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Der Blogger-Schwarm formiert sich

So manche Überschriften wirken plakativ, wollen verführen und überraschen mit ihrem lesenswerten Inhalt: Die Süddeutsche Zeitung stellt die Welt der Blogs als die "große Bühne der Einsamen" vor, die "manche Nutzer an die Grenze der Sucht" bringt. Aufgrund der engen Vernetzung untereinander wirken Blogger demnach wie ein Naturereignis, sind gleichsam ein "Schwarm", der in Echtzeit Nachrichten um die Welt transportiert und durch seine "schiere Masse eine Dynamik entstehen (lässt), die von der virtuellen in die
reale Welt hinüberschwappt. Und plötzlich ist das Maisfeld kahl." Auf diese Weise entstehen Gerüchte, werden Kündigungen ausgesprochen, Unternehmen in die PR-Krise gestürzt oder Falschmeldungen der Medien korrigiert. Besonders gefallen hat mir folgende Formulierung von Helmut Martin-Jung in der SZ:

"Mag der einzelne Fisch auch daneben liegen, der Schwarm wird es korrigieren."

Damit bringt der SZ-Autor es auf den Punkt: Zwar halten sich viele Blogger nicht an journalistische Standards, doch dafür müssen sie sich von anderen Bloggern in ihren Kommentaren korrigieren lassen, wenn sie Falsches berichten. Das Netz redigiert sich scheinbar wie von selbst.

>> Sueddeutsche Zeitung: Blogs – Die große Bühne der Einsamen