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Bitte, zwei Karten

Die Diskussion um die Vergabe der FIFA-WM Tickets schlägt große Wellen in Deutschland. In den vergangenen Tagen stand der Staatsanwalt bei EnBW-Vorstandschef Utz Claassen und weiteren sieben Amtsträgern vor der Tür. Der Vorwurf: Verdacht auf fragwürdige Geschenke für Staatsdiener. Nun macht sich Sorge bei den Firmen breit, die noch Karten zu verschenken haben, denn viele Einladungen werden abgeschlagen, man möchte nicht in den Verdacht geraten, ein fragwürdiges Geschenk anzunehmen. Es gibt laut Medienberichten (SZ von heute und auf sueddeutsche.de ) wohl noch „höllisch viele Karten“. Auch für die begehrtesten Spiele. Davon will aber die ISE und der Weltverband nichts wissen. Alles sei im grünen Bereich. Aber jetzt heißt es auch, dass Tickets, die von Sponsoren und anderen Firmen zurückgehen, in einem erneuten Verkaufsprogramm abgesetzt werden sollen.

Aha! Vielleicht habe ich doch noch Glück und ergattere zu Discountpreisen für mich und meinen Sohn noch jeweils ein Kärtchen. (Ich habe es ihm ja im vergangenen Jahr versprochen, dass wir ganz sicher zu einem Spiel gehen werden.) Es wäre doch jammerschade, wenn die Stadien leer blieben und draußen vor den Toren müssen Hunderttausende warten, die keine Tickets auf normalen Weg erhalten haben. Aber so scheint es nun immer mit Großveranstaltungen im Sport zu sein. Ich denke da an die Olympischen Spiele in Athen, an die Winterspiele in Turin. Leere Ränge, trostlos. Und dabei wollten wir doch immer alle dabei sein. Aber wir sind ja keine Prominenten, keine Sponsoren, keine VIPs – wir sind nur einfache Leute, die wirklich Spaß an der WM hätten…

Heike Bedrich, Talisman

  • Eberhard

    Und? Hat sich schon jemand erbarmt?

  • Nein, und das ist auch nicht Sinn und Zweck des Beitrags.