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Was ist nachhaltiger Tourismus ?

Die Sommerferien nähern sich so langsam dem Ende. Viele Deutsche sind zur Erholung weggeflogen. Aber haben Sie bei Ihrer Urlaubsplanung ernsthaft über Corporate Social Responsibility nachgedacht? Wie grün war Ihr Urlaub? Und was ist eigentlich nachhaltiger Tourismus?

Verkauft ein Reiseanbieter seinen Kunden den besten Deal mit der größten Gewinnspanne? Oder doch eher das Hotel, das den Wünschen und Anforderungen des Kunden am besten entspricht? Heute setzen viele Touristen auf Selfservice und buchen selbstständig online ihre Reisen. Gleichzeitig spezialisieren sich die Reisebüros weiter. Früher gab es noch den ehrbaren Kaufmann, dem man vertrauen konnte. So entdecken immer mehr Reisebüros die Nachhaltigkeit als neuen Wert und setzen in ihrer Beratung darauf, um langfristig Kunden zu gewinnen.

Wie viel Mobilität und womit?

Auch der Transport ist eine Frage der Nachhaltigkeit. Statt mit dem Auto kann man die Mitfahrzentrale oder den Zug nutzen, bei Flügen nicht gerade das kleinste Flugzeug buchen und die freiwillige CO2 Entschädigung zahlen oder vielleicht Urlaub zu Hause mit dem Fahrrad machen!? Auch Deutschland soll sehr schöne Ecken haben. Beim sanften Tourismus versucht man mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen und sich am Ort hauptsächlich zu Fuß, mit Booten oder Reittieren fortzubewegen. Bei der Auswahl des Anbieters ist es wichtig auf eine artgerechte Haltung der Tiere zu achten. Zudem sollten Ausflüge wie Dschungelsafaris nicht in geschützte Gebiete erfolgen, um keine Pflanzen zu zerstören und den Tieren nicht die Ruhe zu nehmen, wie es in manchen Reservaten in Indien der Fall ist.

Günstig ist nicht immer gut

Oder haben Sie schon einmal in einer sehr armen Region Urlaub gemacht und dort in Bildung und Gesundheit investiert? Zum nachhaltigen Tourismus gehört es, örtliche Angebote wahrzunehmen, lokale Nahrungsmittel wie Obst, Gemüse oder Fleisch zu kaufen, und alle Produkte angemessen zu bezahlen. Wenn Dienstleistungen, z.B. Massagen, sehr günstig angeboten werden, unterstützen Sie damit Gesundheit, Bildung und Wirtschaft des Urlaubsziels. Dabei empfiehlt es  sich, so viel zu zahlen, wie es Ihnen tatsächlich wert ist.

Haben Sie schon einmal eine nachhaltige Reise unternommen? Kennen Sie gute Anbieter? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

>> Fact Sheet: Tourismus und CSR – Sozial verantwortlich handeln in der Tourismuswirtschaft

  • http://www.artundweise.de/Blog/warum-apple-twitter-kaufen-sollte/ Nicole Haase

    Mit Dänemark als letztem Urlaubsziel liege ich da ja schon mal nicht schlecht. Doch wir hätten es natürlich noch besser machen können. Die Insel hat hervorragende Fahrradwege, was sich auch gut Leihkosten gegen Benzin amortisiert hätte. 
    Bornholm gefällt mir auch besonders gut, da hier ein riesiger Hotelkomplex an der Küste schon gar keine Baugenehmigung erhalten würde. In puncto Verpflegung haben wir uns allerdings sehr bemüht, auf Nahrungsmittel aus der Gegend zu achten, denn alles Importierte ist reichlich teuer und die kleinen Stände an jedem Hof sehr ansprechend. 
    Also ein Stück weit, haben wir die Nachhaltigkeit bereits auf dem Plan.

  • http://twitter.com/mradscheit Matthias Radscheit

    Interessant

  • Pingback: Immer mehr nutzen das Fahrrad für den Urlaub » News und Tipps für Verbraucher

  • http://twitter.com/AndreasJaritz Andreas Jaritz

    Ich hab gestern einen motivierten Kommentar bei euch hinterlassen (samt Linktipps). Irgendwie ist dieser aber scheinbar abhanden gekommen. Ist der Kommentar noch bei euch in der Revision oder hab ich da was falsch gemacht?

