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WM 2006: Der Fußball braucht die Kunst

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In den vielen Jahren, in denen ich Großevents im Sportbereich betreut oder auch einfach nur in den Medien verfolgt habe, ist mir immer wieder aufgefallen, wie sehr der Sport die Kunst braucht. Zum einen, um auch die Menschen zu erreichen, die mit dem Sport per se nichts am Hut haben, zum anderen, um die Sportevents in ihrer Ausstrahlung positiv zu unterstützen. Kunst und Kultur bereichern Großereignisse im Sportbereich, sie lockern auf, bringen die Veranstaltungen außerhalb der Stadien zu den Menschen und sind für die Medien willkommene Blickfänger.

Wahrscheinlich hat schon alles bei den alten Römern begonnen, als die
Turnierwägen kunstvoll geschmückt wurden und die Römer mit ihren Wägen
prahlten. Der Sport begeistert die Kulturschaffenden und die Kultur
bzw. die Künstler begeisterten die Sportler. Da ist es nicht
verwunderlich, dass auch zur Fußballweltmeisterschaft 2006 ein großes Kunstprojekt ins Leben gerufen wurde.

Ende 2004 wurden bedeutende Künstler aufgefordert, für die Fußball WM 2006 Beiträge einzureichen und siehe da: International bekannte Künstler wie Markus Lüpertz oder Daniel Spoerri und junge Talente wie Laura Green oder Robin Rhode haben sich dem Thema „Rundlerwelten“ geöffnet und das Thema facettenreich, unterhaltsam und ideenreich gezeigt. Zu sehen sind Gemälde, Videos, Installationen, Fotos, Plastiken und Zeichnungen. Die begleitende Ausstellung wird in Berlin im Martin-Gropius-Bau gezeigt. Laut den Verantwortlichen ist: „die Ausstellung eine "Hymne an den Fußball", die es schaffen werde, Kunst- und Fußballfans enger zusammenzubringen.“ Das sagte Bundeskanzler Gerhard Schröder in seiner Festrede zur Eröffnung am 19. Oktober. Das Kunst- und Kulturprogramm mit seinen insgesamt 48 Projekten bezeichnete er als eine "großartige Idee", um die Vorfreude größer werden zu lassen.

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Die Werke, die ich bislang über die Medien gesehen habe, finde ich recht überzeugend. Es stimmt, die Vorfreude wird bei mir auch schon etwas größer auf das große Ereignis kommenden Jahres. Und wenn alles klappt, dann schaffe ich es auch noch, mir die Ausstellung in Berlin anzusehen. Bis zum 8. Januar gibt es hierzu die Möglichkeit. Kunst, Kultur und Sport – eine wunderbare Symbiose, wenn man weiß, wie man sie zu mixen hat. Für die Kommunikation ist diese Mischung ebenfalls eine willkommene Abwechslung. Vielleicht gibt es bald eine Aktion im Internet, über die ich berichten kann, in der die Kunst für die Fußballweltmeisterschaft eine große Rolle spielt.

Hinweis: Das Bild und die gelungene Montage, wie Kunst im Raum wirken kann, stammen von Kiddy Citny und sind außerhalb des Wettbewerbs entstanden und sie sind noch zu haben. Vielen Dank an den Künstler, für die lizenzfreie Überlassung der Bilder (Bildrechte liegen bei ihm). Weitere Infos zu Kiddy Citny, von dem auch in unserem Büro am Oskar-von-Miller-Ring drei wunderbare Werke zu sehen sind, gibt es unter: www.artpark.de oder www.artpark.tv.

Heike Bedrich, Talisman