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Blogger-Navigation durch den Infodschungel

Angesichts des täglichen Information Overloads, mit dem wir ständig konfrontiert werden, stellt sich mir die Frage, wie wir die wirklich nützlichen oder unterhaltsamen Informationen finden können. Mir fehlt oft schon die Zeit, meine Financial Times, die
Wirtschaftswoche und Die Zeit durchzulesen. Und da wären noch einige Romane wie der von Thomas Lehr: 42, den ich gerade lese. – Vom Fernsehen und den DVDs gar nicht erst zu reden. – Während die Informationsmenge in der Papierwelt zu einzelnen Themenfeldern noch überschaubar sein mag, durchsucht Google bereits mehr als 8 Milliarden Web-Seiten. Selbst zu den abstrusten Ideen wird jeder von uns im Internet noch fündig. Kein Mensch kann diese gewaltigen Informationsfluten in der Off- und Online-Welt noch alleine bewältigen.

Bei der Selektion relevanter Inhalte nehmen Blogger jedoch eine wichtiger werdende Rolle ein und ergänzen journalistische Informationsangebote. Schließlich helfen Blogger mit ihren Hinweisen auf interessante Links und Themen ihren Lesern, sich im Web zurecht zu finden. James Torio nennt Blogger deshalb "go to"-Experten.

Allerdings hängt dieser Expertenstatus und die Reputation eines Bloggers jeweils von seiner Glaubwürdigkeit ab. Je relevanter und interessanter die Blog-Informationen sind, desto eher werden andere Blogger, Leser und Journalisten darauf reagieren und vielleicht sogar entsprechende Links auf die Quelle setzen. Offensichtliche Falschinformationen dürften jedoch sehr schnell den Ruf des Blogs ruinieren und ihm allenfalls noch einen gewissen Unterhaltungswert zubilligen.

Gute Gründe für die Blogger als Navigationsinstrument in der Medienlandschaft:

  1. Aufgrund des umfangreichen Informationsangebots ist es uns unmöglich geworden, bei allen Themen immer auf dem Laufenden zu bleiben. Informationen müssen gefiltert und sinnvoll sein.
  2. Blogger fügen einen gewissen Mehrwert zu den Informationen der Massenmedien hinzu.
  3. Blogs können auch eine kleine Nische mit Informationen bedienen, die für ein Massenpublikum irrelevant wären.
  4. Manche Blogger können täglich weltweit 5.000 Leser mit ihren Nischenthemen erreichen.
  5. Die Zugangsvoraussetzungen für das Aufsetzen eines Weblogs sind gering. Dazu wird nur ein Rechner und ein Online-Zugang benötigt. Ist das vorhanden, kann ein Blogger seine Inhalte mit einer Blog-Software sofort im Netz publizieren. (frei nach James Torio)

>> Robin Good: Information Overload: James Torio: Blogs As Content Navigators, Information Filters, Trusted Niche Guides
>> PR Blogger: Qualitätsblogismus: Warum sollen wir Blogs lesen?

Klaus Eck, econcon