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Warum sich Instagram für Unternehmen lohnt

Instagram wächst und wächst und gewinnt immer mehr an Bedeutung. Trotzdem scheuen sich noch viele Unternehmen auf dem Foto- & Video-Sharing-Dienst vertreten zu sein. Warum Sie auf lange Sicht Instagram nicht ignorieren sollten und welche Vorteile ein Auftritt für Ihr Unternehmen haben kann, lesen Sie in diesem Beitrag.

Als Facebook im Jahre 2012 Instagram für eine Milliarde Dollar übernahm, spotteten nicht gerade wenige Onliner und „Experten“ über den stolzen Preis der Akquisition. Dass die Häme etwas verfrüht kam und Marc Zuckerberg allen Kritikern zum Trotz mit der Übernahme des Foto- & Video-Sharing-Dienstes ein goldenes Händchen bewies, zeigt Instagrams Entwicklung der letzten Jahre.

Instagram: eine Erfolgsgeschichte

Instagram hat weltweit mehr als 200 Millionen Nutzer, wovon in etwa 3 Millionen aus Deutschland kommen – Tendenz ansteigend. Davon sind 150 Millionen mindestens ein mal im Monat und 76 Millionen täglich aktiv. Es wurden bereits 16 Milliarden Fotos und Videos hochgeladen. Pro Tag kommen 55 Millionen weitere hinzu.

Darüber hinaus wächst kein Social Network so rasant wie Instagram. Vor allem bei den jungen Internetnutzern (16 – 24 Jahre) gewinnt der Fotodienst deutlich an Bedeutung. Eine Studie aus den USA zeigt, dass insbesondere Teenager auf Instagram immer aktiver werden, wogegen das Interesse an Twitter, Google+ und überraschenderweise auch Facebook so langsam verloren geht.

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Gerade diese Zahlen machen folgendes deutlich: Trends im Internet können kurzlebig sein. Deshalb ist es empfehlenswert auf mehreren Plattformen aktiv zu sein. Je nach Geschäftsmodell und Zielgruppe kann es somit auch ratsam sein auf Instagram mit einem Unternehmensprofil vertreten zu sein. Insbesondere, weil ein Auftritt bei Instagram bei weitem nicht so viele Ressourcen verschlingt wie manch andere im Social Web.

Instagrams Erfolgsstory ist schon des Längeren kein Geheimnis mehr. So ist es kaum verwunderlich, dass immer mehr Unternehmen im Fotonetzwerk aktiv sind, was nicht bedeutet, dass Ihr Unternehmen nicht mehr vom First-Mover-Advantage profitieren kann, denn viele von Deutschlands Unternehmen (oder ganze Branchen) sind bis dato nicht auf Instagram aktiv.

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Was Instagram Ihrem Unternehmen bringen kann

Mit mehr als 200 Millionen Nutzern hat Instagram eine große Reichweite. Da davon auszugehen ist, dass das Netzwerk zukünftig weiterhin so rasant wachsen wird, können Sie ebenso davon ausgehen, dass sich Ihre Reichweite im Laufe der Zeit vergrößern wird.

Darüber hinaus hat das noch „junge“ Netzwerk zwei weitere signifikante Vorteile gegenüber anderen Plattformen:

Zum einen wird die Hashtag-Funktion ausgiebig genutzt, was es Ihnen ermöglicht Nutzer anzusprechen, die Ihnen nicht folgen. Zum anderen gibt es bislang keinen Algorithmus, der Beiträge im Stream ausblendet. Ergo: Wer Ihrem Unternehmen folgt, der sieht aller Wahrscheinlichkeit nach auch Ihre Bilder. Sie müssen (im Gegensatz zu Facebook) nicht dafür zahlen, um wahrgenommen zu werden.

Ein weiterer Kostenvorteil ist, dass zur Generierung von neuen Bildern keine professionellen Fotografen nötig sind. Niemand verlangt auf Instagram professionelle Aufnahmen. Ganz im Gegenteil: In der Regel sind authentische Schnappschüsse gefragt.

