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TIME Magazine reagiert auf Online-Mediennutzung

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In letzter Zeit belegen immer mehr Studien eine veränderte Mediennutzung, wobei das Medium Internet den klassischen Medien wie TV und Radio bzw. Print zunehmend den Rang abläuft. Wie aus der Mediennutzungsstudie TimeBudget 12 von SevenOne Media, der Vermarktungs- und Forschungstochter der ProSiebenSat.1-Gruppe, weiter hervorgeht, hat das Internet damit die Zeitungen mit 21 Minuten (minus 3 Min.) und die Zeitschriften (konstant 15 Minuten) mittlerweile deutlich hinter sich gelassen. Eine solche Entwicklung veranlasste jetzt auch Englands renommiertes Print-Medium, das TIME Magazine dazu, nicht mehr wie bisher am Montag, sondern bereits am Freitag zu erscheinen.

Davon erhofft sich der Verlag Time Inc., dass die Leser in ihrer arbeitsfreien Zeit am Wochenende mehr lesen. Aber der veränderte Erscheinungstag soll auch dafür sorgen soll, dass das Online-Angebot des Magazins unter der Woche stärker genutzt wird. Der TIME-Abonnement kann sich unter der Woche via Internet über aktuelle News informierenn und sich am Wochenende intensiv mit den Themen aus der Printausgabe auseinandersetzen. Diese Strategie soll natürlich auch die Anzeigenkunden ansprechen, denen mit der freitaglichen Erscheinungsweise mehr Umsatz versprochen wird. Produktinformationen, über die die Leser bereits am Freitag bzw. Samstag etwas in der Time erfahren, sollen sich dadurch besser auf das wochentägliche Kaufverhalten auswirken. Eine Theorie, die sich hierzulande auch die Wirtschaftswoche zu eigen gemacht zu haben scheint. So bekommen Abonnenten die neueste Ausgabe bereits seit einigen Monaten am Samstag zugeschickt, während der "normale" Käufer die Zeitung am Sonntag am Kiosk kaufen kann. Früher gab es die Wirtschaftswoche im Donnerstags.

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Verena Schmunk

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