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Zeitfresser Blogging

Das Bloggen kostet in der Regel sehr viel Zeit, wenn man damit bestimmte Kommunikationsziele verfolgt und seine Leserschaft regelmäßig mit informativen oder unterhaltsamen Inhalten versorgen will. Das ist nicht zuletzt das Ergebnis einer Analyse, die Dr. Nora Ganim Barnes beim Center for Marketing Research des UMASS durchgeführt hat, und dem ich gerne zustimme.

Für die Blog-Studie (PDF) wurden insgesamt 74 erfolgreiche Blogger befragt. Dabei kam in den Interviews heraus, dass 65 Prozent der befragten Blogger jeden Tag weniger als eine Stunde bloggen. Das empfanden sie allerdings als Belastung, weil viele von ihnen nicht damit gerechnet hatten, dass das Betreiben eines Blogs soviel Arbeitszeit verschlingt. Deshalb verwundert es nicht weiter, dass 49 Prozent den Zeitbedarf als negativ empfanden. Immerhin 43 Prozent sind mit dem Bloggen rundum zufrieden und nennen deshalb keine Kritikpunkte.

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Eigentlich stellt eine Stunde Blogging keine wirklich große Zeitbelastung dar. Doch in diesem Falle war die Erwartungshaltung der Blogger eine andere. Sie hatte nicht genügend Ressourcen für das Bloggen eingeplant. Aufgrund ihrer eigenen Ansprüche benötigen Blogger oft viel Zeit für die Recherche nach neuen Themen und für das Schreiben ihrer Blog-Artikel. Schließlich wollen sie mit ihren Blogbeiträgen auf positive Resonanz treffen. Gute Blogs zeichnen sich dadurch aus, dass die Artikel aktuell sind und regelmäßig ergänzt werden.

Je mehr frischen Content Sie in Ihr Blog stellen, desto leichter ist es, den Traffic auf Ihrem Blog zu steigern. Das verführt natürlich dazu, ständig nach dem nächsten großen Ding oder einem Scoop zu suchen, um die eigenen Leser positiv zu überraschen und von anderen Bloggern und Medien zitiert zu werden.

Falls es Ihnen gelingt, jeden Tag zumindest einen Beitrag zu verfassen, können Sie dadurch stetig eine Leser-Community um sich herum aufbauen. Nimmt Ihre Blog-Frequenz jedoch eher ab, passiert dasselbe häufig auch mit den Leserzahlen. Bekannter werden Sie nur, wenn Sie regelmäßig schreiben. Ansonsten erzielen Sie kurzfristig nur geringe Aufmerksamkeitseffekte. Ein bis zwei Blog-Artikel pro Tag stellen einen guten Rhythmus dar und stärken Ihr Blog nachhaltig. Übertreiben sollte man das Bloggen dennoch nicht. Wenn Sie jeden Tag mehr als zehn Artikel online stellen, überfordern Sie unter Umständen damit Ihre Leserschaft.

6 Tipps für das Blog-Zeitmanagement:

1. Planen Sie genügend Zeit für das Bloggen ein, ansonsten werden Sie überrascht davon sein, wie viel Zeit Sie wirklich benötigen.

2. Verzichten Sie auf absolute Vollständigkeit in Ihrem Themengebiet. Es gibt immer noch andere Blogger, die ebenfalls kompetent über Ihre Branche berichten.

3. Kopieren Sie nicht unnötig andere Blog-Inhalte, die sich bereits in zahlreichen Blogs wiederfinden. Auf die Dauer langweilt es die Leser, immer wieder auf identische Inhalte zu treffen. Stattdessen sind originäre Inhalte gefragt.

4. Bloggen macht schnell süchtig, weil das Schreiben und Recherchieren in der Blogwelt unsere Neugierde ein wenig befriedigt. Es gibt Blogger, die jeden Tag mehr als acht Beiträge online stellen. Schonen Sie lieber Ihre zeitlichen Ressourcen, indem Sie sich klare Zeiten für das Bloggen setzen.

5. Konzentrieren Sie Ihren Aufwand auf exklusive Inhalte, mit denen Sie Ihre Leser an sich binden.

6. Verwerten Sie Ihre Blog-Artikel mehrfach, indem Sie sie für Präsentationen, Websites und Fachartikel nutzen.

Ich investiere jeden Tag mindestens eine Stunde ins Betreiben des PR Bloggers. Wieviel Zeit kostet Sie eigentlich das Bloggen? Wie sieht Ihr Blog-Zeitmanagement aus?

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Klaus Eck