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Auch in puncto Auffindbarkeit spielt der Fotodienst in der ersten Liga mit. Ihre Inhalte können nicht nur via Hashtag im Netzwerk gefunden werden, sondern auch bei der Google-Bildersuche gehören die Fotos, die bei Instagram veröffentlicht wurden, zu den ersten Treffern. Zum reinen Betrachten der Bilder ist dabei nicht mal ein Instagram-Account von nöten.

Zu guter Letzt lassen sich Inhalte, die Sie auf Instagram veröffentlicht haben, spielend leicht auf anderen Kanälen teilen.

Welche Einsatzmöglichkeiten bietet Instagram für Unternehmen?

Es gibt mannigfaltige Möglichkeiten Instagram im Unternehmenskontext einzusetzen. Visuelle Kommunikation ist dafür prädestiniert Ihr Unternehmen oder Ihre Produkte lebhafter darzustellen. Vermeiden Sie es Instagram zu offensichtlich für Werbezwecke zu nutzen. Bieten Sie Ihren Followern lieber Einblicke, die sie anderorts nicht zu sehen bekommen. So wird ein Mehrwert für die Nutzer geschaffen, der gerne auch mit Interaktion belohnt wird.

Dabei sind Ihnen keinen Grenzen gesetzt. Zeigen Sie Ihre Mitarbeiter und deren Unternehmensalltag, schießen Sie Fotos von Veranstaltungen, Ausflügen, Ihren Produkten, Testimonials, Aktion, etc. Markieren Sie Ihre Mitarbeiter sowie Besucher und vernetzen Sie sich mit Ihnen. Je nonchalanter Sie im Netzwerk agieren, desto authentischer wirkt Ihr Auftritt. Und das ist wichtig! Gestellte, biedere und geplante Aufnahmen finden die Nutzer ohnehin im restlichen World Wide Web. Instagram ist dafür nicht der richtige Ort.

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Ebenso ist das Fotonetzwerk ein nützliches Tool für die CEO-Kommunikation. Führungskräfte, die im Namen des Arbeitgebers Inhalte veröffentlichen, geben dem Unternehmen ein Gesicht und machen dieses zusätzlich greifbarer. Vor allem, dass Bilder vom Ort des Geschehens veröffentlicht werden (z.B. kurz vor einem Vortrag oder ein Selfie aus dem Flugzeug), ist von Vorteil, denn diese beweisen, dass tatsächlich die Mitarbeiter selbst hinter den Accounts stecken. Das ist von entscheidender Bedeutung, weil die meisten Internetnutzer lieber mit „echten Menschen“ kommunizieren als mit gesichtslosen Marken oder anonymen Redaktionen.

Aber auch für Kampagnen eignet sich das Fotonetzwerk. Nicht gerade selten veranstalten Unternehmen Fotowettbewerbe auf Instagram. Dass darüber hinaus aber auch weit mehr möglich ist, zeigt z.B. die neuste Instagram-Kampagne von Mercedes Benz, bei der man sich auf Instagram seinen eigenen Mercedes GLA konfigurieren kann.

Fazit

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Und genau das ist die stärke von Instagram. Fotos und Videos wirken auf die Rezipienten authentischer, greifbarer und können wesentlich besser Emotionen transportieren als es das geschriebene Wort kann. Sehen Sie Instagram als Chance Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter von einer anderen Seite zu zeigen, denn je nach Zielgruppe und Branche kann ein Auftritt auf Instagram Ihre Social Media-Architektur sinnvoll ergänzen.

