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Der private Podcast am Ende?

Harald Schmidt hat jetzt einen eigenen kostenpflichtigen Podcast auf iTunes, in dem er sich "schlichtweg zu allem" äußern will. Das kommerzielle Angebot wird bei iTunes zwar nicht unter Podcasting eingeordnet, orientiert sich jedoch sehr deutlich an professionelle Podcasts. In der Netzwelt geht Lars Gurow
davon aus, dass das iSchmidt-Entertainment-Kommentar erst der Anfang der Kommerzialisierung des Podcastings sei.

"Früher oder später werden wir wohl auch von anderen "Prominenten" mit Podcasts versorgt werden. Und wenn erst einmal jemand herausgefunden hat, wie man mit Podcasts Geld verdienen kann, werden die kommerziellen Podcasts endgültig die Oberhand gewinnen." (Netzwelt)

Letztlich seien Privat-Cast auch nicht so hörenswert wie professionelle Podcasts. Denn wer habe wirklich genügend Zeit, in seiner Freizeit einen ausgefeilten Podcast zu produzieren?

Der Münchner Podcast-Experte Alexander Wunschel schließt sich dieser Ansicht an. Er glaubt, dass der Trend ganz klar in Richtung Qualität geht: "Gut gemachte Podcasts wird es zwar weiterhin in ihren Nischen geben. Doch viele Hörer schauen sich eher Markennamen an und wählen darüber ihre Podcasts aus. Je stärker der Absender ist, desto präsenter ist seine Marke auch beim Podcasting. Deshalb glaube ich, dass die privaten Podcasts nur mit ausgefeilten, kreativen Konzepten eine relevante Hörerschaft erreichen. In Zukunft werden deshalb unter den Top 100 Podcasts bei iTunes nur noch große Namen zu finden sein."

>> Netzwelt: Wird Podcasting erwachsen?
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