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Sind wir nicht alle ein bisschen innovativ?!

Innovation ist das Schlagwort unserer Tage. Die Bundesregierung ruft Innovationsinitiativen aus, Unternehmensberatungen wie A.T. Kearney küren jedes Jahr den „Innovator of the Year“. Den Stempel ‚innovativ’ wird sich heute jedes Unternehmen geben, das im zunehmend härter werdenden und globaleren Wettbewerb ein Wörtchen mitreden möchte. Eine zentrale Frage bleibt: welche Rolle kann die Kommunikation im Innovationsprozess spielen. Oder vielmehr: wie ist es um die Kommunikation von Innovationen bestellt?

„Echte“ Innovationen verändern die Art, wie wir leben, denken und handeln. Sie setzen Trends in Gang, die unsere Zukunft bestimmen und grundlegend beeinflussen. Kennen Sie zum Beispiel Philipp Reis? Er erfand etwas, was das Leben Ende des 19. Jahrhunderts zwar grundlegend verändern sollte, allein es fehlte an der guten Kommunikation dieser Innovation. Reis war es nämlich, der das Telefon erfand – die Lorbeeren aber erntete 1877 der uns allen bekannte Alexander Graham Bell.

Heute besteht die Herausforderung darin, dass der Begriff ‚innovativ’ inflationäre Verwendung findet. Sicherlich ist dies einer der Gründe dafür, dass innovative Produkte heute immer seltener in den Medien vorgestellt werden. Denn können sie auch wirklich als solche von den Journalisten wahrgenommen werden?

Die kommenden Artikel sollen uns dazu dienen, erfolgreiche Innovationskommunikation näher zu definieren, aber auch ihre Grenzen aufzuzeigen und der Sache auf den Grund zu gehen, wie wir das Neue zukünftig glaubhaft vermitteln können.

Und auch dieser kurze Abschnitt verwendet das Wort „innovativ“ eigentlich inflationär … aber das lässt sich wohl nicht wirklich vermeiden, will man echte Innovationen salonfähig machen. Über Spielregeln für erfolgreiche Kommunikation von Innovationen bald mehr an dieser Stelle.

Claudia Jordan