Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

Zeitfresser Blogging

2 Minuten Lesedauer

Das Bloggen kostet in der Regel sehr viel Zeit, wenn man damit bestimmte Kommunikationsziele verfolgt und seine Leserschaft regelmäßig mit informativen oder unterhaltsamen Inhalten versorgen will. Das ist nicht zuletzt das Ergebnis einer Analyse, die Dr. Nora Ganim Barnes beim Center for Marketing Research des UMASS durchgeführt hat, und dem ich gerne zustimme.

Für die Blog-Studie (PDF) wurden insgesamt 74 erfolgreiche Blogger befragt. Dabei kam in den Interviews heraus, dass 65 Prozent der befragten Blogger jeden Tag weniger als eine Stunde bloggen. Das empfanden sie allerdings als Belastung, weil viele von ihnen nicht damit gerechnet hatten, dass das Betreiben eines Blogs soviel Arbeitszeit verschlingt. Deshalb verwundert es nicht weiter, dass 49 Prozent den Zeitbedarf als negativ empfanden. Immerhin 43 Prozent sind mit dem Bloggen rundum zufrieden und nennen deshalb keine Kritikpunkte.

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Eigentlich stellt eine Stunde Blogging keine wirklich große Zeitbelastung dar. Doch in diesem Falle war die Erwartungshaltung der Blogger eine andere. Sie hatte nicht genügend Ressourcen für das Bloggen eingeplant. Aufgrund ihrer eigenen Ansprüche benötigen Blogger oft viel Zeit für die Recherche nach neuen Themen und für das Schreiben ihrer Blog-Artikel. Schließlich wollen sie mit ihren Blogbeiträgen auf positive Resonanz treffen. Gute Blogs zeichnen sich dadurch aus, dass die Artikel aktuell sind und regelmäßig ergänzt werden.

Je mehr frischen Content Sie in Ihr Blog stellen, desto leichter ist es, den Traffic auf Ihrem Blog zu steigern. Das verführt natürlich dazu, ständig nach dem nächsten großen Ding oder einem Scoop zu suchen, um die eigenen Leser positiv zu überraschen und von anderen Bloggern und Medien zitiert zu werden.

Falls es Ihnen gelingt, jeden Tag zumindest einen Beitrag zu verfassen, können Sie dadurch stetig eine Leser-Community um sich herum aufbauen. Nimmt Ihre Blog-Frequenz jedoch eher ab, passiert dasselbe häufig auch mit den Leserzahlen. Bekannter werden Sie nur, wenn Sie regelmäßig schreiben. Ansonsten erzielen Sie kurzfristig nur geringe Aufmerksamkeitseffekte. Ein bis zwei Blog-Artikel pro Tag stellen einen guten Rhythmus dar und stärken Ihr Blog nachhaltig. Übertreiben sollte man das Bloggen dennoch nicht. Wenn Sie jeden Tag mehr als zehn Artikel online stellen, überfordern Sie unter Umständen damit Ihre Leserschaft.

6 Tipps für das Blog-Zeitmanagement:

1. Planen Sie genügend Zeit für das Bloggen ein, ansonsten werden Sie überrascht davon sein, wie viel Zeit Sie wirklich benötigen.

2. Verzichten Sie auf absolute Vollständigkeit in Ihrem Themengebiet. Es gibt immer noch andere Blogger, die ebenfalls kompetent über Ihre Branche berichten.

3. Kopieren Sie nicht unnötig andere Blog-Inhalte, die sich bereits in zahlreichen Blogs wiederfinden. Auf die Dauer langweilt es die Leser, immer wieder auf identische Inhalte zu treffen. Stattdessen sind originäre Inhalte gefragt.

4. Bloggen macht schnell süchtig, weil das Schreiben und Recherchieren in der Blogwelt unsere Neugierde ein wenig befriedigt. Es gibt Blogger, die jeden Tag mehr als acht Beiträge online stellen. Schonen Sie lieber Ihre zeitlichen Ressourcen, indem Sie sich klare Zeiten für das Bloggen setzen.

5. Konzentrieren Sie Ihren Aufwand auf exklusive Inhalte, mit denen Sie Ihre Leser an sich binden.

6. Verwerten Sie Ihre Blog-Artikel mehrfach, indem Sie sie für Präsentationen, Websites und Fachartikel nutzen.

Ich investiere jeden Tag mindestens eine Stunde ins Betreiben des PR Bloggers. Wieviel Zeit kostet Sie eigentlich das Bloggen? Wie sieht Ihr Blog-Zeitmanagement aus?

