Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

Google’s Hommingberger Gepardenforelle

2 Minuten Lesedauer

Am 16. April 2005 rief Heise Online Suchmaschinenoptimierer auf, ihre Fähigkeiten mit dem Begriff „Hommingberger Gepardenforelle“ zu testen, in dem auf diesen Begriff „optimiert“ werden solle. Gleichzeitig registrierte Heise die gleichnamige dot-de-domain und bietet auf heise-sales.de Suchmaschinenoptimierung als Dienstleistung an:

Wir optimieren Ihren Internet-Auftritt so, dass Suchmaschinen ihn optimal finden – inklusive einer Top-Position in der Trefferliste.

Rankingmethoden:

Die erfolgreichste und effizienteste Rankingmethode bei Google ist seit Jahren eine Webseite wie z.B. diese zu besitzen und dann von dieser mit dem zu rankenden Keyword zu verlinken. Verlinken also genug Webmaster eine beliebige Seite mit dem entsprechenden Keyword http://www.google.de/search?q=miserable+failure, so erscheint die verlinkte Georg Bush jun. Webseite auf vorderen Plätzen.
Die Wertigkeit eines Links eines Webmasters ist dabei von entscheidender Bedeutung. Linken demnach viele Seiten auf eine Website, so kann diese wiederum mehr Wertigkeit abgeben.

Ein Rankingservice einer Internet Marketing Agentur
besteht immer in einem Verlinkt-Werden-Service. Diesen Service können
im Grunde alle Counter, Gästebuchbetreiber usw. bieten, weil Ihre
Webseiten teilweise millionenfach verlinkt sind. Nun stellt sich jedoch
die simple Frage, warum diese Rankingmethode nicht offenkundiger
publiziert wird. Meine Vermutung ist, dass Google und Overture das
nicht wollen und somit massiv in die Ergebnislisten eingreifen. So
wurde beispielsweise kürzlich einer der altesten und größten Counter
mit einem Pagerank von 9 (www.digits.com) aus Google gelöscht, nachdem
Links mit Linktexten wie „credit“ oder „loans“ geschaltet worden waren.
Oder kürzlich auf der SES München, als seitens Overture mehrmals auf
die Intransparenz und Gefährlichkeit einer Suchmaschinenoptimierung
hingewiesen wurde und eine Beispielskeyword KFZ VERSICHERUNG auf der Großbildwand incl. Google-Screenshot gezeigt wurden.

Meine beiden Domains kfz-versicherung.tk und
kfzversicherungsvergleiche.de befanden sich auf Position 1 und 4 in den
Ergebnislisten, so dass ich mich meldete und wagte zu behaupten, dass
man an dem Screenshot wunderbar sehen könnte, dass Google transparent
ist und einfach eine starke Verlinkung unter diesem Keyword zum Erfolg
führe, wie man dort sieht. Beide obengenannten Domains sind nunmehr
nicht mehr im Googleimperium zufinden – schade eigentlich.

Content:

Es stellt sich also nicht die Frage, wer bei der Hommingberger Gepardenforelle gewinnt, sondern wer gewinnen will und dieses darf. Die besten Chancen hat wohl die www.hommingberger-gepardenforelle.de selbst.
Oder wie transparent darf eine Suchmaschinenagentur  mit Contentseiten wie www.videothek.us ,www.vielfliegerprogramme.de,
Elektrokettensäge,
www.eckvitrine.de,
oder www.staatsflaggen.de werben, um Kunden von dort zu verlinken und
damit gut zu positionieren?
Darf man überhaupt mit weit über 2000 Contentdomains an einer
Suchmaschinenweltmeisterschaft teilnehmen und Transparenz in
milliardenschwere Konzerne bringen ohne ernsthafte Konsequenzen zu
befürchten?  Die Entscheidung ist einfach, man macht halt ein bisschen
mit, analysiert und freut sich eher an der Teilhaberschaft eigener
Versicherungs-, Reise- oder Klingeltongesellschaften oder „optimiert“
bzw. „verlinkt“ seine zufriedenen Stammkunden.

Blogger:
Seit Jahren mit dem gleichen Erfolg und Methode: Content ist Trumpf.
Eine gute Webseite, deren Content gepflegt und beständig aktualisiert
wird, ist immer mein Kapital. Man muss also Blogger sein, seine
privaten Erlebnisse, vom Maui Reisebericht bis hin zum www.london-tower.info
darstellen. Der erfolgreiche Suchmaschinenoptimierer der Zukunft,
verschwendet nicht seine Zeit mit Doorwaypagegeneratoren, Linkkauf-
oder -tauschprogrammen. Er ist Blogger, sein Content wird verlinkt,
weil er gut ist. Er selbst verlinkt andere, wenn der andere Content gut
ist oder eben kommerzielle Interessen dahinterstehen. Er muss andere,
fremde, „unschuldige“ Webseiten verlinken, um die Kommerziellen zu
tarnen – warum nicht auch ein bisschen die Hommingberger-gepardenforelle.

Gastbeitrag Michael Dieckmann

Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

6 Replies to “Google’s Hommingberger Gepardenforelle”

  1. Die Hommingberger Gepardenforelle oder die Macht der SEO’s

    Der heise Verlag (c’t) lobt einen SEO Wettbewerb aus, in dem ein nicht existenter Fisch im WWW zu Weltruhm gelangt.

  2. Weblogs für die Suchmaschinen-Optimierung

    In einem Gastbeitrag beim PR Blogger Klaus Eck geht Michael Dieckmann auf den aktuellen Wettbewerb der Suchmaschinen-Optimierer ( SEO)ein, den der Fachverlag Heise ausgerufen hat. Dabei ist eine Seite über die fiktive Hommingberger Gepardenfore…

  3. Hommingberger Gepardenforelle

    Ein schoener Eintrag ueber den wohl beruehmtesten Suchmaschinenoptimierungswettbewerb gibt es in einem Gastbeitrag von Michael Dieckmann im PR Blogger Klaus Eck.
    Dieser Wettbewerb wurde von Heise ins Leben gerufen, um die diversen Ranking-Mechanismen de

  4. Eine interessante Idee, wie ich finde;)
    Weblogs gibt es ja schon länger, nur bislang gibt es nur eher wenige, die sich in Suchmaschinen guter Platzierung erfreuen =) und das sind dann logischerweise die mit guten Inhalten, weil Backlinks;)
    Viel komplizierter ist das Erhalten von Backlinks oft bei kommerziellen Webseiten, aber bei den oben gezeigten bzw bewiesenen Platzierungen muss man Ihnen das ja nicht erklären =)
    Ich wünsche weiterhin viel Erfolg
    Mit freundlichem Gruß
    David Reisner

  5. Auf Dauer werden nur Seiten mit eigenem Inhalt bestehen können, egal ob Blog oder „klassische“ Webseiten (kann man da überkaupt schon von „klassisch reden?). Es gibt nichtssagende zweizeilige Blogeinträge, wie auch hervorragende Beiträge mit interessanten Diskussionen. Die Qualität ist genauso wechselhaft wie im sonstigen Web.
    Für mich ist privates Bloggen das Weiterführen der privaten Homepage mit anderen Mitteln, vielleicht auch als Ergänzung.
    Es bleibt das Kernproblem, wie Inhalte automatisch zu bewerten sind. Am Problem der Sinnentnehmenden Texterfassung hat sich die KI-Forschung bislang die Zähne ausgebissen. So müssen andere, effizient automatisierbare Verfahren eingesetzt werden.

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