999 Blogs: (21) Ja!natürlich – neues Food Blog

58 Sekunden Lesedauer

Die Ergebnisse der relaunchten Top100
Business-Blogs
zeigen, dass das Thema Blogs in der Foodbranche im deutschsprachigem Raum bislang noch nicht sehr verbreitet ist.
Das österreichische Öko-Lebensmittelunternehmen Ja! Natürlich wagt jetzt erste Schritte
in Richtung innovative Online-Kommunikation und hat seit Anfang des Monats ein Corporate Blog
eingerichtet, in dem vier Qualitätsmanger des Unternehmens regelmäßige Beitrage zum Thema Öko-Food, deren Qualitätsstandarts und Produktionsrichtlinien schreiben und podcasten. Das Besondere an dem Blog ist die begrenzte Zeit, die in der Strategie festgelegt wurde. So wird extra erwähnt, dass das Business Blog nur von Ende Juni bis Mitte Juli 2006 aktualisiert wird, danach aber zum Nachlesen weiterhin online bleibt.  Das wirkt etwas halbherzig, ermöglicht allerdings einen schnellen Rückzug, wenn das Blog nicht die erwünschten Kommunikationsziele erreichen sollte.

Screenhunter_394_1

In dem Blog schreibt unter anderem Christina Angerer, die
für den
Bereich Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung für Obst und Gemüse
tätig
ist, über ihren Arbeitsalltag und die Herausforderungen, die
Bio-Obstbauern zu bewältigen haben. In ihren Beiträge berichten die
Blog-Autoren von ihren Erfahrungen in Molkereien, Bauerhöfen bzw.
landwirtschaftlichen Einrichtungen und bloggen direkt vom Ort des
Geschehens.

Fazit: Eine sehr authentische Kommunikation, die im Bereich
Öko-Food für die nötige Transparenz sorgen soll und den Kunden nicht
mit zahlreichen Auflagen zur Qualitätsbestimmung langweilt. Realisiert
hat das Blog die Wiener Agentur Knallgrau New Media Solutions.

>>edwohlfahrt: Ja! Natürlich startet Corporate Weblog mit Ablaufdatum

999 Blogs Backlist:

Verena Schmunk

8 Replies to “999 Blogs: (21) Ja!natürlich – neues Food Blog”

  1. „Eine sehr authentische Kommunikation…“ ja, stimmt. Und wenn wir merken, dass unser neues Spielzeug nicht das bringt, was wir uns erwarten, oder, noch schlimmer, zu kritischen Konsumentenanfragen führt, dann ziehn‘ wir uns ganz schnell zurück, oder..?
    Anmerkung: Ja! Natürlich ist eine Produktlinie der REWE-Gruppe (Billa, Merkur, etc.) kein Öko-Unternehmen.

  2. Der authentische Kommunikation auf den ersten Blick ohne tiefer einzulesen stimme ich zu. Allerdings sind Blogs keine Schnellschüsse, schon gar nicht in einige Wochen. Da gehen Erwartungshaltungen von Unternehmen und das langfristige wohl eher Machbare sehr weit auseinander. Umdenken scheint mir hier angesagt und schade, wenn solches Potenzial zu früh wieder weggeschmissen werden sollte.

  3. Ein Weblog bedeutet auch Aufwand, jedoch glaube ich nach Einlesen das hier ein großes Potential für eine Fortführung voranden wäre. Bin gespannt ober Blog weitergeht – bin mir sicher, das das Potential erkannt wird.

  4. @Ed Wohlfahrt: „Ja! Natürlich – Vom Biopionier zur größten Bio-Marke Österreichs.“ Über Begrifflichkeiten lässt sich sicherlich streiten, aber immerhin präsentiert sich das Unternehmen mit dieser Bezeichnung in seinem Internetauftritt.

  5. Gibt es regeln wie lange ein weblog online sein muss?
    Was sind dann weblogs von automessen, expeditionen, forschungsbegleitung usw. Die sind ja auch zeitlich begrenzt.
    Ich hab kein Problem wenn es aber von anfang an kommuniziert wird.

  6. Denke, es kommt auf die Kommunikationsziele an: Wenn ich etwas dokumentieren will, z.B. eine Tagung, oder wenn ich vor und während eines Events Publicity herstellen möchte, dann erscheint mir ein Blog mit Ablaufdatum eher zu rechtfertigen als wenn ich ein Blog zur Unterstützung der Kundenbindung bzw. des Beziehungsmanagements zu bestimmten Stakeholdern betreiben will. Das geht aus meiner Sicht nur langfristig. Ähnliches gilt für Imagekorrekturen. Für ein Blog gelten da vermutlich die üblichen Überlegungen der PR-Planung…

  7. Ich habe mir das Blog vorhin angeschaut und muß sagen, daß ich extrem positiv überrascht bin. Sehr offen, sehr authentisch und sehr verbrauchernah. Wenn man als Lebensmittelhersteller gegen den inzwischen nicht mehr sehr guten Ruf bei größeren Unternehmen zu kämpfen hat, ist das der einzig richtige Weg und ich glaube auch der kostengünstigste.
    Daß es nur eine Zeit lang „befüllt“ wird, ist eigentlich ein recht interessanter Ansatz. Prinzipiell wiederholen sich ja viele Vorgänge in den meisten Unternehmen. Wenn es nicht um ein „Tagebuch“ geht, sondern um die Darstellung der Dinge, die hinter den Wänden passiert, ist das völlig ausreichend, weil die Inhalte ja sozusagen für immer erhalten bleiben.
    Robert Basic schrieb zu diesem Thema mal was, in Bezug auf das alte mexblog, wo er sich darüber wunderte, wie hoch die Zugriffe immer noch sind, obwohl seit Juli 2004 kein neuer Content hinzugefügt wurde.
    http://www.basicthinking.de/blog/2006/06/27/alte-blogs-wie-alter-wein-2/
    Intere

  8. Das http://makingofjanatuerlich.at/ geht in die zweite Runde. Diesmal stehen die BIO-Bauern im Vordergrund und eine Qualitätsmanagerin aus dem Vorjahr berichtet über den Alltag der Bauern – diesmal mit vermehrten Einsatz von Video und Podcasts.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.