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Electronic Arts stellt sich der Bloggermacht

Personal Web Publishing kann gnadenlose Transparenz herstellen: Was früher abends am Tresen besprochen wurde, wird nun häufig in Weblogs rund um die Welt transportiert.  So auch die nicht akzeptablen Arbeitsbedingungen des Spieleherstellers Electronic Arts (vgl. PR-Blogger).

Nun hat die Firma auf das Weblog der Ehefrau eines Mitarbeiters und die Berichte in anderen Blogs sowie in den klassischen Medien reagiert und Versäumnisse eingeräumt, berichtet Kotaku
gamers‘ site
, die ein internes Memo eines der Vice Presidents von EA veröffentlicht. Darin verspricht der Personalverantwortliche Russell Rueff Verbesserungen für die Mitarbeiter.

Wenn nun noch akzeptable Taten folgen, kann Electronic Arts als Beispiel für halbwegs erfolgreiches Issue Management gesehen werden. Wirklich erfolgreich wäre dies jedoch gewesen, wenn die Firmenkultur von vornherein so gewesen wäre, dass es keinen Grund zu Beschwerden gegeben hätte. Aber vielleicht ist der Fall EA ja für so manches andere Unternehmen ein heilsames Lehrbeispiel dafür, wie öffentliche Meinung im Internet entsteht. Und Blogger können sich einmal mehr freuen, wie wirkungsvoll ihre Einträge sein können – das Weblog ea_spouse besteht bisher übrigens aus einem einzigen Beitrag.

>>NevOn: Changes in the works at Electronic Arts