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Inhaftierte Blogger: Märtyrer des Netzes

Nach einem internationalen Aufruf durch Amnesty International erschien die britische Zeitung "The Independent" gestern mit folgender Titelseite.

SPIEGELonline

Nachzulesen sind vier exemplarische Fälle von Bloggern, die in Gefängnissen sitzen, weil sie kritisch über ihr Regime berichtet haben.

"People have been locked up just for expressing their views in an e-mail
or on a website. (…) Sites and blogs
have been shut down and firewalls built to prevent access to
information. Companies have restricted internet searches to stop people
accessing information that repressive governments don’t want them to see." sagt Steve Ballinger von Amnesty International gegenüber "The Independent".

Hintergrund dieser großen Aufmache des "Independent" ist die Intensivierung der schon seit Mai 2006 laufenden AI-Kampagne. Diese erfolgt nur wenige Tage nach dem Pläne der chinesischen Regierung bekannt wurden, alle Blogger in China verpflichtend mit ihren Personalien staatlich zu registrieren.

Doch nicht nur Amnesty International schlägt Alarm. Auch die Organisation "Reporter ohne Grenzen" setzt sich für die Rechte der 61 inhaftierten Blogger und Online-Journalisten ein. Pünktlich zum in Athen stattfindenden Internet Governance Forum (IGF) ruft die Organisation zu einer internationalen Online-Demo auf. Zur Unterstützung einfach zwischen dem 07. und dem 08.11.2006 die Webseite der "Journalisten ohne Grenzen" besuchen.

>> SPIEGELonline: Amnesty will Blogger befreien
>> The Independent: Martyrs of the web
>> The Independent: Call for jailed bloggers to be freed

Stephan-Nicolas Kirschner