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1600 Dollar – der Preis der Meinungsfreiheit

Als Soldat kann es teuer werden, wenn man seine freie Meinung in einem Weblog äußert. Das musste jetzt Leonard Clark feststellen, der sich in seinem privaten Blog als einen "verdammten Liberalen, der jeden Tag auf den miesen Straßen des Irak patroulliert" vorgestellt hat.

Darüber hinaus hatte er seinen privaten Mail-Verkehr veröffentlicht, indem es beispielsweise hieß:

"Beim Militär halten alle Offiziere zusammen, wenn es
darum geht, den normalen Soldaten zum Sündenbock zu machen. So sehen
wir das – und das ist nicht das, was man bei Fox Television sehen kann
und auch nicht in den unethischen Rekrutierungs-Werbespots, die unsere
Kinder in diese Hölle namens Irak locken."

In
der Begründung des Urteils wird angeführt, dass der Soldat mit seinen
Blogbeiträgen andere Soldaten in Gefahr bringen würde. Alle
Irak-Soldaten der US-Armee sind seit April 2005 dazu verpflichtet, ihre
Websites und Blogs bei ihren Vorgesetzten anzugeben und zu registrieren.
Auf diese Weise will die US-Regierung die Online-Blog-Berichterstattung
unter Kontrolle bekommen. Einige Blogger haben daraufhin ihre privaten
Blogs eingestellt.


>> Netzeitung: Irak-Soldat bestraft wegen Weblog
>> Heise: US-Soldat wegen seines Weblogs bestraft
>> MP3-Beitrag zum Thema
>> PR Blogger: Blog-Ärger bei der Arbeit – Blogger werden manchmal schnell entlassen