals hatten fast 28 Prozent der Pressestellen und jede
vierte PR-Agentur angegeben, dass sie Blogs für ein wichtiges Thema halten, mit dem sie
sich in Zukunft stärker auseinandersetzen wollen. Allerdings hieß es damals auch, das Blogs nur ein Modethema seien. Das glaubten damals immerhin ein Viertel der befragten Fach- und Führungskräfte. Aufgrund der zahlreichen Web 2.0-Kongresse zum Thema Online-Kommunikation und Web 2.0 Business-Chance scheint das heute glücklicherweise kaum noch jemand wirklich in Frage zu stellen.

Sowohl die Pressestellen als auch die PR-Agenturen vertreten die Ansicht, dass Podcasting in Zukunft den größten Bedeutungszuswachs erzielen wird. Insgesamt sind im
Oktober 2.037 Fach- und Führungskräfte aus Pressestellen und
PR-Agenturen für den PR-Trendmonitor befragt worden.

Im Gegensatz zu 2005 sprechen wir heute wesentlich häufiger von dem Web 2.0 in der Kommunikation, ohne dass hierbei immer geklärt ist, was alles darunter zu fassen ist. Eine solche Umfrage wie der PR-Trendmonitor kann allenfalls einen ersten Anhaltspunkt bieten, der deutlich macht, dass sich die hiesigen PR-Schaffenden mit dem Thema Kommunikation 2.0 zumindest ansatzweise beschäftigen. Je mehr PR-Agenturen das Thema sehen, desto deutlicher wird, dass es in der Tat längst für sie businessrelevant geworden ist. Momentan ist es ein sehr stark kundengetriebenes Geschäft. Natürlich wirken sich hierbei auch die zahlreichen Medienberichte über Web 2.0-Revolutionen aus und suggerieren, dass das Mitmach-Web bereits vor der Tür steht und wir alle bald ins Second Life gehen.

In Wirklichkeit sieht es manchmal hierzulande noch sehr mau aus, sowohl was die "Mitmacher" wie auch die erfahrenen Agenturen angeht. So hat Jakob Nielsen mit seinen Zahlen für etwas mehr Realitätssicht gesorgt. Zurzeit begründen ein Prozent der Besucher einer Website den Glorienschein des Web 2.0. Das soll nun wirklich kein Grund sein, pessimistisch in die Zukunft der Kommunikation 2.0 zu blicken, aber dennoch uns ein wenig in die Wirklichkeit zurückholen. Wir sind erst am Anfang einer spannenden Entwicklung, für die das Synonym Web 2.0 genutzt wird. Es verheißt tatsächlich, dass immer mehr Menschen online aktiv werden und die Chancen für ihre digitale Reputation nutzen. Die Begeisterung vieler Blogger wirkt auch im Businessumfeld durchaus ansteckend. Dennoch ist hier das Tempo vergleichsweise gemächlich.

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Klaus Eck

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