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Klaus Eck

Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

9 Replies to “Zeitfresser Blogging”

  1. >2. Verzichten Sie auf absolute
    > Vollständigkeit in Ihrem Themengebiet. Es
    > gibt immer noch andere Blogger, die
    > ebenfalls kompetent über Ihre Branche
    > berichten.
    Das sollte man meinen. Ich habe mittlerweile schon mehrere Blogs gefunden, die genau eine Niesche gefunden haben. Meines gehört mehr oder weniger auch dazu. Zumindest laut meinen Recherchen bei Technocratie.
    Schöne Grüsse,
    Stephan

  2. Eine Stunde? Na ja meist kommts hin, aber bei uns (http://blog.photopool.de) spielen logischerweise die Bilder die Hauptrolle und die müssen erst mal gesichtet werden, dann kleingerechnet, geschärft und verlinkt zu unserer Datenbank. Dann muss wieder auf jeden Fotografen verlinkt werden…etc. Klar muss man auch andere blogs lesen und sonstige Informationen filtern – also es kostet Zeit, macht ja aber auch Spass und bringt hoffentlich auch irgendwann mal den gewünschten Erfolg. Und wenn das nicht der Fall sein sollte, muss man einfach auch wieder aufhören.

  3. Firmen-Blogs: Der Boom steht bevor / striktes Zeitmanagement nötig

    Nach einer aktuellen Studie der Marktforscher von Jupiterresearch wird sich die Zahl der Firmen-Blogs in diesem Jahr verdoppeln: Momentan nutzen 34% der Befragten bereits Weblogs, weitere 35% planen die Einrichtung noch in diesem Jahr. Noch immer würden

  4. Ob Pressetext oder Blogartikel schreiben, beides dauert bei mir grob vergleichen etwa gleich lang. Ordentliche Texte brauchen nunmal ihre Zeit. Und wenn dann noch Recherche etc. dazu kommt sowieso. Aber sowohl lesend als auch schreibend geht mir Qualität auf jeden Fall vor Quantität. Schließlich kann man Blogartikel u.U. noch nach Jahren im Netz finden.

  5. @ Marketingblogger – Gute Texte benötigen in der Tat ihre Zeit. Dennoch prasseln ständig neue Inhalte auf uns ein, ohne dass jemand dabei an die Konsequenzen denkt und sich überlegt, wie seine Elaborate in Zukunft wirken könnten. Nachhaltige Wirkung entfalten gute Ideen eher als der reine Copy & Paste-Blog-Journalismus.

  6. Wir haben am 19.1.06 mit dem Bloggen begonnen. Und wenn ich ganz ehrlich bin, haben wir uns im Vorfeld keinerlei Gedanken gemacht, was das Bloggen für uns bedeuten wird, bzw. welche Auswirkungen auf unsere tägliche Arbeit es haben wird. Wir haben einfach begonnen und ich muß zugeben, daß ich erst nach mehreren Wochen wirklich verstand, wieso Weblogs so sind wie sie sind. Heute hat sich alles eingepegelt. Wir wissen nun was unsere Leser/Kunden erfahren wollen, welche Themen sie besonders spannend finden. Den Zeitaufwand würde ich für die Geschäftsführung (Jörg Holzmüller und ich) auf durchschnittlich 1 – 2 Stunden schätzen. Die Beiträge werden meistens in den späten Abendstunden verfasst, so daß das übrige Geschäft nicht darunter leidet. In den Morgenstunden werden Kommentare beantwortet.
    Unsere bloggenden Mitarbeiter sind noch etwas verhalten. Wir nehmen da allerdings wenig Einfluß, weil wir glauben, daß es nichts bringt, wenn man jemanden zum Bloggen verdonnert. Dann leidet die Qualität der Inhalte. Alle hier bei Walthers erfahren Tag für Tag wie spannend und erfolgreich dieser neue Dialog mit Kunden und Interessenten ist und verstehen, daß die Wirksamkeit eines gut gemachten Firmenblogs weitaus höher sein kann, als mit Streuverlusten behaftete Mailingaktionen.
    Alles in allem sind wir mehr als froh, daß wir den Weg dieser noch neuartigen Kommunikation gewählt haben. Und es macht Spaß, vorallem auch, weil wir seitdem mehr verkaufen und sehr viel bekannter geworden sind.
    Ich kann nur sagen: ES LOHNT SICH! Vorallem für kleinere Unternehmen, wie wir es sind. Aber Voraussetzung ist die Lust am Dialog!!!

  7. es ist sehr interessant zu lesen, dass man mit den blogaktionen auch umsätze steigern kann. geht das für jedes produkt. ich stelle ein bißchen naive fragen, da ich mich auf diese weise auch um meine um- und absätze kümmern möchte. vielleicht kann ich einen kommentar erhalten.
    danke
    kowarsch

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