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5 Tipps für den Blog-Start

In MarketingProfs.com gibt es einen spannenden Artikel, der der Frage nachgeht, wie sich erfolgreiche Business Blogs am besten aufsetzen lassen. Einige Punkte habe ich in der Vergangenheit bereits in meinen PR Blogger Tipps vorgestellt. Doch ich nehme Bill Comcowichs Liste zum Anlass auch noch einmal darüber nachzudenken. Im Gegensatz zu "How to Create a Successfull Business Blog: 9 Steps to Implementing" starte ich nicht mit der Technik selbst, sondern mit weichen Faktoren.

1. Lesen Sie andere Blogs: Es gibt weltweit vermutlich weit über 100 Millionen Blogs. Niemand kennt ihre genaue Zahl und wird alles lesen können. Dazu gibt es auch keinen Grund. Schließlich liest auch niemand alle 9.500 Zeitschrifen in Deutschland. Allein bei der Blog-Suchmaschine Technorati werden zurzeit rund 34 Millionen Blogs gescannt. Und es werden täglich mehr. Das ergibt eine interessante Auswahl für jeden, der sich über sein eigenes Thema informieren möchte. Über die Verschlagwortung – so genannte Tags finden sie sicherlich auch Artikel und Blogs, die Ihren Bedürfnissen entgegenkommen. Falls Sie direkt eine Auswahl erhalten wollen, können Sie sich auch via Deutsche Blogcharts einen ersten Überblick verschaffen, die eine Top 100 der am besten vernetzten Blogs auf Basis von Technorati vorstellt. Darüber hinaus werden Sie in Zukunft immer wieder im PR-Blogger Listen zu einzelnen Branchen finden.

2. Testen Sie einzelne Blog-Tools:
Es gibt sehr viele Blog-Systeme, darunter nicht wenige kostenlose. Jeder muss für sich selbst herausfinden, welches am besten zu ihm passt. Letztlich ist bei der Auswahl entscheidend, wie viel technischen Aufwand Sie selbst betreiben möchten. Es gibt zwar genügend kostenlose Tools, doch diese erfordern ein gewisses technisches Know-how bei der Implementierung und sind auch sonst nicht immer sehr bedienungsfreundlich. Andere Services sind nur kostenlos nutzbar, wenn dafür Werbung eingeblendet werden kann. Natürlich gibt es einige K.O.-Kriterien für die Blog-Software. Sie sollte immer RSS-Feeds anbieten, den Betrieb eines Blogs unter einer eigenen Domain erlauben und Ihnen über einzelne Statistik-Funktionen einen gewissen Überblick über Ihre Blog-Besucher vermitteln.

Einige Beispiele für Blog-Software und -Services:

>> Zu den Stärken und Schwächen der BlogTools gibt es einen sehr guten Überblick im BlogHaus

3. Machen Sie einen Redaktionsplan: Nach der ersten spielerischen Testphase empfiehlt es sich, ein klares redaktionelles Konzept zu entwerfen, damit die Leser wissen, was sie erwarten dürfen. Wer einfach nur so über Gott und die Welt bloggt, darf sich nicht wundern, wenn niemand auf sein Corporate Blog klickt. Eine gewisse Profilschärfe erleichtert es den Lesern, sich zu orientieren. Genauso wichtig ist es, den Texten eine Struktur zu geben, die den Lesefluss erleichtert.

4. Starten Sie mit einem Auftakt: Ideal ist ein Blog-Start immer dann, wenn Sie damit die Neugierde Ihrer Leser entfachen oder befriedigen, indem Sie Ihnen etwas Exklusives anbieten, eine Information, die noch niemand hatte. Das darf überraschend und emotional sein, sollte aber von der Tonality und vom Stil her zu Ihrem Corporate Blog und Unternehmen passen. Authentizität ist wichtig. Sie gibt Ihnen erst die Glaubwürdigkeit, über die Sie Ihre Leser an sich mit guten Inhalten binden können. Am Anfang müssen die Leser Sie erst einmal kennenlernen, deshalb sollten Sie sich vorstellen und erläutern, warum Sie bloggen. Erzählen Sie eine Geschichte, zeigen Sie darin auf, wie Sie zum Blogger geworden sind? Was reizt Sie daran? Und warum soll jemand gerade Ihr Blog lesen?

5. Finden Sie Ihren eigenen Blog-Rhythmus: Wenn Sie ein Blog betreiben, entstehen auf Seiten Ihrer Leser Erwartungen, die Sie keinesfalls enttäuschen sollten. Durch ein gutes Tracking-Tool oder auch via Technorati können Sie überprüfen, welche Blog-Artikel bei Ihren Lesern ankommen. Nutzen Sie jegliche Chance mit Ihren Lesern und Kunden zu kommunizieren. Dadurch können die Inhalte eines Blogs immer besser werden. Außerdem profitieren Sie von mehr Zugriffen. Manche Blogs leben davon, dass sie täglich mit zahlreichen Artikel aktualisiert werden. Das ist überhaupt nicht notwendig. Häufig genügt es, zwei bis drei Texte in der Woche zu bloggen, um darüber Aufmerksamkeit auf sein Blog zu lenken. Entscheidend ist die Qualität. Dabei sollten Sie sich nicht allein von der absoluten Zahl  der PageImpressions blenden lassen, sondern überlegen, wie viel das Corporate Blog tatsächlich zu Ihrem Business beiträgt. Ist es ein reines Marketing- oder PR-Tool? Oder erzielen Sie dadurch bereits neue Kundenkontakte, die das Bloggen letztlich auch für Sie noch attraktiver macht?

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Klaus Eck