Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

Bezahlte Blog-Beiträge

1 Minuten Lesedauer

Noch scheint es (offen) gesponserte Blog-Beiträge im deutschsprachigen Raum nicht zu geben. Doch in den USA experimentieren einige damit. Jeremy C. Wright wählt dazu einen interessanten Ansatz, mit dem er Anzeigen und Redaktion in seinem Blog zu trennen versucht: "Ad Post: Webmasters Weekly" ist nur ein Beispiel.

Der BlogEintrag geschah im Auftrag eines Kunden und ist deutlich als "Sponsored Post" gekennzeichnet. Am Ende des Artikels heißt es nochmals: "This post is a sponsored post. For more information on what this means, please refer to the Sponsored Posts page. If you have any questions, please let me know by posting a comment there."

Wright erläutert in seinem Weblog Ensight, warum er auf bezahlte Blog-Beiträge gesetzt hat und wie sein Selbstverständnis als Blogger aussieht:

"This blog contains my words and my opinions only. Every now and again I’ve done “Sponsored Posts“.
I really don’t think I’ll be doing many more. I get paid for these
Sponsored Posts, though every word is mine and not an advertiser’s.

Beyond
Sponsored Posts, I am not compensated to write on this blog. Off of
this blog, I am paid to produce content for a variety of websites,
magazines and books. I am paid to produce video and audio content for
clients, for corporations and for contributions to white papers."

Solange jemand seine Interessen offenlegt und Roß und Reiter nennt, dürfte es nicht besonders schwierig sein, mit Sponsoring umzugehen. Sobald jedoch die Grenzen zwischen Redaktion und Anzeige verschwimmen, ist es um die Glaubwürdigkeit eines Textes oder eines Weblogs schnell geschehen. – Deutschsprachige Beispiele
sind mir bislang nicht bekannt. – Aber ich würde mich freuen, wenn
jemand mir Beispiele
via E-Mail oder Kommentar nennen könnte.

Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

2 Replies to “Bezahlte Blog-Beiträge”

  1. Redaktionelle Werbung (auch in Blogs)

    Blogs werden immer mehr zu einem Medium, dem auch breite Aufmerksamkeit zukommt, das Meinungen bildet. Wie hier bereits dargelegt, erfüllen (manche) Blogs damit durchaus den Begriff der Presse, für sie sind die einschlägigen pressrechtlichen Regelungen…

  2. Guten Abend,
    Content-Vermarktung. Doch, gibt’s hier in Deutschland auch schon. Zwar, wie schon richtig geschlussfolgert, nicht so offen wie in Ihrem angeführten Beispiel aus den USA, jedoch nicht minder agressive.
    Man kann bei gewissen Firmen sogenannten „Unique Content“ einkaufen und erhält im Idealfall einen Mittelklassebericht über die gerade noch entfernt themenverwandte Lebensgeschichte eines Unbekannten – ohne Marketinghinweis.
    Leider ist es verboten hier derartige Links zu posten, aber sucht doch mal in google nach „unique content“ 🙂 !
    All the best,
    Chris

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