>> Webmagazin: Instagram für Unternehmen: Foto Tipps – Instagram Marketing

Bildquellen: Modern mobile phone with camera in business man hand (Shutterstock), KIEV UKRAINE – MAY 30, 2014 (Shutterstock)US-Teens kehren Facebook den Rücken (Statista)Immer mehr Marken nutzen Instagram (Statista)

  • Stefan Rosenträger

    Prinzipiell funktioniert Instagram für Unternehmen vor allem im Fashion, Food- und weiteren Konsumgüter-Sektoren (Spielzeug etc.). Wie sieht es aber in „unsexy“ Branchen wie dem Finanzwesen o.ä. aus? Kann sich z.B. die Sparkasse oder die Allianz attraktiv auf Instagram präsentieren? Wie geht Ihr als Berater mit Anfragen von konservativen Branchen um, die sich jetzt auch volksnah auf Instagram zeigen möchten?

    • Kristijan Juric

      Prinzipiell ist es schwer so etwas zu pauschalisieren. Es stimmt, dass es die Fashion-, Food- oder diverse Konsumgütersektoren es diesbezüglich einfacher haben, jedoch können auch andere Branchen von Instagram profitieren. Gerade durch visuelle Kommunikation haben Organisationen die Möglichkeit lebhafter ihren Unternehmensalltag darzustellen. Dies ist branchenunabhängig.

      Des Weiteren bin ich ein Befürworter von Markenbotschaftern, die der Firma ein Gesicht geben können. Ein CEO oder ein Testimonial des Unternehmens (z.B. Herr Kaiser, Hamburg-Mannheimer) können Momentaufnahmen von Ihrem Berufsalltag, aber auch (geringe) Teile ihres Privatlebens, der Netzgemeinde preisgeben und auf diese Art und Weise die Bindung zum Kunden stärken.

      Ebenso ist es möglich ein produktnahes Segment anzusprechen und dessen Inhalte in die Content Strategie einzubinden. So besteht beispielsweise die Möglichkeit einen KfZ-Versicherer mit dem Thema Automobil zu verknüpfen.

      • Stefan Rosenträger

        Vielen Dank für die Antwort. Das bestätigt die These, dass es keinen „unsexy Content“ gibt und man zunächst von der Lebenswirklichkeit des Unternehmens und seiner Zielgruppen denken muss. Da sind viele Unternehmen noch immer, nennen wir es, „verlegen“. Nach dem Motto: „Unser Produkt kann man doch gar nicht lustig/interessant etc. präsentieren“.

  • Ben

    Bis jetzt hab ich in der Google-Bildersuche noch nicht gesehen, dass Instagram-Fotos auftauchen. Ist das ein Formulierungsfehler? 😉

    Beste Grüße aus Hamburg, Ben

  • http://mizine.de/ Viktor Dite

    Der Trend ist nicht nur bei US Teens zu sehen. In Deutschland sieht es ähnlich aus: http://siehe.link/29
    Zu Instagram: Wer auf Twitter keinen erfolgreichen Account hat, wird bei Instagram auf Granit beißen! Es gehört auf jeden Fall ein Masterplan dazu, sonst endet die Euphorie bald in Resignation http://siehe.link/2q

  • Antonia Lange

    Im digitalen Kommunikationsmix sollte Instagram nicht aus dem Acht gelassen werden, einen entscheidenden Vorteil hat Instagram gegenüber z.B. das die Inhalte nicht gefiltert werden. Eine Umfrage ( http://www.askitright.com/de/ ) z.B. darüber wie informiert die Unternehmen sind und was Sie von Instagram halten, hätte ich mir gewünscht.

  • Sandra Binder

    Instagram ist auf dem Vormarsch, und lohnt sich vor allem für den Konsumgüter-Sektor, IT-Branche nutzt diesen Content seit langem. Bilder können wichtige Informationen sehr gut transportieren.

  • Maija

    Instagram ist für viele Unternehmen sehr interessant und wird immer mehr attraktiver, da die Plattform stätig wächst. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Bilder können sehr gut Informationen transportieren. Auch bei Instagram sollte man sich <a href=“http://pool-sandfilteranlagen.de/“>Ziele setzen, was man erreichen möchte, dadurch lässt sich die Reichweite steigern.