    • Niki Daufeldt

      Hallo,
      war das zu diesem Artikel oder einem anderen? Eigentlich werden Kommentare immer sofort automatisch veröffentlicht.
      Viele Grüße

      • http://twitter.com/AndreasJaritz Andreas Jaritz

        es war in diesem. Der Kommentar wurde mir kurz als veröffentlicht angezeigt, dann nach einem Reload war er allerdings weg…

        • Anonymous

          Normalerweise werden Kommentare bei uns nicht einfach so gelöscht. Das tut uns natürlich sehr leid, irgendwie hat sich wohl der Fehlerteufel eingeschlichen. Wahrscheinlich ist es ein technisches Problem. Wir überprüfen das gleich nochmal mit unserem IT-Dienstleister. 

          • http://twitter.com/AndreasJaritz Andreas Jaritz

            ich weiß, dass ihr da nichts dafür könnt. War so ein schöner Beitrag. Den Inhalt wollt ich auch als Anreiz für einen Artikel auf unserer Website http://www.nomadearth.com nehmen…

      • http://twitter.com/AndreasJaritz Andreas Jaritz

        jetzt hab ich den Kommentar nochmals geschrieben und schwups…schon wieder ist er weg…kann ich ihn dir schicken?

  • Pingback: Corporate Social Responsibility und Nachhaltiger Tourismus – der PR-Blogger fragt nach | Le Gourmand – Das Genießer-Magazin

  • Nicole Daufeldt

    Kommentar von Andreas Jaritz:In Österreich ist auf jeden Fall weltweitwandern dot at als Reiseanbieter zu nennen. Und wer sich einen umfangreichen Überblick über das deutschsprachige Angebot in Sachen nachhaltiger Tourismus machen will sollte den Verein forumandersreisen dot de unter die Lupe nehmen. Der Vertritt mehr als 150 Reiseanbieter, die sich dem nachhaltigen Tourismus ernsthaft verschrieben haben. Auf Nomad Earth beschäftigen wir uns laufend mit dem Thema und versuchen auchTipps für die Leser aufzubereiten, wie sie ihren Urlaub nachhaltiger gestalten können (nomadearth dot com/2011) Thematisch wollte ich beitragen, dass man den nachhaltigen Tourismus in drei Dimensionen aufteilen kann: die ökonomische, ökologische und die (sozio-)kulturelle. In diesem Beitrag liegt, wie in vielen anderen Artikeln auch, der Fokus auf den ersten beiden Dimensionen. Das greift allerdings ein wenig zu kurz (wie auch meine Ausführung selbst ;) ).Da sich hier ja sehr viele Kommunikationsexperten tummeln könnte aber auch Folgendes interessant sein:Man sollte vielleicht Information bzw. den Zugang und die Kontrolle dieser als vierte Dimension einführen. Nachhaltiger Tourismus heißt für mich auch, dass ich nachhaltig kommunizieren kann, mich als Anbieter (und hier tut man sich in Entwicklungsländern besonders schwer) vermarkten und an der Kommunikation (Stichwort Soziale Medien) teilnehmen kann.Was Social Media vor allem für Anbieter aus Entwicklungsländern bieten könnte…darüber lohnt es sich bestimmt nachzudenken. 

  • http://www.traverdo.de Jochen Zimmermann

    Danke für den tollen Beitrag! Wir haben uns die Frage “Was ist nachhaltiger Tourismus” auch gestellt und mit http://www.traverdo.de ein Portal für nachhaltige Reisen gegründet, das ausschließlich Reisen und Unterkünfte anbietet, die ein vertrauenswürdiges Nachhaltigkeitssiegel besitzen. Wir hoffen, den Verbrauchern dadurch mehr Entscheidungssicherheit geben zu können und zur Einhaltung sozialer und ökologischer Mindeststandarts im nachhaltigen Reisemarkt beizutragen.
    Viele Grüße

  • Pol-l

    Ihr Personen Hallo

  • http://www.washilftgegenpickel24.de/ Ella

    Ein ganz toller und interessanter Artikel. Es machen sich immernoch viel zu wenige Menschen Gedanken wenn es darum geht, seinen Beitrag zur Umwelt zu leisten, Gerade im Bereich Reise war das ja bis jetzt nicht unbedingt ein grosses Thema denn (weit) Fortbewegen verbindet man sofort mit Kraftstoffen jeglicher Art. Dass es auch anders gehen (muss) zeigt dieser Artikel. Danke und weiter so :)