buble arrow1

Computerwoche goes Paid Content

Die IT-Fachzeitschrift Computerwoche nimmt seit vergangener Woche Geld für einige ihrer Online-Inhalte. Im Gegensatz zu anderen Verlagen werden die Online-News weiterhin kostenfrei zur Verfügung gestellt. Angesichts der Konkurrenz im IT-Fachzeitschriftenmarkt sicherlich eine weise Entscheidung. Eine Paid-Content-Barriere stellt der Computerwoche Verlag nicht auf, sondern nutzt die News sinnvollerweise weiterhin dazu, die Leser auf ihre Website zu ziehen. Jedoch sind Archiv-Inhalte der Printausgabe und einige lange Artikel nur noch als Paid Service erhältlich. Dabei ist der Preis für  die Inhalte im Monats- oder Jahresabonnement nicht einmal besonders hoch: Er liegt für Nichtabonnenten bei 103,56 Euro. Abonnenten bezahlen sogar nur 41,40 Euro. Hingegen kosten einzelne Beiträge 1 Euro. Bei der Content-Abrechung setzt der Computerwoche Verlag auf das Paymentsystem Click & Buy der Firstgate Internet AG.

Ob es genügt den Paid Content als "Computerwoche Premium" zu bezeichnen, um ihn dadurch besser zu verkaufen, ist meiner Ansicht nach fraglich. Aber immerhin gibt es bei den kostenpflichtigen Artikeln Teaser, die einen guten Eindruck vom Content-Angebot vermitteln. Unangenehme Erfahrungen musste der Computerwoche Verlag vor einigen Monaten mit einer nur kurzfristig verfügbaren E-Paper-Ausgabe machen. Das Paid-Content-Angebot war laut einiger Insider so erfolgreich, dass sich ein großer Konzern sofort beim Verlag gemeldet habe, um seine Printabos abzustellen. Alternativ wollte er die kostengünstigere PDF-Variante im Unternehmen verteilen. Daraufhin war die E-Paper-Ausgabe Geschichte… Im Vergleich dazu, scheint der jetzige Content-Vermarktungsansatz des Münchner Verlags sehr viel ausgegorener zu sein.

>> PR Blogger: Weblog Promotion für Paid Content 
>> Paid Content Studie: OPA Report 1: Amount of money (PDF)
>>
Paid Content Studie: OPA Report 2: demographics (PDF)